Baumknospen – Knospenarten im Überblick
Knospen – Stellung und Funktion
Knospen sind die noch unentwickelten Anlagen von Sprossen (Blättern, Blüten oder Seitentrieben). Sie sind häufig durch Knospenschuppen vor Witterungseinflüssen geschützt. Für das Wachstum und die Reproduktion der Pflanzen sind sie essenziell. Botanisch wird zwischen der funktionellen Ausrichtung (Inhalt der Knospe) und der morphologischen Position an der Pflanze unterschieden.
Knospenarten im Überblick
- Blütenknospe (generative Knospe): Enthält ausschließlich die Vorläuferstrukturen für eine oder mehrere Blüten. Position: Bei Gehölzen zumeist an ein-, zwei- oder dreijährigen Trieben.
- Blattknospe (vegetative Knospe): Dient dem Austrieb eines beblätterten Sprosses. Position: Befindet sich meist entlang der Sprossachse (als Achselknospe).
- Terminalknospe (Endknospe): Definiert durch ihre Position am äußersten Ende eines Haupt- oder Seitentriebs. Sie kann als Blatt-, Blüten- oder gemischte Knospe angelegt sein und steuert häufig das Längenwachstum der Pflanze (Apikaldominanz).
- Adventivknospe (Zufallsknospe): Bildet sich sekundär und ohne reguläres Muster aus re-embryonalisiertem Gewebe. Position: Spontan an Stämmen, alten Trieben, Blättern oder Wurzeln, oft infolge von Verletzungen zur Wiederherstellung von Pflanzenmasse.
- Proventivknospe (Schlafendes Auge): Regulär angelegte Achselknospen, die zunächst nicht austreiben. Sie wachsen mit dem Dickenwachstum des Holzes in der Rinde ein und können dort über Jahre inaktiv bleiben. Position: Unter der Rinde an Stämmen und starken Ästen. Sie dienen dem Neuaustrieb nach massiven Schäden oder starkem Rückschnitt (Stockausschlag) bei vielen Laubgehölzen.
Video-Beiträge – Knospenbestimmung
Knospen – Bestimmung (Bildergalerie)
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