Wildpflanzen Online-Lexikon – Glossar A-Z
Was heißt/bedeutet eigentlich …? Alphabetisches Wörterverzeichnis (mit Erklärungen)
Auch wenn ich mich bemüht habe, eine „entwissenschaftlichte Sprache“ für das Lexikon zu finden, geht es am Ende doch nicht ganz ohne Fachbegriffe. Aber das macht ja nichts – man kann sie schließlich erklären :-). Genau hierfür ist der Bereich „Glossar A-Z“ gedacht. Hier findest du in alphabetischer Reihenfolge Begriffserklärungen aus den Bereichen Botanik, Ernährung (Pflanzeninhaltsstoffe) und Medizin (Wirkstoffe).
👉 Bitte beachte: Ich bin selbst „nur“ ein interessierter Laie. Mein Bestreben ist es immer, fachlich passende Inhalte zu finden und diese – oft vereinfacht – zu präsentieren. Ein wissenschaftlicher Profi wird wohl beim Lesen der Inhalte manchmal ein Lächeln im Gesicht haben, aber hoffentlich nie eine Gänsehaut bekommen :-).
A – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Achillein
Achillein ist ein Pflanzeninhaltsstoff aus der Stoffgruppe der Pyrrolidin-Alkaloide und besitzt entzündungshemmende Eigenschaften. Es wurde erstmals im Heil-Ziest (Stachys officinalis – auch Betonie genannt) gefunden, was zur Bezeichnung „Betonicin“ führte. Achillein ist zudem in verschiedenen Arten der Schafgarben (Achillea) sowie in der Strandbohne enthalten.
Allantoin
Allantoin ist ein Wirkstoff, der in vielen heimischen Pflanzen vorkommt, besonders konzentriert im Beinwell. Auch in der Schwarzwurzel, in Weizen- und Sojakeimlingen, Reis, Blumenkohl und der Rosskastanie lässt er sich finden. In der Kosmetik wird Allantoin vielfältig eingesetzt, etwa in Hautcremes, Sonnenschutz oder Zahnpasta. Es beschleunigt den Zellaufbau sowie die Regeneration und beruhigt die Haut. Es unterstützt die Heilung schwer heilender Wunden, besitzt jedoch selbst keine antiseptischen Eigenschaften.
Alkaloide
Ursprünglich war Alkaloid eine allgemeine Bezeichnung für aus Pflanzen isolierte basische Stoffe. Später wurde die Definition erweitert, da diese Stoffe auch in Pilzen oder Tieren gefunden wurden. Allen Alkaloiden ist gemein, dass sie eine charakteristische Wirkung auf den tierischen und menschlichen Organismus ausüben. Die meisten sind giftig und schmecken bitter. Pflanzen nutzen sie häufig als Schutz vor Fressfeinden.
Aminosäuren / essenzielle Aminosäuren
Essenzielle Aminosäuren sind lebensnotwendige Bausteine, die ein Organismus nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung aufnehmen muss. Während Menschen auf diese Zufuhr angewiesen sind, können Pflanzen in der Regel alle benötigten Aminosäuren selbst aufbauen. Da alle essenziellen Aminosäuren in der Pflanzenwelt vorkommen, ermöglicht eine geschickte Kombination pflanzlicher Produkte eine vollständige Versorgung.
Äpfelsäure
Die Äpfelsäure ist für den sauren Geschmack vieler Früchte verantwortlich. Während der Reife nimmt ihr Gehalt ab, während der Zuckergehalt ansteigt. Dieser Effekt ist für die Fortpflanzung der Pflanzen von Bedeutung: Der hohe Säuregehalt in unreifen Früchten verhindert, dass Tiere diese vorzeitig fressen und die noch nicht entwickelten Samen verteilen.
Archäophyten
Als Archäophyten bezeichnet man Pflanzenarten, die vor der Entdeckung Amerikas (1492) durch menschlichen Einfluss in ein neues Gebiet eingeführt wurden und sich dort dauerhaft etabliert haben. Pflanzen, die nach 1492 (dem Beginn des weltweiten Austauschs) eingeführt wurden, nennt man hingegen Neophyten.
B – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Bitterstoffe
Als Bitterstoffe werden alle chemischen Verbindungen bezeichnet, die einen bitteren Geschmack aufweisen. Sie bilden keine chemisch einheitliche Gruppe, sondern zeichnen sich primär durch ihr Geschmacksprofil aus. Bitterstoffe steigern die Magen- und Gallensaftsekretion und wirken dadurch appetitanregend sowie verdauungsfördernd. Natürliche Bitterstoffe kommen in zahlreichen Pflanzen vor, die häufig auch als Heilpflanzen genutzt werden, wie zum Beispiel: Gänseblümchen, Hopfen, Löwenzahn, Schafgarbe, die Weide (Salicin) oder Wermut.
C – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Calcium
Calcium ist ein Mengenelement (Definition: Element mit mehr als 50 mg pro kg Körpergewicht) und gehört damit nicht zu den Spurenelementen. Mit einem Körperbestand von 1 bis 1,1 kg ist Calcium der mengenmäßig am stärksten vertretene Mineralstoff im menschlichen Organismus. 99 % des im Körper vorkommenden Calciums befinden sich in Knochen und Zähnen. Bei einem Mangel kann ein Teil davon aus den Knochen gelöst und für andere Aufgaben im Stoffwechsel zur Verfügung gestellt werden.
Carotine / Betacarotin
Carotine (von lateinisch carota: „Karotte“) sind zu den Carotinoiden gehörige Naturfarbstoffe, die in vielen Pflanzen vorkommen – besonders in farbigen Früchten, Wurzeln und Blättern. Sie zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Über die Nahrung nimmt der Mensch vor allem α- und β-Carotin sowie Lycopin auf. Die Funktionen im menschlichen Körper werden stetig weiter erforscht; während einige spezifische Heilversprechen (wie etwa eine generelle Krebsprophylaxe) heute differenzierter betrachtet werden, gilt ihre zellschützende Wirkung als Antioxidantien als gesichert.
Citronensäure
Citronensäure ist eine der im Pflanzenreich am weitesten verbreiteten Säuren und tritt als Stoffwechselprodukt in nahezu allen Organismen auf. Zitronensaft enthält beispielsweise 5–7 % Citronensäure. Sie kommt aber auch in Äpfeln, Birnen, Sauerkirschen, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren, in Nadelhölzern, Pilzen und sogar in der Milch vor. In geringen Mengen fördert sie indirekt das Knochenwachstum, da sie die Aufnahme von Calcium begünstigt.
Cumarin → siehe Hydroxycumarine
D – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Diaspore
Diaspore ist der botanische Sammelbegriff für alle Einheiten, die der Ausbreitung von Pflanzen oder Pilzen dienen. Dazu gehören beispielsweise Samen, Teilfrüchte, Früchte und Fruchtstände, aber auch Sporen, Brutknospen (Bulbillen) oder sonstige vegetative Brutkörper.
E – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Eisen
Das Element Eisen ist ein wichtiges Spurenelement im menschlichen Körper, kann jedoch bei Überdosierung auch schädlich wirken. Der Sauerstofftransport, die Sauerstoffaufnahme sowie wichtige Zellfunktionen wie der Energiestoffwechsel sind von einem ausreichenden Eisenangebot abhängig. Der Körper eines Erwachsenen enthält durchschnittlich 4 bis 5 g Eisen.
Eiweiß → siehe Protein
Elaiosom
Als Elaiosom bezeichnet man das fettreiche Anhängsel von Diasporen (Samen). Es wird von Pflanzen ausgebildet, deren Samen durch Tiere – meist Ameisen (Myrmekochorie) oder seltener Vögel (Ornithochorie) – verbreitet werden. Die Tiere nutzen das Elaiosom als Nahrung und sorgen so für die Ausbreitung der Samen.
Emodin
Emodin ist ein orangefarbener Naturfarbstoff. Er kommt unter anderem in Rhabarber, im Faulbaum (Kreuzdorn), im Sauerampfer und in der Aloe vor. Emodin besitzt eine stark abführende Wirkung.
F – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Feldrain (Landschaft) → siehe Rain/Raine
Fettsäuren / Ungesättigte Fettsäuren
Einige ungesättigte Fettsäuren sind für den Menschen essenziell, da sie vom Körper nicht selbst hergestellt (synthetisiert) werden können. Dazu zählen vor allem die Omega-n-Fettsäuren. Günstige Verhältnisse von mehrfach ungesättigten zu gesättigten Fettsäuren finden sich vor allem in Pflanzenfetten wie Distelöl, Hanföl, Sonnenblumenöl oder Rapsöl. Ausnahmen bilden Kokos- und Palmkernfett, die überwiegend aus gesättigten Fettsäuren bestehen.
Fettwiese
Unter einer Fettwiese (auch Intensivgrünland) versteht man eine durch Düngung nährstoffreiche Wiese. Ohne landwirtschaftliche Nutzung (Schnitt oder Beweidung) würden diese Ökosysteme verschwinden. Während traditionelle Fettwiesen zur Heugewinnung zwei- bis dreimal jährlich gemäht wurden, findet heute oft eine intensive Nutzung mit bis zu sechs Schnitten statt. Je intensiver die Nutzung, desto geringer fällt die Artenvielfalt der Wiese aus.
Flavonoide
Flavonoide sind eine Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe, zu denen ein Großteil der Blütenfarbstoffe gehört. Sie sind universell in der Pflanzenwelt verbreitet und somit fester Bestandteil unserer Nahrung. Ihnen werden besonders antioxidative und gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben. Viele flavonoidhaltige Pflanzen finden daher in der Medizin Verwendung.
Fruchtsäuren
Fruchtsäuren ist ein Sammelbegriff für organische Säuren, die überwiegend in Früchten vorkommen. Zusammen mit dem Fruchtzucker bestimmen sie maßgeblich den Geschmack des Obstes. Zu den bekanntesten Vertretern gehören die Äpfelsäure und die Citronensäure.
Frühjahrsblüher
Frühblüher (oder Frühlingsgeophyten) sind Pflanzen, die besonders in Laubwäldern sehr zeitig im Jahr blühen. Sie nutzen das kurze Zeitfenster im Frühjahr, in dem Licht und Wärme ungehindert den Waldboden erreichen, bevor sich das Blätterdach der Bäume schließt („Kronenschluss“). Sobald die Bäume ihr Laub voll entfaltet haben, beenden diese Pflanzen ihre oberirdische Phase und „ziehen ein“, um in ihren Speicherorganen (Zwiebeln, Knollen) bis zum nächsten Jahr zu überdauern.
G – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Geophyt / Geophyten
Geophyten sind Pflanzen, die ungünstige Jahreszeiten (wie Winter oder Trockenperioden) unter der Erde überdauern. Je nach Art des Speicherorgans unterscheidet man zwischen Zwiebel-, Knollen- oder Rhizom-Geophyten.
Gerbstoffe
Pflanzliche Gerbstoffe (sogenannte Tannine) besitzen vielfältige heilsame Wirkungen. In der Medizin werden sie vor allem wegen ihrer zusammenziehenden (adstringierenden) Eigenschaft geschätzt: Sie verdichten die Oberfläche von Gewebe oder Schleimhäuten und bilden so eine schützende Membran. Dies entzieht Bakterien und Pilzen den Nährboden und erschwert ihr Eindringen ins Gewebe (antimikrobielle Wirkung). Gerbstoffe wirken zudem blutstillend, entzündungshemmend und vermindern die Wundsekretion. In der lebenden Pflanze dienen sie primär als Schutz vor Fressfeinden und Fäulnis.
Glycoside (Glykoside)
Glycoside sind in der Natur weit verbreitete Verbindungen mit einer großen Bandbreite an biologischen Funktionen. Viele von ihnen zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Die Synthese von Glycosiden ermöglicht es der Pflanze unter anderem, potenziell toxische Stoffe in einer ungiftigen, stabilen Form zu speichern. Erst bei Bedarf (z. B. durch Verletzung der Pflanze) wird der Wirkstoff freigesetzt. In ihrer medizinischen Wirkung und Toxikologie sind Glycoside extrem vielfältig – sie reichen von harmlos bis hochgiftig (z. B. Herzglycoside).
Glucosinolate → siehe Senfölglycoside
H – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Harze
Harze sind zähflüssige bis feste Ausscheidungsprodukte von Pflanzen (meist Bäumen), die nach einer Verletzung der Pflanzenorgane austreten. Das Harz sammelt sich in den sogenannten „Harzgängen“ einer Pflanze an und dient primär dem Wundverschluss sowie der Abwehr von Schädlingen.
Heide / Heiden (Landschaft)
Heide bezeichnet einen Landschaftstyp, der durch Sträucher oder Zwergsträucher mit immergrünem, hartem Laub (wie etwa Heidekrautgewächse) geprägt ist. Die meisten Heiden Mitteleuropas entstanden historisch durch intensive Beweidung. Dabei wurden ursprüngliche Wälder durch den Verbiss des Viehs in offene, weitgehend baumfreie Flächen umgewandelt.
Helenalin
Helenalin ist ein natürlicher Entzündungshemmer mit Antitumor-Wirkung, der vor allem in der Arnika und anderen Korbblütlern vorkommt. Es unterdrückt bestimmte Immunabwehrprozesse, ist jedoch hochgradig giftig und sollte daher mit Vorsicht behandelt werden.
Hemikryptophyt
Hemikryptophyten (von griech. hemi „halb“, kryptos „verborgen“ und phyton „Pflanze“) sind Pflanzen, deren Überdauerungsknospen direkt an der Erdoberfläche liegen. Als Witterungsschutz dienen ihnen im Winter meist herabgefallenes Laub, eine Schneedecke oder die Erde selbst.
Hochblatt
Als Hochblätter bezeichnet man Blätter, die oberhalb der normalen Laubblätter stehen und von diesen in Form und Farbe abweichen. Oft sind sie reduziert, können aber auch auffällig gefärbt sein (wie beim Weihnachtsstern), um Insekten anzulocken. Auch die Blätter der Blütenhülle sind im botanischen Sinne eine Sonderform von Hochblättern.
Hüllblatt oder Involucralblatt
Hüllblätter sind spezielle Hochblätter, die meist zu mehreren einen Blütenstand (wie einen Korb oder eine Dolde) umgeben. Die Gesamtheit dieser Blätter nennt man Involucrum. Seltener umgeben sie Einzelblüten, wie beim Leberblümchen. Bilden sie eine Hülle direkt unter dem Kelch, spricht man von einem Außenkelch.
Hydroxycumarine (Cumarin / Kumarin)
Cumarin ist ein aromatischer sekundärer Pflanzenstoff mit einem charakteristischen, angenehm würzigen Geruch (nach frisch gemähtem Heu). Er kommt unter anderem im Gelben Steinklee und im Waldmeister vor. Während es als Duftstoff geschätzt wird, ist es in größeren Mengen gesundheitsschädlich. In der Küche wird es traditionell (etwa in der Maibowle) zum Aromatisieren genutzt.
I – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Inosit / Inositol
Inosit (veraltet: „Muskelzucker“) ist ein sechswertiger cyclischer Alkohol mit süßlichem Geschmack. Er wurde früher den B-Vitaminen zugeordnet, was heute jedoch als wissenschaftlich umstritten gilt. Gemeinsam mit Cholin bildet Inositol den Mikronährstoff Lecithin. Im Körper ist Inositol an der Verarbeitung von Cholesterin und Fett beteiligt und scheint zudem einen positiven Einfluss auf das Nervensystem sowie die Gesundheit der Haare zu haben.
Inulin
Inulin ist ein Reservestoff, den viele Pflanzen – insbesondere Korbblütler wie Topinambur, Chicorée oder Löwenzahn, aber auch Doldenblütler wie die Pastinake – in ihren Wurzeln und Knollen einlagern. Da Inulin den Blutzuckerspiegel nicht beeinflusst, dient es in der Diabetiker-Küche oft als Stärkeersatz. Der Mensch kann Inulin im Dünndarm nicht verdauen; es gelangt in den Enddarm, wo es nützlichen Darmbakterien als Nahrung dient (präbiotische Wirkung).
Iod (alte Schreibweise: Jod)
Iod ist ein lebensnotwendiger Mineralstoff aus der Gruppe der Spurenelemente. Es ist ein zentraler Bestandteil der Schilddrüsenhormone, welche wiederum das Gewebewachstum, die Zelldifferenzierung sowie den Stoffwechsel von Fetten, Kohlenhydraten und Eiweißen steuern.
Iridoide
Iridoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die der Abwehr von Fressfeinden dienen. Sie zeichnen sich durch einen außergewöhnlich bitteren Geschmack aus, der Insekten und Wirbeltiere vom Fressen abhält. Zudem entfalten sie eine antimikrobielle Wirkung und schützen die Pflanze so vor dem Befall durch Bakterien und Pilze. In der Natur wurden bisher über 2.500 verschiedene Iridoide in mehr als 50 Pflanzenfamilien nachgewiesen.
J – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Nix los bei J 😉
K – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Kampfer / Campher
Campher (auch Kampfer) kommt natürlich in verschiedenen Gewächsen vor, wird heute aber oft synthetisch hergestellt. Er wirkt durchblutungs- und kreislauffördernd und kann Blähungen lindern. Allerdings ist er in höherer Dosierung toxisch und psychoaktiv. Aufgrund seiner starken Wirkung (Gefahr von Atemnot/Stimmritzenkrampf) darf Kampfer bei Säuglingen und Kleinkindern auf keinen Fall angewendet werden.
Keimung
Als Keimung bezeichnet man in der Botanik den Beginn der Entwicklung (Ontogenese) eines Samens. Der Begriff umfasst zudem das Austreiben von Überdauerungsorganen wie Rhizomen, Knollen, Zwiebeln und Brutknospen sowie die Entwicklung von Pollen und Sporen.
Knospung
Die Knospung (auch Sprossung oder Gemmatio) ist eine Form der ungeschlechtlichen (vegetativen) Vermehrung. Dabei wächst ein neuer Organismus aus einer Ausstülpung des Mutterorganismus heran. Sie tritt sowohl bei Einzellern (z. B. Hefen) als auch bei mehrzelligen Pflanzen und niederen Tieren auf.
Kumarin → siehe Hydroxycumarine
L – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Lektine
Lektine sind komplexe Proteine, die verschiedene Stoffwechselvorgänge beeinflussen können – darunter die Zellteilung und das Immunsystem. Eine ihrer bekanntesten Eigenschaften ist die Fähigkeit, Zellen zu verklumpen (Agglutination); betrifft dies rote Blutkörperchen, spricht man von Hämagglutination. Da Lektine in vielen Pflanzen vorkommen, nimmt der Mensch sie regelmäßig über die Nahrung auf. Einige Vertreter sind im rohen Zustand für Mensch und Tier giftig (z. B. in Gartenbohnen). Sie werden jedoch durch ausreichendes Kochen zerstört (denaturiert) und somit unschädlich gemacht.
M – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Magerrasen
Als Magerrasen werden verschiedene Typen von extensiv genutztem Grünland an besonders nährstoffarmen („mageren“) Standorten zusammengefasst. Ihnen allen ist die Armut an Nährstoffen, vor allem an Stickstoff, gemein. Da Böden an „mittleren“ Standorten durch landwirtschaftliche Düngung meist verändert wurden, finden sich Magerrasen heute fast nur noch auf extremen Böden. Besonders blütenreich sind sie auf kalkreichen Böden (Kalktrockenrasen). Auf sauren Böden kommen sie oft auf Sand vor (Sandtrockenrasen), häufig verzahnt mit Heidelandschaften. Auch Almwiesen und alpine Matten zählen in der Regel zu den Magerrasen.
Magnesium
Magnesium gehört zu den essenziellen Stoffen und ist für alle Organismen unentbehrlich. Im Blattgrün der Pflanzen, dem Chlorophyll, bildet Magnesium das Zentralatom. Fehlt es, kann die Pflanze kein Blattgrün mehr bilden, was zu Aufhellungen der Blätter (Chlorosen) führt. Auch dem menschlichen Körper muss Magnesium täglich in ausreichender Menge zugeführt werden. Es kommt in vielen Lebensmitteln vor, insbesondere in Vollkornprodukten.
Mangan
Mangan ist ein für alle Lebewesen essenzielles Spurenelement und Bestandteil verschiedener Enzyme. Der Mensch nimmt es über den Dünndarm auf; gespeichert wird es vor allem in Leber, Knochen, Nieren und der Bauchspeicheldrüse. Der menschliche Körper enthält etwa 10 bis 40 mg Mangan, der tägliche Bedarf liegt bei ca. 1 mg. Besonders manganreich sind schwarzer Tee, Weizenkeime, Haselnüsse, Haferflocken, Sojabohnen, Leinsamen, Heidelbeeren, Aroniabeeren und Roggenvollkornbrot.
Mineralstoffe
Mineralstoffe (im Alltag oft irreführend „Minerale“ genannt) sind lebensnotwendige anorganische Nährstoffe. Da der Organismus sie nicht selbst herstellen kann, müssen sie über die Nahrung zugeführt werden. Man unterteilt sie meist in Mengenelemente (wie Calcium, Magnesium) und Spurenelemente (wie Eisen, Jod, Mangan). Pflanzen, Pilze und Bakterien haben teilweise einen abweichenden Bedarf an Mineralstoffen im Vergleich zu Tieren und Menschen.
N – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Neophyten
Als Neophyten (von griech. neos „neu“ und phyton „Pflanze“) bezeichnet man Pflanzenarten, die sich nach dem Jahr 1492 (der Entdeckung Amerikas) in einem Gebiet etabliert haben, in dem sie zuvor nicht heimisch waren. Dies geschah meist durch direkten oder indirekten menschlichen Einfluss (z. B. als Gartenflüchtlinge oder durch den globalen Warenverkehr). Pflanzen, die bereits vor 1492 eingeführt wurden, nennt man hingegen Archäophyten. Verdrängen Neophyten die heimische Flora aggressiv, spricht man von „invasiven Neophyten“ (wie z. B. dem Riesen-Bärenklau oder dem Drüsigen Springkraut).
O – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Ochrea
Die Ochrea (auch Tute oder Blattstiefel) ist eine meist häutige Röhre, die durch die Verwachsung von Nebenblättern entsteht und die Basis des Stängels umschließt. Sie ist ein typisches Erkennungsmerkmal der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae).
Öle – Ätherische Öle
Ätherische Öle sind leicht flüchtige Stoffgemische aus Pflanzen, die einen starken, charakteristischen Geruch aufweisen. Sie bestehen größtenteils aus Terpenen (Beispiele: Zitronenöl, Rosenöl, Minzöl). Im Gegensatz zu fetten Ölen verdunsten ätherische Öle rückstandslos („Fleckenprobe“ auf Papier).
Öle – Fette Öle
Fette Öle sind Fette, die bei Raumtemperatur flüssig sind. Chemisch gesehen handelt es sich um Triglyceride. Ihr flüssiger Zustand (niedriger Schmelzpunkt) entsteht durch einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Viele pflanzliche Öle (wie Lein-, Sonnenblumen- oder Olivenöl) dienen als Nahrungsmittel und werden daher als Speiseöle bezeichnet.
Oxalsäure
Oxalsäure ist in höherer Konzentration gesundheitsschädlich („entzieht dem Körper Calcium“), kommt aber auch natürlich in vielen Lebensmitteln vor. Bekannte Quellen sind Rhabarber, Spinat, Mangold, Kakao, Tee sowie Wildkräuter wie Sauerampfer und Waldsauerklee. In Pflanzenzellen liegt sie oft als mikroskopisch kleines Kristall (Calciumoxalat) vor. Da Oxalsäure zudem die Aufnahme (Resorption) von Eisen im Darm hemmt, sollte man bei Eisenmangel stark oxalsäurehaltige Lebensmittel meiden oder nicht gleichzeitig mit eisenreichen Speisen verzehren.
P – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Pappus (Flugschirmchen)
Der Pappus ist meist ein Haarkranz (seltener ein häutiger Saum) auf den Früchten von Vertretern der Korbblütler (Asteraceae). Auch bei den Baldrianen, wie z. B. dem Echten Baldrian, wandelt sich der Kelch während der Fruchtreife in einen solchen Pappus um. Er ist meist weiß oder bräunlich und dient dazu, die Samen durch den Wind über weite Strecken zu verbreiten (Schirmflieger).
Pektine
Pektine sind pflanzliche Polysaccharide, die in allen höheren Landpflanzen vorkommen. Sie finden sich in den Zellwänden und Mittellamellen, wo sie eine festigende und wasserregulierende Funktion übernehmen. Besonders reich an Pektin sind feste Pflanzenteile wie Zitrusschalen oder die Fruchtböden von Sonnenblumen; weiche Früchte wie Erdbeeren enthalten hingegen weniger Pektin. Aufgrund ihrer Fähigkeit, Gele zu bilden (Geliermittel), sind sie in der Lebensmittelindustrie, Pharmazie und Kosmetik unverzichtbar.
Perigonblatt
Als Perigonblatt (oder Tepalum) bezeichnet man ein Blatt der Blütenhülle, wenn diese nicht deutlich in Kelch und Krone gegliedert ist (wie z. B. bei Tulpen oder Lilien). Diese gleichförmig gestaltete Blütenhülle wird als Perigon oder einfaches Perianth bezeichnet.
Phytoöstrogene
Phytoöstrogene (auch Phytoestrogene) sind sekundäre Pflanzenstoffe, die strukturelle Ähnlichkeit mit körpereigenen Östrogenen aufweisen. In der Natur dient ihre Produktion oft der Abwehr: Fressfeinde (wie Schafe oder Vögel) werden durch die hormonelle Wirkung in ihrer Fruchtbarkeit eingeschränkt, was die Population der Fresser reguliert. Die gesundheitliche Bedeutung für den Menschen wird kontrovers diskutiert: Während man ihnen positive Effekte auf Wechseljahresbeschwerden und Lebenserwartung nachsagt, gibt es auch Hinweise auf negative Wirkungen bei übermäßigem Verzehr isolierter Präparate.
Protein (Eiweiß)
Ein Protein (umgangssprachlich Eiweiß) ist ein biologisches Makromolekül, das aus Aminosäuren aufgebaut ist. Proteine übernehmen im menschlichen Körper zentrale Aufgaben: Sie sind Baustoff für Zellen und Gewebe, ermöglichen Muskelbewegungen und sind essenziell für die Wundheilung und das Immunsystem. Sie können sowohl aus tierischen als auch aus pflanzlichen Quellen aufgenommen werden.
Pyrrolizidinalkaloide (PAs)
Pyrrolizidinalkaloide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die weltweit in über 6.000 Arten vorkommen (bekannte Vertreter: Jakobskreuzkraut, Borretsch, Beinwell). Sie dienen der Pflanze als Schutz vor Fraßfeinden. Für Mensch und Tier stellen sie ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar. Das Tückische: Die Stoffe selbst sind oft nicht direkt toxisch, sondern werden erst durch den Stoffwechsel in der Leber zu giftigen Abbauprodukten umgewandelt, die das Lebergewebe schädigen können.
Q – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Nix los bei Q 😉
R – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Rain / Raine, Feldrain (Landschaft)
Feldrain ist ein alter Begriff für den Randstreifen eines Feldes (Flurgrenze) oder den Übergang zwischen einer Feldterrasse zur nächsten (Stufenrain). Ein Rain ist meist ein grasbewachsener Grenzstreifen zwischen zwei Äckern. Früher wurden diese Flächen per Hand gemäht oder vom Vieh abgehütet. Heute sind sie oft mit Hecken und Büschen bewachsen, was den Boden vor Erosion schützt. Zudem stellen sie einen unverzichtbaren Lebensraum und Rückzugsort für Vögel, Insekten und andere Kleinlebewesen dar.
Resveratrol
Resveratrol ist ein sekundärer Pflanzenstoff, der in verschiedenen Pflanzen vorkommt – vor allem in Weintrauben, Himbeeren, Maulbeeren, Pflaumen, Erdnüssen und in besonders hoher Konzentration im Japanischen Staudenknöterich. In der Natur fungiert es als Phytoalexin, das die Pflanze bei feuchtem Wetter vor Parasiten und Pilzinfektionen schützt. Medizinisch ist der Stoff sehr interessant: Laborstudien zeigen Hinweise auf eine mögliche Wirksamkeit gegen Krebszellen sowie positive Effekte bei Arteriosklerose, Alzheimer und Entzündungen (Arthritis). Die Übertragbarkeit dieser Ergebnisse auf den Menschen wird aktuell noch intensiv erforscht.
Riboflavin (Vitamin B2)
Riboflavin (früher auch Vitamin G oder Lactoflavin genannt) gehört zum Vitamin-B-Komplex und ist umgangssprachlich als „Wachstumsvitamin“ bekannt. Es nimmt eine zentrale Rolle im menschlichen Stoffwechsel ein. In der Nahrung kann es in freier oder an Eiweiß gebundener Form vorliegen. Gute Quellen sind Milch und Milchprodukte, Eier, Fisch und Muskelfleisch, aber auch Gemüse wie Brokkoli, Spargel, Spinat sowie Vollkornprodukte.
S – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Saponine
Saponine zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Ihren Namen verdanken sie der Eigenschaft, beim Schütteln mit Wasser oft einen seifenartigen Schaum zu bilden (lat. sapo = Seife). Sie sind in höheren Pflanzen weit verbreitet, besonders in nährstoffreichem Gewebe wie Wurzeln, Knollen, Blättern und Samen. Bisher wurden Saponine in über 90 Pflanzenfamilien nachgewiesen, darunter auch in vielen Gemüsesorten. Den Pflanzen dienen sie wahrscheinlich als Abwehrstoffe (Defensivstoffe) gegen Pilzbefall und Insektenfraß.
Schleimstoffe
Man unterscheidet zwischen tierischen und pflanzlichen sowie zwischen wasserlöslichen und wasserunlöslichen Schleimstoffen. Wasserlösliche Schleimstoffe haben lokal eine erweichende, reizlindernde und einhüllende Wirkung auf die Schleimhäute (z. B. bei Husten). Wasserunlösliche Schleimstoffe wirken vor allem im Magen-Darm-Trakt: Sie quellen auf, steigern das Darmvolumen und regulieren so die Verdauung. Zudem können Schleimstoffe Giftstoffe binden, Entzündungen hemmen und den Blutzuckeranstieg verlangsamen.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Sekundäre Pflanzenstoffe sind chemische Verbindungen, die für das unmittelbare Überleben der Pflanze (wie Wachstum oder Photosynthese) nicht zwingend notwendig sind. Sie werden nur in speziellen Zelltypen hergestellt. Dennoch haben sie einen hohen ökologischen Stellenwert: Sie dienen als Lockstoffe für Bestäuber oder als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde und Krankheiten. Für den Menschen sind viele dieser Stoffe als Arznei- oder Gesundheitsmittel von großer Bedeutung.
Senfölglycoside (Glucosinolate)
Senfölglycoside sind schwefel- und stickstoffhaltige Verbindungen, die für den scharfen und leicht bitteren Geschmack von Pflanzen wie Rettich, Meerrettich, Senf, Kresse und diversen Kohlsorten verantwortlich sind. Die daraus freigesetzten Senföle (z. B. Allylsenföl) wirken stark antibakteriell und werden therapeutisch oft als durchblutungsfördernde Hautreizmittel (etwa in Senfpflastern) eingesetzt.
Sesquiterpenlactone
Sesquiterpenlactone gehören zu einer großen Gruppe von über 4.000 bekannten chemischen Verbindungen. Sie kommen als sekundäre Inhaltsstoffe vor allem in der Familie der Korbblütler (Asteraceae) vor. Dort fungieren sie primär als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde, was sich oft durch ihren ausgeprägt bitteren Geschmack bemerkbar macht (Beispiel: Löwenzahn, Chicorée).
Sorbit
Sorbit (Sorbitol, auch Glucitol) ist ein Zuckeralkohol, der oft als Zuckeraustauschstoff (E 420) verwendet wird. Er kommt natürlich in einigen Früchten vor, seinen Namen hat er von der Eberesche (lat. Sorbus aucuparia), aber auch in Pflaumen, Äpfeln und Birnen ist er zu finden. Industriell genutztes Sorbit wird heute meist technisch aus Mais- oder Weizenstärke gewonnen.
Stärke
Stärke ist der wichtigste Energiespeicher für Landpflanzen und Grünalgen. Der biologische Vorteil der Stärkebildung liegt darin, dass Glukose (Zucker) in einer wasserunlöslichen und somit platzsparenden Form gespeichert werden kann. Für die menschliche Ernährung ist Stärke das wichtigste Kohlenhydrat. Hauptquellen sind Getreide, Kartoffeln, Mais und Hülsenfrüchte.
T – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Tannine → siehe Gerbstoffe
Taxon / Taxa
Das Taxon (Plural: Taxa) ist ein Begriff aus der biologischen Systematik. Er bezeichnet eine Gruppe von Lebewesen, die aufgrund gemeinsamer Merkmale als Einheit betrachtet wird. Das kann eine Art (z. B. Rosa canina), eine Gattung (z. B. Rosa) oder eine Familie (z. B. Rosengewächse) sein. Vereinfacht gesagt: Jede „Schublade“, in die man eine Pflanze in der Systematik steckt, ist ein Taxon.
Tepalum → siehe Perigonblatt
Therophyt / Therophyten
Therophyten (von altgriechisch theros „Sommer“ und phyton „Pflanze“) sind kurzlebige, krautige Pflanzen (Annuelle), die ungünstige Jahreszeiten wie Winter oder Trockenperioden ausschließlich als Samen im Boden überdauern. Ihre gesamte Vegetationsperiode vom Keimen bis zur Samenreife findet in der günstigen Jahreszeit statt. Ein klassisches Beispiel ist der Klatschmohn.
Thiamin (Vitamin B1)
Thiamin (auch Vitamin B1 oder Aneurin) ist ein wasserlösliches Vitamin mit einem schwachen, aber charakteristischen Geruch. Es ist unverzichtbar für die Funktion des Nervensystems („Stimmungsvitamin“). Da der Körper nur geringe Reserven speichert (ca. 14 Tage), muss es regelmäßig zugeführt werden. Thiamin ist hitzeempfindlich und wasserlöslich – beim Kochen geht daher ein Teil durch Hitze und ein weiterer Teil durch das Ausschwemmen ins Kochwasser verloren. Besonders reich an Thiamin sind Weizenkeime, Sonnenblumenkerne und Hülsenfrüchte.
Triterpene
Triterpene sind feste, schwer flüchtige chemische Verbindungen. Im Gegensatz zu den Monoterpenen sind sie nicht in ätherischen Ölen enthalten, sondern finden sich in Harzen, Balsamen oder als Grundgerüst von Steroiden und Saponinen. Sie kommen in Pflanzenextrakten oft in veresterter oder freier Form vor.
U – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Nix los bei U 😉
V – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Vitamine
Vitamine sind organische Verbindungen, die der Organismus nicht als Energieträger, sondern für andere lebenswichtige Funktionen benötigt. Da der menschliche Stoffwechsel sie jedoch nicht (oder nicht in ausreichender Menge) selbst herstellen kann, müssen sie regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden; sie zählen somit zu den essenziellen Stoffen. Pflanzen hingegen müssen keine Vitamine aufnehmen: Sie sind in der Lage, alle für sie notwendigen organischen Stoffe selbst zu synthetisieren.
W – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Weide (Grünland)
Eine Weide (auch Weideland) ist eine landwirtschaftliche Fläche, die mit krautigen Pflanzen – vornehmlich Süßgräsern – bewachsen ist. Sie dient Nutztieren als Aufenthaltsort und Hauptnahrungsquelle. Das Abfressen der Vegetation wird als „Grasen“ oder „Beweiden“ bezeichnet. Im Unterschied zur Wiese, die zur Futtergewinnung (Heu/Silage) gemäht wird, wird die Vegetation der Weide durch den direkten Verbiss der Tiere kurzgehalten.
X – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Nix los bei X 😉
Y – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Nix los bei Y 😉
Z – Wildpflanzen & Kräuter – Botanik, Ernährung und Medizin
Zink
Zink zählt zu den lebensnotwendigen (essenziellen) Spurenelementen. Es ist Bestandteil einer Vielzahl von Enzymen (wie der RNA-Polymerase) und erfüllt im Körper zentrale Aufgaben. So nimmt es Schlüsselrollen im Zucker-, Fett- und Eiweißstoffwechsel ein und ist am Aufbau der Erbsubstanz sowie am Zellwachstum beteiligt. Auch das Immunsystem, die Wundheilung und viele Hormone sind auf Zink angewiesen. Gute pflanzliche Zinkquellen sind unter anderem Kürbiskerne, Haferflocken, Linsen und Nüsse.
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