Knöterich – Milder - essbar

Knöterich - Milder (Persicaria dubia)
Knöterich - Milder

Milder Knöterich – Bestimmen/Erkennen, sammeln und verwenden

Steckbrief, Bilder & Beschreibung der Pflanze sowie ihrer essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit

Der Milde Knöterich (Persicaria dubia) gehört zur Gattung Knöteriche (Persicaria) in der Familie der Knöterichgewächse. Die Bezeichnung Milder Knöterich bezieht sich darauf, dass die Blätter der Pflanze beim Kauen nicht scharf schmecken, wie dies beim ähnlichen Wasserpfeffer (Persicaria hydropiper) der Fall ist. Essbar/essbare Teile!

Wildpflanzen-Steckbrief “Milder Knöterich”

Botanischer Name: Persicaria dubia
Deutscher Name: Milder Knöterich
Familie: Knöterichgewächse (Polygonaceae)
Gattung: Knöteriche (Persicaria)
Art: Milder Knöterich
Weitere Synonyme/Volksnamen: xxx

Hauptblütezeit: Juli bis September;
Blütenfarbe: die Blütenhüllblätter sind unten grün, oben weiß, rosa oder rot;
Blütenform/Anzahl: Scheinähren aus meist fünfzähligen Einzelblüten;
Frucht-/Samenreife: xxx

Vorkommen: Der Milde Ampfer kommt in den gemäßigten Breiten der Nordhalbkugel vor.
Verbreitungsschwerpunkt: Der Milde Knöterich kommt zerstreut in Pionier-Unkrautfluren an Ufern, Gräben, Quellen, feuchten Waldwegen vor. Er bevorzugt Lehm- und Tonböden, wächst aber auch auf Schlammböden.

Wuchshöhe: ca. 60 cm;
Typisch: Blütenstand locker, häufig gebogen oder herabhängend, die Nebenblattscheiden liegen ziemlich eng an und sind lang bewimpert, Blatt-Seitennerven sind gut sichtbar.

Sammelgut/essbare Teile: Blätter und Triebspitzen;
Energiereiche Teile: xxx
Inhaltsstoffe: wohl wie auch andere Knöterich-Arten Oxalsäure und Gerbstoffe;
Nötige Ver-/Bearbeitung: kann roh verwendet werden (Rohkost-Tauglich);

Verwechslungsgefahr: mit dem Wasserpfeffer (ebenfalls ein Knöterich jedoch merklich scharf, seine Ochrea wirkt kahl und ist nur kurz bewimpert) und dem Kleinen Knöterich (dieser hat wesentlich schmalere Blätter deren Seitennerven – im Vergleich zum Milden Knöterich – in der Regel weniger gut sichtbar sind.);

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Bilder & Fotos “Milder Knöterich”

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Bestimmung/Beschreibung der Wildpflanze

Erscheinungsbild/Eigenschaften: Der Milde Knöterich ist eine einjährige krautige Pflanze die eine Höhe von ca. 60 cm erreiht.

Blätter: Die Laubblätter sind lanzettlich bis schwach eilanzettlich und weisen deutliche Seitennerven auf. Nebenblattscheiden am Rande 3 bis 6 mm lang bewimpert, auf der Fläche anliegend behaart.

Blüte: Die Scheinähre ist gebogen oder nickend. Die Blüten sind meist fünfzählig. Die Blütenhüllblätter sind unten grün, oben weiß, rosa oder rot, drüsenlos oder nur mit wenigen Drüsen. Staubblätter sind sechs vorhanden.

Früchte/Samen: Die Früchte sind linsenförmige oder dreikantige, glänzende, schwarze Nüsse, die 2,5 bis 3,5 mm lang sind.

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Heilwirkung & medizinische Nutzung

Der Milde-Knöterich scheint weder in in Homöopathie, Volks- noch Schulmedizin von Bedeutung zu sein. Zumindest konnte ich keine Aussagen (mir vertrauenswürdiger / gesicherter Quellen) über seine Nutzung in diesem Bereich finden. Es wird jedoch erwähnt das er wohl ähnliche Inhaltsstoffe (Oxalsäure und Gerbstoffe) enthält wie andere Knöterich-Arten auch. Knöteriche wurden in der Volksmedizin wegen ihrer zusammenziehenden und reinigenden Wirkung verwendet (gegen Magenschmerzen, Durchfall und Fieber).

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Essbarkeit & Verwendung in der Küche

Wurzeln: xxx

Blätter und Triebspitzen: Junge Blätter und Triebspitzen (etwa von April bis Juni) können in Salaten und Rohkost verwendet werden. Auch ist eine Verwendung als gedünstetes/gedämpftes bzw. kurz gebratenes Gemüse denkbar. Fein gehackt können sie Bratlingen und Brotteig beigemengt und auch zu Kräuterkartoffeln gegeben werden.

Blütenstängel: xxx

Blüten: xxx

Samen: xxx

Geschmack: bissfeste, eher milde Pflanze;

Tauglichkeit für Grüne-Smoothies: Blätter und Triebe sind mild und passen auch über das Würzmaß hinaus in den Wildkräuter-Smoothie. Wegen der wohl enthaltenen Oxalsäure sollte die Pflanze jedoch nicht als Dauergrün bzw. über einen langen Zeitraum hinweg in große Mengen genutzt werden.

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Geschichtliches zu dieser Wildpflanze

Die Bezeichnung Milder Knöterich bezieht sich darauf, dass die Blätter der Pflanze beim Kauen nicht scharf schmecken, wie dies beim ähnlichen Wasserpfeffer (Persicaria hydropiper) der Fall ist. Die Art enthält also nicht das scharf schmeckende, schwach giftige ätherische Öl, das dem Wasserpfeffer seinen Namen verliehen hat.

Der Milde-Knöterich ist seit dem 20. Jahrhundert zwar allgemein im Rückgang begriffen, hat aber andererseits lokal durch die Anlage von Waldwegen eine deutliche Förderung erfahren. Es entstehen dadurch zusätzliche Innenwaldsäume, auf denen sich die Art wohlfühlt und ausbreitet.

Videobeitrag zu “Milder Knöterich”

Milder Knöterich (Persicaria dubia)

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Quellen und weitere Informationen

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