Waldrebe – Gewöhnliche - giftig

Waldrebe - Gewöhnliche (Clematis vitalba)
Waldrebe - Gewöhnliche

Gewöhnliche Waldrebe – Bestimmen/Erkennen

Steckbrief, Bilder & Beschreibung der Pflanze sowie ihrer essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit

Die Waldreben (Clematis), auch Klematis genannt, sind eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Je nach Autorenauffassung gibt es etwa 300 Arten. Viele Sorten werden als Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet. Als Vertreter wird auf dieser Seite die “Gewöhnliche Waldrebe” beschriebe. Giftig!

Pflanzen-Steckbrief “Gewöhnliche Waldrebe”

Botanischer Name: Clematis vitalba
Deutscher Name: Gewöhnliche Waldrebe
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Gattung: Waldreben (Clematis)
Art: Gewöhnliche Waldrebe
Weitere Synonyme/Volksnamen: Echte Waldrebe, Gemeine Waldrebe; (Für die Gewöhnliche Waldrebe bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen. Da diese entweder nicht mehr oder nur regional stark begrenzt genutzt werden, finden diese hier keine Aufzählung.)

Hauptblütezeit: Juli bis September;
Blütenfarbe: weiß/leicht grünlich;

Vorkommen: Die Gewöhnliche Waldrebe ist ein Strauch Mittel- und Südeuropas. Ihr Vorkommen reicht von Irland und Großbritannien über den gesamten Alpenraum, über Italien, die gesamte Balkanhalbinsel bis Kleinasien.
Verbreitungsschwerpunkt: Sie ist eine Pionierpflanze und bevorzugt frische bis feuchte, lichte Edellaubwälder und Gebüsche, besonders Auwälder, Waldränder. Sie gilt als Stickstoffanzeiger. In Österreich ist sie sehr häufig in allen Bundesländern.

Wuchshöhe: bis zu 10 Meter (wächst lianenartig);
Typisch: Lianenartige, faserige, verholzte Stängel, fedrige “wüschelköpfige” Früchte;

Sammelgut/essbare Teile: NICHT für die menschliche Ernährung geeignet. Giftig!
Energiereiche Teile: xxx
Inhaltsstoffe: xxx
Nötige Ver-/Bearbeitung: xxx

Verwechslungsgefahr: mit anderen Waldreben-Arten;

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Bilder & Fotos “Gewöhnliche Waldrebe”

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Bestimmung/Beschreibung der Pflanze

Erscheinungsbild/Eigenschaften: Die Gewöhnliche Waldrebe ist ein sommergrüner Kletterstrauch und zu den Lianen gezählt. Die Pflanze klettert an Bäumen bis in eine Höhe zwischen einem und zehn Metern empor. Die Stämme können Armstärke erreichen und erhalten ihre Zugfestigkeit durch ein zentrales Festigungsgewebe. Charakteristisch sind die weiten Gefäße (Tracheen) des Holzteils. Die Pflanze ist ein Linkswinder und Blattstielkletterer d. h. die zunächst bleibenden (und verholzenden) Blattstiele und Spindeln umklammern nach Berührung ihre Stützen. Sehr ähnlich wie bei der Weinrebe entwickelt sich als Anpassung an die Drehbeanspruchung eine Streifenborke. Die Wurzeln gehen eine Symbiose mit Pilzen ein, die aber keine Fruchtkörper bilden (VA-Mykorrhiza).

Blüte: Die Blüten sind vorweibliche „Scheibenblumen“ bzw. „Pinselblumen“ und stehen in Trugdolden. Die Blütenhülle ist ein einfaches Perigon. Neben Pollen wird angeblich an der Basis der Staubblätter auch ein zäher Nektar produziert. Amine als (fischartig riechende) Duftstoffe locken Zweiflügler und Käfer an. Die Blüten werden auch gerne von Honigbienen, seltener von Wildbienen aufgesucht. Blütezeit ist von Juli bis September.

Samen/Früchte: Je Blüte entstehen zahlreiche Nüsschen. Die schwanzartig verlängerten, lang behaarten Griffel dienen als Flugorgan; es liegt also ein Federschweifflieger vor. Zur Ausbreitung sind aber starke Winde ebenso nötig wie die hygroskopischen und damit nur bei Trockenheit abstehenden Haare des Griffels. Bei Nässe erfolgt Klettausbreitung als Wasserhafter oder auch eine Ausbreitung am Boden als Bohrfrucht. Einige Früchte werden auch dadurch ausgebreitet, dass sie von Vögeln für den Nestbau genutzt werden; in diesem Fall liegt Zufallsausbreitung vor. Die Fruchtreife beginnt im September, ist aber erst in den Wintermonaten abgeschlossen. Die Früchte bleiben über Winter stehen, denn sie können überwiegend erst bei den starken Winden im Frühjahr fortgeweht werden. Die langlebigen Samen sind Kältekeimer.

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Heilwirkung & medizinische Nutzung

Die Homöopathie nutzt die Gewöhnliche Waldrebe bei Hautausschlägen, Rheuma, Nervenschmerzen, Hodenentzündung und Prostatitis. Als Bachblüte wird sie bei Verträumtheit eingesetzt. Diese zugeschriebene Wirkung ist wissenschaftlich nicht bestätigt.

👉 HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden Bäumen & Sträuchern viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Pflanzen vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gute Literatur.

Meine bevorzugte Quelle für medizinisches Pflanzenwissen ist das Buch “Das große Buch der Heilpflanzen” von Apotheker M. Pahlow. In seinem Werk beschreibt Pahlow neben den Anwendungsbereichen von Schul-, Pflanzen- & Volksmedizin auch den Zugang der Homöopathie.

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Essbarkeit & Verwendung in der Küche

Auch wenn es spärliche Berichte über Verwendung von jungen Blättern und Triebspitzen als Gemüsebeigaben gibt, ist die Pflanze wohl nicht für die menschliche Ernährung geeignet.

Wurzeln: xxx

Blätter und Triebspitzen: xxx

Blütenstängel: xxx

Blüten: xxx

Samen: xxx

Geschmack: xxx

Tauglichkeit für Grüne-Smoothies: xxx

👉 HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Bäume & Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es eine Menge gute Wildkräuter-Kochbücher.

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werke von Johannes “Joe” Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die “normale” Pflanzenbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

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Eigenschaften & Verwendung des Holzes

Es wird kein klassisches, verwendbares Holz ausgebildet.

Geschichtliches zu dieser Pflanzen

Die Pflanzenteile sind durch Protoanemonin giftig. Der Pflanzensaft reizt die Haut und führt zur Blasenbildung. Im Mittelalter entstellten sich Bettler ihre Haut mit dem Pflanzensaft, um durch ihr Aussehen Mitleid zu erregen und die Spendenfreudigkeit der Bürger zu fördern. Deshalb nannte man die Pflanze damals „Teufelszwirn“.

Beispielsweise in Süddeutschland werden alte trockene Stängel gerne von Kindern angezündet und geraucht. In Österreich werden diese Stängel „Lianentschick“ oder „Waldtschick“ (Tschick = Zigarette(n)) bezeichnet (und ich habe sie als Kind auch zu rauchen probiert :-)). In der Schweiz ist das gleiche Verhalten auch bekannt als „Niele-rauche“.

Die Gewöhnliche Waldrebe kann die bewachsenen Pflanzen durch ihr Gewicht und Lichtentzug bis zum Absterben schädigen.

Videobeitrag zu “Gewöhnliche Waldrebe”

Gewöhnliche Waldrebe (Clematis vitalba)

Weitere Bestimmungsvideos für die Gewöhnliche Waldrebe findest du auf dem YouTube-Kanal von pflanzen-vielfalt.NET. Begleite diesen Baum/Strauch durch die Jahreszeiten und lerne ihn anhand der Blätter, Blüten und Früchte ganzjährig zu bestimmen. Auch viele weitere heimische (essbare) Wildpflanzen, Bäume und Sträucher werden für Bestimmung und Nutzung näher gebracht.

Quellen und weitere Informationen

Mitmach-Projekt “QR-Bestimmung”

Bestimmungshilfe für “NEULINGE” durch Beschriftung von Wildpflanzen & Bäumen via QR-Codes. Ist es nicht etwas schönes sein Wissen und seine Bestimmungssicherheit mit anderen zu Teilen bzw. bei anderen Neugier auf Natur zu wecken? JA? – Dann bist du beim Mitmach-Projekt “QR-Bestimmung” genau richtig. Willkommen!

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