Zwetschge - essbar

Zwetschge - Echte (Prunus domestica subsp. domestica)
Zwetschge - Echte

Zwetschge – Bestimmen/Erkennen, sammeln und verwenden

Steckbrief, Bilder & Beschreibung des Baumes/Strauches sowie seiner essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit

Die Echte Zwetschge (Prunus domestica subsp. domestica) ist eine Unterart der Pflaume. Sie wird in Europa, Westasien, Nordamerika sowie Nord- und Südafrika als Obstbaum angebaut.
In Österreich wird der Name teilweise auch Zwetschke geschrieben, regional in Deutschland als Zwetsche oder auch Quetsche bezeichnet. Essbar/essbare Teile!

Baum-Steckbrief „Echte Zwetschge“

Botanischer Name: Prunus domestica subsp. domestica
Deutscher Name: Zwetschge
Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
Gattung: Prunus
Art: Pflaume (Prunus domestica)
Unterart: Zwetschge
Weitere Synonyme/Volksnamen: Zwetschke, Zwetsche, Quetsche;

Blätter: 4-10 cm lang, meist elliptisch bis verkehrt eiförmig, unterseits zuweilen dicht behaart;
Blüten & Blütenfarbe: weiß bis grünlich weiß, ca. 2 cm im Durchmesser, nicht gefüllt, zu 2 bis 3. Blütenstiele flaumig behaart, erscheinen vor oder mit dem Laubaustrieb;
Hauptblütezeit: April bis Mai;
Früchte/Samen: Steinfrucht, bei Reife blau bis blauschwarz, bereift, 4 bis 8 Zentimeter lang, länglich-eiförmig und verjüngt sich zu den beiden Enden.
Fruchtreife/Erntezeit: August/September;

Vorkommen: Sie wird in Europa, Westasien, Nordamerika sowie Nord- und Südafrika als Obstbaum angebaut.
Verbreitungsschwerpunkt: Da wo sie angebaut wird 🙂 – selten verwildert. Die Zwetschge mag es sonnig, hat gerne konstant feuchte und nährstoffreiche Böden (jährliche Kompostgabe) mag dabei aber keine Staunässe.

Wuchsform: sommergrüner Baum;
Wuchshöhe: ca. 6 Meter (Einzelexemplare bis 10 Meter);
Typisch: ältere Äste sind bei den meisten Sorten mit bis zu etwa 5 cm langen, starken Dornen besetzt;
Rinde/Borke: Rinde braun gefärbt, Zweige leicht behaart und bei Wildformen dornig;
Alter: ca. 30 bis 50 Jahre (Einzelexemplare bis 70 Jahre);

Sammelgut: Blüten, Früchte; (Blätter nur in kleinen Mengen – da sie Blausäure enthalten).
Energiereiche Teile: Früchte;
Inhaltsstoffe: Alle Pflaumensorten sind reich an Mineralstoffen und Spurenelementen wie Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium und Zink. Auch enthalten sie Provitamin A, Vitamin C, E und Vitamine aus dem B-Komplex.
Prozessierung: Früchte können roh verwendet werden.

Verwechslungsgefahr: mit Pflaumen (die jedoch zur selben Gattung gehören).
Unterscheidung Zwetschge/Pflaume: Im Gegensatz zu Pflaumen löst sich bei Zwetschgen der Stein leicht vom Fruchtfleisch, das gilt besonders, wenn man sie mit mittlerem Druck quer zum Stein rollt. Pflaumen sind etwas größer und runder sind als Zwetschgen. Diese sind eher oval und besitzen eine deutliche Naht.

Wildpflanzen-Wissen, das mit nach draußen darf.

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Bilder & Fotos „Echte Zwetschge“

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Bestimmung/Beschreibung des Baumes

Erscheinungsbild: Der Zwetschgenbaum erreicht Wuchshöhen von bis zu 6 Metern, selten bis zu 10 Metern. Einjährige Zweige sind mehr oder weniger kahl. Ältere Äste sind bei den meisten Sorten mit bis zu etwa 5 cm langen, starken Dornen besetzt.

Blätter: Die einfachen Laubblätter sind gekerbt bis gesägt, auf Ober- wie Unterseite meist kahl und nur selten zerstreut behaart; sie sind zur Blütezeit erst wenig entwickelt.

Blüte: Die zwittrigen Blüten sind bei einem Durchmesser von 1,5 bis 2 Zentimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf Kelchblätter sind länglich und auf beiden Seiten zerstreut behaart. Die fünf grünlich-weißen bis gelblich-grünen Kronblätter sind länglich.

Früchte/Samen: Die Steinfrucht ist bei Reife blau bis blauschwarz, bereift, 4 bis 8 Zentimeter lang, länglich-eiförmig und verjüngt sich zu den beiden Enden hin deutlich. Der Steinkern ist ei- bis halbmondförmig, abgeflacht, an beiden Enden zugespitzt und beinahe stechend.

Das Fruchtfleisch ist mäßig saftig, fest und löst sich leicht vom Kern und bei Ofenhitze behält es seine Form.

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Heilwirkung & medizinische Nutzung

Die Zwetschge ist keine klassische Heilpflanze. Da die Früchte reichlich Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, Fruchtsäuren, Zucker, und Pektine enthalten sind sie aber natürlich ein gesundes Lebensmittel. Die roten und dunkelroten Sorten sind dabei durch ihren Gehalt an dunklen, antioxidativ wirkenden Farbstoffen noch wertvoller als die gelbfleischigen Sorten.

Die wasserlöslichen Pflanzenstoffe Pektin und Zellulose sorgen für die verdauungsfördernde Wirkung. Pflaumen enthalten auch viel Fruchtzucker, was sie zu schnellen Energielieferanten macht.

Hinweis: Gehölze (Bäume und Sträucher) nehmen in der Phytotherapie und Homöopathie seit jeher einen bedeutenden Stellenwert ein. Sie enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, die zur Linderung verschiedenster Beschwerden beitragen können. Diese Seiten bieten einen fundierten Überblick über die botanischen Merkmale und traditionellen Anwendungen. Zur vertieften Auseinandersetzung mit der Heilkraft von Pflanzen empfiehlt sich ein Blick in die einschlägige Fachliteratur.

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Essbarkeit & Verwendung in der Küche

Achtung: Zerkleinerte Fruchtkerne und ein wenig auch die Blüten und Blätter enthalten Blausäure. Die Verwendung sollte somit nur in Gewürzmengen erfolgen.

Blätter: Zarte, junge Blätter können in kleinen Mengen fein geschnitten Hackkräutermischungen und Saucen beigegeben werden. Sie können auch als Tee und Aroma für Spirituosen genutzt werden.

Blüten: Blüten kann man kandieren, als Tee überbrühen oder für Aromazucker verwenden.

Früchte: Zwetschgen werden neben dem Frischverzehr auch zur Herstellung von Pflaumenmus, Kuchen (Zwetschgenkuchen), Speiseeis, Trockenobst oder Obstbrand (Zwetschgenwasser) verwendet.

Geschmack: Das Fruchtfleisch ist mäßig saftig und süß.

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Eigenschaften & Verwendung des Holzes

Zwetschgenholz hat eine sehr dekorative Oberfläche mit einer rot- bis violettbraunen Farbe und einer sehr feinen Maserung. Die Struktur von Zwetschgenholz ist geprägt durch feine Streifen oder Flammen und kann sehr lebhaft dunkelviolett ausfallen. Die Jahresringe sind unterschiedlich breit und im Zwetschgenholz deutlich erkennbar.

Im Freien ist Zwetschgenholz nicht witterungsbeständig und nur wenig dauerhaft gegenüber Insekten und Pilzen. Zwetschgenholz ist hart, fest, spröde, nicht besonders formstabil und schwindet sehr stark. Bearbeiten kann man Zwetschgenholz jedoch problemlos und besonders geeignet ist es für Schnitzereien und Drechselarbeiten.

Anwendungen: Drechslerarbeiten, Fasshahnen, Blasinstrumente und Kunstschreinerarbeiten, Messerhefte, Knöpfe und dergleichen. Größere, fehlerfreie Abschnitte werden für dekorative Kleinmöbel in handwerklicher Einzelfertigung genutzt.

Geschichtliches zu diesem Baum

In Mitteleuropa gibt es über 100 Zwetschgen-Sorten die angebaut werden.

Videobeitrag zu „Echte Zwetschge“

Echte Zwetschge (Prunus domestica)

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Quellen und weitere Informationen

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