Pfennigkraut - essbar

Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)
Pfennigkraut

Pfennigkraut – Bestimmen/Erkennen, sammeln und verwenden

Steckbrief, Bilder & Beschreibung der Pflanze sowie ihrer essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit

Das Pfennigkraut (Lysimachia nummularia), auch Münzkraut oder Pfennig-Gilbweiderich genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Gilbweiderich. Es ist ein ausgezeichneter Bodendecker und wird deshalb auch gerne in Gärten angepflanzt. Essbar/essbare Teile!

Wildpflanzen-Steckbrief “Pfennigkraut”

Botanischer Name: Lysimachia nummularia
Deutscher Name: Pfennigkraut
Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
Gattung: Gilbweiderich (Lysimachia)
Art: Pfennigkraut
Weitere Synonyme/Volksnamen: Pfennig-Gilbweiderich, Pfennigblättriger Gilbweiderich, Wald-Hainsimse, Münzkraut;

Hauptblütezeit: Mai bis Juli;
Blütenfarbe: gelb;

Vorkommen: Das Pfennigkraut ist eine in den gemäßigten Gebieten Europas und Asiens vorkommende Art. Es wird heute auch als Zierpflanze angeboten und hat somit weltweit Verbreitung gefunden. An einigen Standorten ist es auch verwildert und gilt daher in einigen Regionen außerhalb Eurasiens als Neophyt.
Verbreitungsschwerpunkt: Das Pfennigkraut gedeiht vor allem auf feuchten und nährstoffreichen Böden. Im Garten wird es häufig an den Ufern von Teichen gepflanzt, da es eine ausgezeichnet bodendeckende Pflanze ist.

Wuchshöhe: Höhe nur 5 cm aber bis zu 50 Zentimeter lange, überirdisch kriechende Ausläufer.
Typisch: Niederliegende Stängel mit runden bis ovalen Blättern, Blüten goldgelb und fünfzipfelig.

Sammelgut/essbare Teile: Blätter und Blüten;
Energiereiche Teile: xxx
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Flavonoide, Saponine;
Nötige Ver-/Bearbeitung: kann roh verwendet werden (Rohkost-Tauglich);

Verwechslungsgefahr: Hain-Gilbweiderich.

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Bilder & Fotos “Pfennigkraut”

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Bestimmung/Beschreibung der Wildpflanze

Erscheinungsbild: Beim Pfennigkraut handelt es sich um eine immergrüne, kriechende, ausdauernde krautige Pflanze, die auf geeigneten Böden rasenartig wächst. Sie erreicht eine Wuchshöhe von nur 5 Zentimetern.

Die Pflanzenart breitet sich vorwiegend vegetativ aus. Sie bildet dazu bis zu 50 Zentimeter lange, überirdisch kriechende Ausläufer, die sich an den Knoten bewurzeln und von der Mutterpflanze abtrennen. Diese sogenannte Blastochorie als überwiegende Ausbreitungsform ist im Pflanzenreich selten. Die blastochore Ausbreitung wird von den meisten Pflanzen – beispielsweise Walderdbeeren – als ergänzende Ausbreitungsstrategie genutzt.

Blätter: Die drüsig punktierten, gegenständig an den Stängeln angeordneten Laubblätter bestehen aus einem kurzen Blattstiel und einer rundlichen oder elliptischen Blattspreite mit stumpfer Blattspitze. Die Länge der Blätter variiert zwischen 1,5 und 2,5 Zentimeter, die Breite beträgt 1,5 bis 2 Zentimeter.

Blüten: Die bis 30 Millimeter lang gestielten, leuchtend gelb gefärbten fünfzähligen Blüten entspringen einzeln den Blattachseln. Sie besitzen ein doppeltes Perianth. Die unbehaarten, am Grund herzförmigen Kelchzipfel werden etwa 3 bis 5 Millimeter lang. Die Kronzipfel entwickeln eine Länge bis etwa 15 Millimeter. Obwohl die Blüten von Insekten bestäubt werden, sind die Blüten oft steril und bilden kaum Fruchtansatz aus.

Samen/Früchte: Die Samen der selten entstehenden Kapselfrüchte werden über Wasser und Menschen ausgebreitet.

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Heilwirkung & medizinische Nutzung

In der Volksheilkunde wurde das Pfennigkraut früher als Hustenmittel verwendet. Es wurde daher in mittelalterlichen Bauerngärten gepflanzt. Das Vorkommen kann daher gelegentlich sogar eine Zeigerfunktion für eine frühere menschliche Besiedlung haben.

In Mitteleuropa spielt das Pfennigkraut in der Pflanzenheilkunde keine Rolle mehr. In Osteuropa wird es gelegentlich noch gegen Durchfall, Rheuma, Blutungen und Schwindsucht verwendet.

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Essbarkeit & Verwendung in der Küche

Wurzeln: xxx

Blätter, Blüten, Blütenstängel: Diese Pflanzenteile bleiben fast das ganze Jahr über zart. Bis zum ersten Frost kann man die kleinen, runden Blätter Hackkrautmischungen und Salaten beigeben. Ebenso kann man die Blüten (etwa von Anfang Mai bis Ende Juli) als essbare Dekoration nutzen. Aus Blättern und Blüten lässt sich auch ein schmackhafter Tee bereiten.

Samen: xxx

Geschmack: Der Grundgeschmack ist spargelartig, dabei etwas bitterlich.

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Geschichtliches zu dieser Wildpflanze

Die Gattungsbezeichnung Lysimachia bezieht sich auf den antiken Feldherrn Lysimachos, den Alexander der Große als einen der Diadochen einsetzte. Lysimachos soll der Legende nach als Erster diese Pflanzengattung entdeckt haben.

Die Artbezeichnung nummularia (lat. nummus = Münze) und der deutsche Name spielt auf die Ähnlichkeit der Blätter mit kleinen Geldstücken (Pfennigen) an.

Pfennigkraut kann auch in nicht zu warmen Aquarien kultiviert werden. Bis 25 Grad ist die Stängelpflanze dauerhaft für die submerse Kultur geeignet. Der Wuchs ist dann vertikal mit wenig verzweigtem Stängel. An die Wasserwerte stellt Lysimachia nummularia keine besonderen Ansprüche. Durch ihr rasches Wuchern, auch (als Sumpfpflanze) über Wasser, ist sie bestens geeignet, dem Wasser Nährstoffe zu entziehen.

Videobeitrag zu “Pfennigkraut”

Pfennigkraut (Lysimachia nummularia)

Tipp: Im YouTube-Kanal von pflanzen-vielfalt.NET findest du eine Menge (kommentierter) Videos, die die Bestimmung von vielen weiteren heimischen (essbaren) Wildkräutern, Bäumen und Sträuchern erleichtern.

Quellen und weitere Informationen

Mitmach-Projekt “QR-Bestimmung”

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