Erle – Grün-Erle - essbar

Erle - Grün-Erle (Alnus alnobetula)
Erle - Grün-Erle

Grün-Erle – Bestimmen/Erkennen, sammeln und verwenden

Steckbrief, Bilder & Beschreibung des Baumes/Strauches sowie seiner essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit

Die Erlen bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Birkengewächse (Betulaceae). In der Gattung der Erlen werden etwa 35 Arten unterschieden. In Mitteleuropa sind drei Arten heimisch: die Grün-, die Grau- und die Schwarz-Erle. Auf dieser Seite wird die “Grün-Erle” beschrieben. Essbar/essbare Teile!

Baum-Steckbrief “Grün-Erle”

Botanischer Name: Alnus viridis
Deutscher Name: Grün-Erle
Familie: Birkengewächse (Betulaceae)
Gattung: Erlen (Alnus)
Art: Grün-Erle
Weitere Synonyme/Volksnamen: Alpen-Erle; (Es gibt eine Reihe Trivialnamen, diese sind jedoch stark regional gebunden/genutzt.)

Blüten & Blütenfarbe: Männliche Kätzchen bereits im Sommer des Vorjahres angelegt, nackt überwinternd, zur Blütezeit schlaff hängend, bis 6 cm lang. Weibliche Blütenstände innerhalb der Knospen überwinternd, entfalten sich erst mit den Blättern.
Hauptblütezeit: April bis Mai;
Früchte/Samen: Fruchtstandszapfen nur schwach verholzt, 10-13 mm lang und bis 7 mm breit. Nußfrüchte ca. 3 mm lang, geflügelt.
Fruchtreife/Erntezeit: Oktober/November;

Vorkommen: In Europa und da im Hochgebirge und Hochlagen der Mittelgebirge, alpin bis zur Baumgrenze.
Verbreitungsschwerpunkt: Als Standort werden feuchte Hänge, Bach- und Waldränder bevorzugt.

Wuchsform: Strauch (selten als kleiner Baum);
Wuchshöhe: 3 bis 6 Meter (wächst als Strauch).
Typisch: Sommergrüner Strauch mit meist breit ausladenden Ästen und Zweigen. Oft in dichten Beständen, selten auch als kleiner Baum.
Rinde/Borke: Zuletzt graubraun, an den Stämmen in schwarz übergehend.
Alter: bis 110 Jahre;

Sammelgut: Blätter, unreife Früchte;
Energiereiche Teile: xxx
Inhaltsstoffe: In Rinde und Blätter: Gerbstoffe, Flavonoide, Steroide;
Prozessierung: Alle Teile sehr bitter, verzehr dennoch roh in kleinen Mengen möglich (jedoch nicht nötig – gibt genug Alternativen.)

Verwechslungsgefahr: xxx

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Bilder & Fotos “Grün-Erle”

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Bestimmung/Beschreibung des Baumes

Erscheinungsbild: Die Grün-Erle bildet einen sommergrünen Strauch, der Wuchshöhen von 3 bis 6 Meter erreicht und bis zu 110 Jahre alt werden kann. Sie hat eine glatte, graue Rinde, die sich in höherem Alter in eine schwärzliche Borke verwandelt. Die Knospe ist 1,2 bis 1,5 Zentimeter lang, nicht gestielt (im Gegensatz zu Schwarz-, Grau- und Italienischer Erle), purpurrot, glänzend und lang zugespitzt.

Blätter: Die Laubblätter sind sehr variabel, 3-8 cm lang, mit kurzem Stiel, Blattrand doppelt gesägt, unterseits auf den Adern behaart.

Blüte: Von April bis Juni erscheinen die eingeschlechtigen Blüten. Die männlichen Kätzchen sind dick und etwa 5 bis 12 Zentimeter lang; die weiblichen stehen aufrecht in Büscheln zu 5 bis 8 und sind rötlichgrün und eiförmig.

Früchte/Samen: Die etwa 2 mal 1,5 Zentimeter großen Fruchtstände sind im Sommer grün, später blass rotbraun und mit 15 bis 20 sehr kleinen Fruchtschuppen bedeckt; die Fruchtstände hängen bis zum Frühjahr und sind dann fast schwarz. Die Grünerle vermehrt sich außer durch Samen auch durch Wurzelbrut und Absenkern aus bodennahen Zweigen.

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Heilwirkung & medizinische Nutzung

In der Naturheilkunde benutzt man von der Erle die Rinde der jungen Zweige und die Blätter. Sie enthalten viele Gerbstoffe, Flavonoide und Steroide. (Rinde und Blätter verwendete man deshalb früher auch zum Gerben.)

Die gewonnene Droge wirkt adstringierend, fiebersenkend, narbenbildend (wundheilend) und tonisch. Der Geschmack der ist bitter herb und adstringierend, der Geruch ist angenehm.

Die Erle wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Sie wird eingesetzt bei: Angina, Halsweh, Hautgeschwür, Mund, Stillen, Schürfwunden, Wunden.

👉 HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden Bäumen & Sträuchern viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Pflanzen vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gute Literatur.

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Essbarkeit & Verwendung in der Küche

Blätter: Die Erle ist eine gerbstoffhaltige, bittere Pflanze, die sich, wenn überhaupt, nur in geringen Mengen als Beigabe für Gemüse und Feinschnittkräutermischungen sinnvoll nutzen lässt. Hierfür werden die ganz jungen (März bis Mai) Blätter genutzt. Diese sollten noch so weich sein, dass sie sich zwischen den Fingern zerreiben lassen.

Da es viele Pflanzen und Bäume gibt die wesentlich besser nutzbar sind, sollen folgende Beispiele nur zeigen, dass selbst wenig geeignete Vertreter Material für die menschliche Ernährung bieten können.

Es wird beschrieben dass sich die herben Blätter zu Gemüsechips, Bratling-Beigabe sowie Nuss- und Bittergemüse verarbeiten lassen. Getrocknet und vermahlen können sie als Streckung für Mehl genutzt werden. Sie eigenen sich auch als Bittergewürz in Kräuterölansätzen bzw. getrocknet als Vorratsgewürz.

Blüten: xxx

Früchte: Die unreifen, also noch weichen Früchte, können als Aromageber in Kräuteressig oder Kräuteröl eingelegt werden. Getrocknet und fein gemahlen dienen sie als Würze für Wildkräutersalz oder als Trockengewürz.

Geschmack: Bitter;

Tauglichkeit für Grüne-Smoothies: Vergesst es, es gibt so viele tauglichere Pflanzen 😉

👉 HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Bäume & Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es eine Menge gute Wildkräuter-Kochbücher.

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werke von Johannes “Joe” Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die “normale” Pflanzenbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

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Geschichtliches zu diesem Baum

Es handelt sich bei der Grün-Erle um eine Pionierart, welche zur Sicherung von Rutschungen und gefährdeten Hängen beiträgt. Besonders in lawinengefährdeten Nordhängen bildet sie oft die einzige Baumart, da sie durch ihre biegsamen Äste gut das Gewicht des Schnees abfedert. Die Grün-Erle wächst auch auf Rohboden, wie er etwa nach Hangrutschungen ansteht, recht gut, da sie über eine Symbiose mit dem Strahlenpilz Frankia Luftstickstoff binden kann.

Forstlich hat sie keine direkte Bedeutung. Sie hat aber eben in der natürlichen Hang-, Wildbach- und Lawinensicherung der Hochlagen eine zentrale Funktion, sie stabilisiert sowohl den Boden, wie auch den Schnee vor Abrutschen.

Videobeitrag zu “Grün-Erle”

Grün-Erle (Alnus viridis)

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Quellen und weitere Informationen

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