Heimische Bäume und Sträucher bestimmen: Das Lexikon von A–K
Artenporträts, Merkmale und Verwendung von essbaren & giftigen Gehölzen
In diesem Lexikon findest du eine alphabetische Übersicht heimischer Bäume und Sträucher – von A wie Ahorn bis K wie Kreuzdorn. Jede Art ist mit kompakten Informationen zur Bestimmung sowie konkreten Hinweisen zu Essbarkeit oder Giftigkeit versehen. Die Kurzprofile führen dich direkt zu den ausführlichen Pflanzenporträts mit weiteren Fotos und Details.
Sollte dein Ziel eine hundertprozentig sichere Identifizierung im Gelände sein und nicht nur das reine Nachschlagen, empfehle ich dir die detaillierte „Baumbestimmungshilfe“ auf dieser Website. Dort führt dich ein bebilderter Pfad Schritt für Schritt zur gesuchten Art, da die Vorschaubilder auf dieser Seite lediglich der ersten Orientierung dienen.
👉 Bitte beim Sammeln und Bestimmen beachten:
- Sichere Identifikation: Verzehre oder nutze nur Pflanzenteile, die du zweifelsfrei bestimmen kannst. Einige essbare Pflanzen haben giftige Doppelgänger.
- Achtsamkeit in der Natur: Bewege dich rücksichtsvoll, um Wildtiere nicht zu stören. Respektiere eingezäunte Gebiete sowie forstwirtschaftliche Schonungen.
- Sammeln mit Augenmaß: Entnimm Pflanzenteile (gemäß der Handstraußregelung) nur für den eigenen Bedarf und nur dort, wo die Art in ausreichender Menge vorkommt.
- Artenschutz: Geschützte Gehölze dürfen grundsätzlich nicht beschädigt oder entnommen werden. Schone im Zweifelsfall auch ungeschützte Arten, wenn diese an deinem Standort nur vereinzelt wachsen.
Ps.: Wenn dir dieses Online-Lexikon hilft und du meine Arbeit unterstützen möchtest, freue ich mich über deine Unterstützung oder Mithilfe. Vielen Dank für deine Wertschätzung! ❤️🌼
A – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Ahorn – Bergahorn (Acer pseudoplatanus)
Essbar/essbare Teile | Der Bergahorn ist ein imposanter, sommergrüner Laubbaum, der Wuchshöhen von oft 30 bis über 40 Meter erreicht. Zur Bestimmung achtet man auf die schuppig abblätternde Rinde im Alter, die markant fünfgelappten, grob gesägten Blätter und die in hängenden Rispen angeordneten, geflügelten Spaltfrüchte.
Ahorn – Feldahorn (Acer campestre)
Essbar/essbare Teile | Der Feldahorn wächst meist als stark verzweigter, sommergrüner Strauch oder kleiner Baum bis zu 15 Metern Höhe. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind die vergleichsweise kleinen, drei- bis fünflappigen Blätter mit abgerundeten Blattzipfeln und die meist waagerecht abstehenden Flügel der Spaltfrüchte.

Ahorn – Spitzahorn (Acer platanoides)
Essbar/essbare Teile | Der Spitzahorn ist ein bis zu 30 Meter hoher Laubbaum. Er lässt sich durch seine fünf- bis siebenlappigen Blätter mit lang ausgezogenen, extrem spitzen Blattzipfeln identifizieren. Ein klares Merkmal zur Unterscheidung: Bricht man den Blattstiel ab, tritt milchiger Saft aus.
Apfel – Holzapfel (Malus sylvestris)
Essbar/essbare Teile | Der Holzapfel wächst oft als dichter, dornig wirkender Strauch oder kleiner Baum mit Höhen von drei bis zehn Metern. Typische Merkmale sind die eiförmigen, gesägten Blätter und die kleinen, hart-säuerlichen Apfelfrüchte. Die Rinde ist graubraun und längsrissig.
B – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Berberitze – Gewöhnliche (Berberis vulgaris)
Früchte essbar / Rest giftig | Die Gewöhnliche Berberitze ist ein 1 bis 3 Meter hoher, sommergrüner Strauch. Charakteristisch zur Bestimmung sind die rötlich-braunen Zweige mit extrem spitzen, ein- bis siebenteiligen Blattdornen. Die länglichen, roten vollreifen Beeren sind essbar, während die Rinde und Wurzeln giftige Alkaloide enthalten.
Birke – Hänge-Birke (Betula pendula)
Essbar/essbare Teile | Die Hänge-Birke erreicht Wuchshöhen von meist 15 bis 30 Metern. Ihr unverkennbares Merkmal ist die weiße, glatte Rinde, die im unteren Stammbereich im Alter tief aufreißt und schwarz wird. Die dreieckigen bis rautenförmigen Blätter sitzen an langen, extrem dünnen, hängenden Zweigen.
Birne – Holz-/Wildbirne (Pyrus pyraster)
Essbar/essbare Teile | Die Wildbirne wächst als dorniger, sparriger Strauch oder als bis zu 20 Meter hoher Baum. Zur Identifikation dienen die fast kreisrunden, fein gesägten Blätter und die aschgraue, typisch in kleine, würfelige Felder aufreißende Rinde. Die hartfleischigen Früchte sind rundlich bis birnenförmig.
Brombeeren (Rubus)
Essbar/essbare Teile | Brombeeren wachsen als ausdauernde, rankende Spreizklimmer und werden bis zu drei Meter hoch. Die kantigen, oft verholzenden Triebe sind dicht mit spitzen Stacheln bewehrt. Markante Merkmale sind die handförmig gefingerten Blätter und die sich erst rot, dann blauschwarz färbenden Sammelsteinfrüchte.
Buche – Rotbuche (Fagus sylvatica)
Essbar/essbare Teile | Die Rotbuche ist ein mächtiger Laubbaum, der bis zu 45 Meter hoch wird. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal ist die auch im Alter auffällig glatte, bleigraue Rinde. Die Blätter sind eiförmig, leicht gewellt und am Rand bewimpert. Im Herbst bilden sich je zwei dreikantige Bucheckern in einem stacheligen Fruchtbecher.
C – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Nix los bei C 😉
D – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Douglasie – Gewöhnliche (Pseudotsuga menziesii)
Essbar/essbare Teile | Die Douglasie ist ein immergrüner Nadelbaum, der in Mitteleuropa Wuchshöhen von bis zu 60 Metern erreicht. Zerriebene Nadeln verströmen einen intensiven, zitronenartigen Orangenduft. Ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal der Zapfen sind die dreizipfeligen Deckschuppen, die deutlich über die Samenschuppen hinausragen.
E – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Eibe – Europäische (Taxus baccata)
Stark giftig | Die Europäische Eibe wächst als stark verzweigter, immergrüner Strauch oder Baum. Sie ist gut an den flachen, weichen, dunkelgrünen Nadeln ohne weiße Streifen auf der Unterseite zu erkennen. Einzig der rote, fleischige Samenmantel ist essbar – Nadeln und innere Samen sind hochgiftig.
Eiche – Roteiche (Quercus rubra)
Essbar/essbare Teile | Die Roteiche wächst als 20 bis 35 Meter hoher Laubbaum mit ausladender Krone. Die Rinde bleibt lange glatt. Unverkennbar sind die bis zu 20 Zentimeter großen Blätter, deren Lappen stark zugespitzt und grannig sind. Im Herbst zeigt die Pflanze eine leuchtend rote Färbung.
Eiche – Stieleiche (Quercus robur)
Essbar/essbare Teile | Die Stieleiche ist ein bis zu 40 Meter hoher Baum mit tief rissiger, graubrauner Borke. Zur sicheren Identifizierung: Die buchtig gelappten Blätter haben extrem kurze Blattstiele und Blattöhrchen, während die Eicheln (Früchte) an auffällig langen, schlanken Fruchtstielen hängen.
Eiche – Traubeneiche (Quercus petraea)
Essbar/essbare Teile | Die Traubeneiche wird bis zu 40 Meter hoch. Als Unterscheidungsmerkmal zur Stieleiche weisen die gelappten Blätter einen deutlich sichtbaren, ein bis zwei Zentimeter langen Blattstiel auf. Die Eicheln hingegen sitzen fast ungestielt und dicht gedrängt (traubenartig) an den Zweigen.
Elsbeere (Sorbus torminalis)
Essbar/essbare Teile | Die Elsbeere ist ein 15 bis 25 Meter hoher Laubbaum. Die Borke ist aschgrau und reißt im Alter kleinschuppig auf. Ein exzellentes Erkennungsmerkmal sind die ahornähnlichen, spitz gelappten Blätter, deren unterste Lappen fast rechtwinklig abstehen. Die Früchte sind bräunlich und apfelartig.
Erle – Grau-Erle (Alnus incana)
Essbar/essbare Teile | Die Grau-Erle ist ein bis zu 25 Meter hoher Laubbaum. Im Gegensatz zur Schwarz-Erle bleibt ihre Rinde lange glatt und hellgrau. Die wechselständigen Blätter sind eiförmig, zugespitzt und an der Unterseite graufilzig behaart. Die holzigen Zapfen sitzen meist ungestielt an den Zweigen.
Erle – Grün-Erle (Alnus alnobetula)
Essbar/essbare Teile | Die Grün-Erle wächst als sommergrüner, oft krummwüchsiger Strauch auf Höhen von 3 bis 6 Metern. Die glatte, graue Rinde weist charakteristische horizontale Korkporen auf. Die Blätter sind eiförmig und scharf doppelt gesägt. Die kleinen, eiförmigen Fruchtzapfen stehen aufrecht.
Erle – Schwarz-Erle (Alnus glutinosa)
Essbar/essbare Teile | Die Schwarz-Erle wächst meist an Gewässern und wird bis zu 30 Meter hoch. Das sicherste Bestimmungsmerkmal sind die verkehrt eiförmigen Blätter, denen die Spitze komplett fehlt – sie sind am vorderen Rand markant eingebuchtet. Die Rinde reißt zu einer schwärzlichen Borke auf.
Esche – Gemeine Esche (Fraxinus excelsior)
Essbar/essbare Teile | Die Gemeine Esche ist ein majestätischer, bis zu 40 Meter hoher Baum. Wichtige Erkennungsmerkmale im Winter sind die markanten, samtig tiefschwarzen Knospen. Die unpaarig gefiederten Blätter bestehen aus 9 bis 15 fein gesägten Fiederblättchen, die sich im Herbst meist ohne Farbwechsel grün abwerfen lassen.
Esche – Manna-Esche (Fraxinus ornus)
Essbar/essbare Teile | Die Manna-Esche wächst als lockerkroniger, 5 bis 15 Meter hoher Baum mit glatter, grauer Rinde. Im Gegensatz zur Gemeinen Esche hat sie graubraune (nicht schwarze) Knospen und trägt im späten Frühjahr auffällige, fedrige, rahmweiße und intensiv duftende Rispenblüten.
Essigbaum (Rhus typhina)
Giftig | Der Essigbaum ist ein stark ausläuferbildender, 3 bis 5 Meter hoher Strauch. Unverwechselbar sind seine dicken, filzig behaarten jungen Zweige, die an Hirschgeweihe erinnern. Die großen, unpaarig gefiederten Blätter verfärben sich im Herbst leuchtend rot. Der säurehaltige Pflanzensaft kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
F – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Faulbaum – Echter (Rhamnus frangula)
Giftig | Der Faulbaum ist ein sommergrüner, zwei bis vier Meter hoher Strauch ohne Dornen. Kratzt man an der Rinde, wird ein unangenehm faulig riechendes Holz sichtbar. Die Blätter sind breit elliptisch und ganzrandig. Die kleinen, kugeligen Beeren reifen von rot nach schwarz und sind giftig.
Felsenbirne – Gewöhnliche (Amelanchier ovalis)
Essbar/essbare Teile | Die Gewöhnliche Felsenbirne wächst als dornenloser, ein bis vier Meter hoher Strauch mit rotbraunen Zweigen. Markant sind die eiförmigen, unterseits anfangs weißfilzig behaarten Blätter und die auffälligen weißen, sternförmigen Blüten. Im Sommer reifen kleine, essbare, apfelartige Scheinfrüchte.
Fichte – Gewöhnliche (Picea abies)
Essbar/essbare Teile | Die Gewöhnliche Fichte ist ein immergrüner, bis zu 40 Meter hoher Nadelbaum mit rotbrauner, schuppiger Borke. Zur Identifikation: Die spitzen, vierkantigen Nadeln sitzen einzeln auf kleinen braunen Rindenhöckern und lassen sich gut rollen. Die langen, braunen Zapfen hängen immer nach unten.
G – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Götterbaum (Ailanthus altissima)
Giftig | Der Götterbaum erreicht Höhen von bis zu 30 Metern und besitzt eine glatte, mit hellen Längsrissen versehene Rinde. Ein eindeutiges Bestimmungsmerkmal sind die bis zu einem Meter langen, unpaarig gefiederten Blätter, die beim Zerreiben einen sehr unangenehmen Geruch verströmen. Rinde und Laub sind schwach giftig.
H – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Hainbuche (Carpinus betulus)
Essbar/essbare Teile | Die Hainbuche wird bis zu 25 Meter hoch. Ein markantes Erkennungsmerkmal ist der spannrückige (muskulös wirkende) Stamm mit einer sehr glatten, silbergrauen Rinde. Die elliptischen Blätter sind deutlich gefaltet und scharf doppelt gesägt. Die Nussfrüchte hängen an auffälligen, dreilappigen Tragblättern.
Hartriegel – Roter (Cornus sanguinea)
Essbar/essbare Teile | Der Rote Hartriegel ist ein sommergrüner, 3 bis 4 Meter hoher Strauch. Das sicherste Bestimmungsmerkmal sind seine jungen Triebe, die sich auf der Sonnenseite intensiv blutrot färben. Die eiförmigen Blätter sind gegenständig angeordnet und weisen charakteristisch zur Blattspitze hin gebogene Adern auf.
Hasel – Gemeine (Corylus avellana)
Essbar/essbare Teile | Die Gemeine Hasel ist ein vielstämmiger, meist fünf bis sechs Meter hoher Strauch. Zur Bestimmung achtet man auf die breiten, rundlichen bis herzförmigen, weich behaarten Blätter mit doppelt gesägtem Rand. Die gelben männlichen Kätzchenblüten erscheinen deutlich vor dem Laubaustrieb im Vorfrühling.
Heckenkirsche – Rote (Lonicera xylosteum)
Giftig | Die Rote Heckenkirsche wird als sommergrüner Strauch 1 bis 2 Meter hoch. Ein Identifikationsmerkmal an älteren Zweigen ist das hohle Mark (hohle Zweige). Die breit-elliptischen, weich behaarten Blätter stehen gegenständig. Die leuchtend roten, paarig stehenden Beeren sind schwach giftig.
Heidelbeere / Blaubeere (Vaccinium myrtillus)
Essbar/essbare Teile | Die Heidelbeere ist ein 10 bis 60 Zentimeter hoher Zwergstrauch. Wichtige morphologische Merkmale sind die scharf kantigen, grünen und kahlen Äste sowie die eiförmigen, hellgrünen, sommergrünen Blätter. Aus kugelig-glockigen Blüten reifen die essbaren, blauschwarzen Beeren, deren Fruchtfleisch stark violett abfärbt.
Holunder – Roter (Sambucus racemosa)
Leicht giftig | Der Rote Holunder ist ein buschiger, bis zu 8 Meter hoher Strauch. Zur Bestimmung schneidet man einen Zweig an: Das innere Mark ist charakteristisch zimtbraun (nicht weiß). Die gelblich-grünen Blüten stehen in eiförmig-kegeligen Rispen und bilden leuchtend rote, roh giftige Steinfrüchte.
Holunder – Schwarzer (Sambucus nigra)
Leicht giftig | Der Schwarze Holunder wächst als Strauch oder kleiner Baum bis zu 11 Meter hoch. Die dicken Zweige weisen ein reinweißes, weiches Mark auf. Charakteristisch sind die raue, rissige Borke, die großen, flachen weißen Blütenschirme und die später tiefschwarzen, roh leicht giftigen Beeren.
Holunder – Zwerg (Sambucus ebulus)
Giftig | Der Zwerg-Holunder (Attich) ist kein echter Strauch, sondern eine bis zu 1,5 Meter hohe krautige Pflanze, die im Winter oberirdisch komplett abstirbt. Die gefiederten Blätter ähneln dem Schwarzen Holunder, doch die Pflanze verströmt einen unangenehmen Geruch und alle Teile sind deutlich giftig.
I – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Nix los bei I 😉
J – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Jungfernrebe – Gewöhnliche (Parthenocissus vitacea)
Leicht giftig | Die Gewöhnliche Jungfernrebe wächst als kletternde Liane. Im Gegensatz zu Arten mit Haftscheiben rankt sie sich mit Ranken an Zäunen und Stützen empor. Ein klares Bestimmungsmerkmal sind die fünffingerig zusammengesetzten Blätter, die sich im Herbst leuchtend karminrot färben. Die blauen Beeren sind giftig.
K – Lexikon – Heimische Bäume und Sträucher bestimmen (essbar & giftig)
Kastanie – Edelkastanie (Castanea sativa)
Essbar/essbare Teile | Die Edelkastanien wachsen als sommergrüne Bäume von 20 bis 35 Metern Höhe. Die Borke ist im Alter markant netzartig tief rissig. Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind die langen, lanzettlichen, grob stachelspitzig gesägten Blätter und die dicht und langstachelig umhüllten, essbaren Nussfrüchte (Maronen).
Kastanie – Gew. Rosskastanie (Aesculus hippocastanum)
Giftig | Die Gewöhnliche Rosskastanie ist ein bis zu 30 Meter hoher Laubbaum. Sie ist unverwechselbar durch ihre extrem großen, handförmig aus fünf bis sieben Fiederblättchen zusammengesetzten Blätter und die stark harzigen Winterknospen. Die stacheligen Kapseln enthalten die bekannten, leicht giftigen, glänzend braunen Samen.
Kiefer – Waldkiefer/Föhre (Pinus sylvestris)
Essbar/essbare Teile | Die Waldkiefer ist ein immergrüner Nadelbaum von bis zu 48 Metern Höhe. Eindeutiges Merkmal zur Identifikation ist die fuchsrote, plattig abblätternde Borke im oberen Stammbereich (Spiegelrinde). Die bläulich- bis graugrünen Nadeln sind leicht verdreht und sitzen stets paarweise an Kurztrieben.
Kirsche – Gew. Traubenkirsche (Prunus padus)
Essbar/essbare Teile | Die Gewöhnliche Traubenkirsche wächst als bis zu 15 Meter hoher Baum oder Strauch. Die dunkelgraue Rinde riecht bei Verletzung sehr unangenehm. Markant sind die dunkelgrünen, fein gesägten Blätter und die auffälligen, hängenden, traubigen Blütenstände aus weißen Blüten, denen kleine, schwarze Steinfrüchte folgen.
Kirsche – Vogelkirsche (Prunus avium)
Essbar/essbare Teile | Die Vogelkirsche wird bis zu 30 Meter hoch. Ein absolut sicheres Bestimmungsmerkmal ist die rötlich-braune, oft horizontal ringelförmig aufreißende Rinde (Glanzborke) junger Stämme. Die eiförmigen, gesägten Blätter besitzen am oberen Ende des Blattstiels stets zwei markante, rötliche Nektardrüsen.
Kirschpflaume (Prunus cerasifera)
Essbar/essbare Teile | Die Kirschpflaume wächst als 5 bis 8 Meter hoher Baum oder Strauch, oft mit dornigen Zweigen. Ein wichtiges morphologisches Bestimmungsmerkmal: Die Pflanze blüht sehr früh im Jahr oft reinweiß, noch bevor oder während die grünen bis roten Blätter austreiben. Sie bildet kugelige Steinfrüchte.
Kornelkirsche (Cornus mas)
Essbar/essbare Teile | Die Kornelkirsche ist ein stark verzweigter Großstrauch von vier bis acht Metern Höhe. Zur Identifizierung: Bevor die eiförmigen, gegenständigen Blätter mit den typisch bogenförmigen Blattadern austreiben, hüllt sich der Strauch im zeitigen Frühjahr in unzählige kleine, kugelige, leuchtend gelbe Blütendolden.
Kreuzdorn – Purgier-Kreuzdorn (Rhamnus cathartica)
Giftig | Der Purgier-Kreuzdorn wächst als sparrig verzweigter Strauch oder Baum mit Wuchshöhen bis zu sechs Metern. Typische Erkennungsmerkmale sind die Kurztriebe, die in scharfen Dornen enden, und die fast gegenständig angeordneten, elliptischen Blätter mit bogigen Seitennerven. Die schwarzen Beeren sind stark abführend und giftig.
Die Kunst der Baumbestimmung: Ein Leitfaden für Naturfreunde
Die Bestimmung von Bäumen ist eine faszinierende Fertigkeit, die unseren Blick für die Details der Natur schärft. Bäume sind weit mehr als Schattenspender; sie sind komplexe Lebewesen und die tragenden Säulen unserer Ökosysteme. Um eine Baumart sicher zu identifizieren, reicht oft ein einzelnes Merkmal nicht aus – erst das Zusammenspiel verschiedener botanischer Indizien führt zum Ziel. Hier sind die wichtigsten Prüfsteine für deine Bestimmung:
1. Die Blätter – Form und Anordnung: Blätter sind meist der erste Anhaltspunkt. Achte nicht nur auf die äußere Form (herzförmig, eiförmig, gelappt), sondern auch auf den Blattrand (gezähnt, gesägt, glatt). Ein entscheidendes Merkmal ist die Blattstellung: Wachsen die Blätter paarweise gegenüberliegend (gegenständig) oder versetzt (wechselständig)? Unterscheide zudem zwischen einfachen Blättern und zusammengesetzten Blättern (z. B. bei der Esche oder Kastanie). (Zur Blattbestimmung)
2. Die Rinde (Borke) – Das Gesicht des Stammes: Während junge Bäume oft eine glatte Rinde haben, entwickeln ältere Exemplare eine charakteristische Borke. Achte auf die Farbe (weiß bei der Birke, silbrig-grau bei der Buche) und die Struktur (tief rissig, schuppig oder abblätternd wie bei der Platane). Die Rinde ist besonders im Winter ein unverzichtbares Bestimmungsmerkmal.
3. Früchte und Samen – Die nächste Generation: Früchte sind oft unverwechselbare Visitenkarten eines Baumes. Ob geflügelte Ahorn-Samen, Bucheckern in ihren stacheligen Hüllen oder die Zapfen der Nadelgehölze – ihre Form verrät fast immer die Zugehörigkeit zur Gattung. (Zur Früchtebestimmung)
4. Zweige und Knospen – Bestimmung im Winterzustand: Wenn die Blätter fehlen, schlägt die Stunde der Knospenkunde. Form, Farbe, Behaarung und die Stellung der Knospen am Zweig sind hochspezifisch. Sind sie klebrig (Rosskastanie), schwarz (Esche) oder lang und spindelförmig (Rotbuche)? Die Knospen enthalten bereits den gesamten Austrieb des nächsten Frühlings in Miniaturform. (Zur Knospenbestimmung)
5. Der Standort und die Wuchsform: Betrachte den Baum als Ganzes. Wächst er eher säulenförmig, breit ausladend oder hängend? Bevorzugt er feuchte Bachläufe (Erle, Weide) oder kommt er gut mit trockenen, sandigen Böden zurecht (Kiefer, Birke)? Auch die Umgebung liefert wertvolle Hinweise.
Bei der Bestimmung ist Geduld und Aufmerksamkeit gefragt. Ein kleiner Tipp aus der Praxis: Mache Fotos von der Rinde, einem Zweig mit Blättern/Knospen und der gesamten Silhouette des Baumes. So kannst du deine Beobachtungen später in Ruhe mit Bestimmungshilfen oder diesem Online-Lexikon abgleichen.
Abschließend sei darauf hingewiesen, dass die Baumbestimmung eine fortlaufende Lernreise ist. Mit jedem Baum, den du sicher benennen kannst, wächst dein Verständnis für die grünen Riesen um dich herum. Bleib neugierig! Ich wünsche dir viel Freude an und in der Natur – Ronald
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Lexikon der heimischen Bäume & Sträucher – Übersicht L-Z
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