Giftige Wildpflanzen & Früchte – Lexikon A bis Z
Hier findest du Wildkräuter, Pflanzen und Früchte die für den Menschen giftig oder unverträglich sind
Es ist bereichernd zu wissen, welche Pflanzen uns nähren. Ebenso essenziell ist jedoch die Kenntnis darüber, von welchen Arten wir besser die Finger lassen. Während die Mehrheit unserer Flora harmlos ist, stufen wir einige Pflanzen als leicht giftig und eine kleine, aber präsente Gruppe als gefährlich oder gar tödlich giftig ein. Zu unserem Glück ist die Gruppe der lebensbedrohlichen Pflanzen in unseren Breitengraden sehr überschaubar – doch genau diese muss man sicher erkennen können.
Auf diesen Seiten findest du jene Wildpflanzen und Bäume, deren Inhaltsstoffe eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. Bewusst NICHT in dieser Kategorie gelistet sind essbare Pflanzen mit potenziellen Unverträglichkeiten sowie bekannte Speise- und Heilpflanzen (wie Borretsch oder Beinwell), bei denen lediglich auf die Verzehrmenge oder Häufigkeit zu achten ist (z. B. aufgrund von Pyrrolizidinalkaloiden). Bei solchen Grenzfällen findest du im Lexikon auf der jeweiligen Detailseite immer einen spezifischen Warnhinweis.
Letztendlich sind selbst die giftigsten Vertreter keine „bösen“ Pflanzen. Sie erfüllen wichtige Aufgaben im Ökosystem und dienen oft als spezialisierte Nahrung für Insekten. Für uns Laien sind sie jedoch weder für die Ernährung noch für die Hausapotheke sicher nutzbar.
Der Bereich „Aufpassen – Giftig(keit)!“ dient als Lexikon und Nachschlagewerk. Bitte bedenke, dass die Vorschaubilder nur eine erste Orientierung bieten. Geht es dir um eine zweifelsfreie Identifizierung im Gelände, nutze bitte unbedingt meine „Pflanzenbestimmungshilfe“.
👉 Bitte beachte: Bewege dich achtsam durch die Natur. Auch Giftpflanzen stehen unter dem Schutz der Biodiversität. Respektiere Privateigentum, schütze seltene Arten und begegne der Flora mit dem nötigen Respekt und Wissen.
A – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Alpenveilchen – Europäische (Cyclamen purpurascens)
Stark giftig | Besonders die Knolle dieses zarten Frühlingsblühers ist durch Triterpensaponine wie Cyclamin extrem giftig. Für den Menschen können bereits geringste Mengen von 0,3 Gramm toxisch wirken, während höhere Dosen im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen.
Ampfer – Krauser (Rumex crispus)
Schwach giftig | Der Krause Ampfer gilt aufgrund seines hohen Gehalts an Oxalaten auch in getrocknetem Zustand als schwach giftig. Die resorbierte Oxalsäure reizt nicht nur lokal, sondern bindet auch Calcium im Blut, was zu einem gefährlichen Calciummangel (Hypocalcämie) führen kann.
Ampfer – Stumpfblättriger (Rumex obtusifolius)
Schwach giftig | Die großen Blätter dieses Ampfers weisen einen enorm hohen Oxalsäureanteil auf. Ein unbedachter Verzehr kann daher sowohl bei Menschen als auch bei Kleintieren zu starken Unverträglichkeiten, Magen-Darm-Beschwerden und einem fütterungsbedingten Calciummangel führen.
Aronstab – Gefleckter (Arum maculatum)
Stark giftig | Diese auffällige Pflanze ist in all ihren Teilen hochgradig giftig. Besonders die leuchtend roten Beeren stellen eine große Gefahr für Kleinkinder dar, weshalb bei Kontakt oder Verzehr umgehend ärztlicher Rat oder der Giftnotruf herangezogen werden sollte.
B – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Bärenklau – Riesen (Heracleum mantegazzianum)
Stark giftig / Kontaktallergie | Der Riesen-Bärenklau ist hochgradig gefährlich für die Haut. Seine Furocumarine reagieren stark auf Sonnenlicht (Phototoxizität) und verursachen nach einer Berührung schwerste, verbrennungsähnliche Blasen und tiefgehende, extrem schmerzhafte Hautschäden.
Bärenklau – Wiesen (Heracleum sphondylium)
Essbar/essbare Teile / Kontaktallergie | Obwohl junge Teile essbar sind, erfordert das Ernten größte Vorsicht. Die Pflanze enthält Stoffe, die die Haut extrem empfindlich für UV-Strahlung machen und bei Sonnenschein schmerzhafte Rötungen und Blasen, die sogenannte Wiesen-Dermatitis, auslösen können.
Berberitze – Gewöhnliche (Berberis vulgaris)
Früchte essbar / Rest giftig | Bis auf die essbaren, säuerlichen Beeren ist der gesamte Strauch stark giftig. Besonders die Wurzeln weisen einen gefährlich hohen Alkaloidgehalt von bis zu 15 Prozent auf und dürfen unter keinen Umständen verzehrt werden.
Beinwell – Echter (Symphytum officinale)
Essbar/essbare Teile / auf Menge achten | Die enthaltenen Pyrrolizidinalkaloide (PA) gelten als potenziell leberschädigend und krebserregend. Während ein seltener, sparsamer Verzehr meist unbedenklich ist, sollte von einer regelmäßigen oder hochdosierten inneren Anwendung dieser bekannten Heilpflanze strikt abgesehen werden.
Bingelkraut – Wald (Mercurialis perennis)
Schwach giftig | Zur Fruchtreife erreicht das Wald-Bingelkraut seine höchste Toxizität. Obwohl die Pflanze beim Trocknen ihre Giftigkeit weitestgehend verliert und frisch nur als schwach giftig gilt, kann ihr Verzehr zu sehr unangenehmen Magen-Darm-Reizungen führen.
Blaustern – Zweiblättriger (Scilla bifolia)
Geschützt & giftig | Der hübsche Blaustern enthält gefährliche Herzglykoside (Bufadienolide). Ein versehentlicher Verzehr führt schnell zu starker Übelkeit, brennenden Schmerzen im Mundraum, quälendem Hustenreiz und massiven, schmerzhaften Magen-Darm-Beschwerden.
Buschwindröschen (Anemone nemorosa)
Schwach giftig | Dieser zarte Frühlingsbote ist in allen Teilen giftig. Das enthaltene Protoanemonin reizt Schleimhäute und Haut stark, wandelt sich jedoch beim Trocknen in das harmlose Anemonin um, weshalb frischer Kontakt stets mit Vorsicht erfolgen sollte.
C – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Christophskraut – Ähriges (Actaea spicata)
Giftig | Das Christophskraut gilt durch den Inhaltsstoff Magnoflorin als giftig für den Menschen. Der Wirkstoff reizt ähnlich wie Protoanemonin die Schleimhäute und kann beim Verzehr der ungenießbaren Beeren zu Magen-Darm-Verstimmungen führen.
D – Lexikon – Liste
Nix los bei D 😉
E – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Efeu – Gemeiner (Hedera helix)
Stark giftig | Efeu ist in ausnahmslos allen Pflanzenteilen giftig. Schon der Verzehr von nur zwei bis drei der dunklen Beeren kann bei Kindern und Erwachsenen heftiges Brennen im Rachen, starken Durchfall und gefährliche Krämpfe auslösen.
Eibe – Europäische (Taxus baccata)
Stark giftig | Die Eibe ist ein hochgiftiger Nadelbaum. Mit Ausnahme des roten Samenmantels enthalten Holz, Rinde, Nadeln und vor allem die inneren Samen gefährliche Taxane, die bei Verzehr schnell zu tödlichen Herz- und Atemlähmungen führen können.
Einbeere – Vierblättrige (Paris quadrifolia)
Schwach giftig | Die gesamte Pflanze, insbesondere ihre auffällige schwarze Beere, ist durch stark reizende Saponine giftig. Werden mehrere Beeren verschluckt, drohen schwerer Brechreiz, schmerzhafte Magenkrämpfe und im Extremfall sogar eine lebensbedrohliche Atemlähmung.
Essigbaum (Rhus typhina)
Giftig | Alle Pflanzenteile des Essigbaums, insbesondere der milchige Saft, sind giftig. Der extrem saure Zellsaft und die enthaltene Ellagsäure können starke Hautreizungen verursachen und führen bei oraler Aufnahme größerer Mengen zu massiven Magen-Darm-Beschwerden.
F – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste

Faulbaum – Echter (Rhamnus frangula)
Giftig | Sowohl die Beeren und Blätter als auch die frische Rinde des Faulbaums gelten als giftig. Ein Verzehr der Beeren – häufig durch unwissende Kinder – oder eine fehlerhafte Überdosierung der Rinde lösen schwere, krampfartige Durchfälle aus.
Fetthenne – Weiße (Sedum album)
Schwach giftig | Die überirdischen Pflanzenteile sind nur extrem bedingt genießbar und gelten roh als schwach giftig. Die enthaltenen Wirkstoffe können den Magen stark reizen und zu Erbrechen führen, weshalb sie bestenfalls in großen Hungersnöten als Notnahrung dienten.
Fingerhut – Roter (Digitalis purpurea)
Stark giftig | Der Rote Fingerhut gehört zu unseren giftigsten heimischen Pflanzen. Seine hochwirksamen Herzglykoside lösen schon in kleinen Mengen schwerste Vergiftungen mit Übelkeit, Sehstörungen, drastischem Blutdruckabfall und potenziell tödlichen Herzrhythmusstörungen aus.
Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum)
Stark giftig | Diese hübsche Frühlingsblume ist in all ihren Teilen durch gefährliche Alkaloide wie Lycorin stark giftig. Ein unbeabsichtigter Verzehr führt unweigerlich zu Erbrechen, massivem Durchfall und kann in schlimmen Fällen lebensgefährliche Herz-Kreislauf-Probleme auslösen.
G – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Gelbstern – Wald/Gewöhnlicher (Gagea lutea)
Schwach giftig | Der Gelbstern wird aufgrund seiner Inhaltsstoffe als schwach giftig eingestuft. Er produziert in allen Pflanzenteilen Tuliposide, die eigentlich der Abwehr von Pilzen dienen, beim Menschen jedoch unangenehme Schleimhautreizungen und Unverträglichkeiten auslösen können.
Götterbaum (Ailanthus altissima)
Giftig | Die Samen und die Rinde des Götterbaums bergen starke Giftstoffe, insbesondere den Bitterstoff Quassin. Zudem ist der Pflanzensaft extrem aggressiv; er wirkt stark hautreizend und kann beim Menschen schmerzhafte Kontaktallergien hervorrufen.
Greiskraut – Gewöhnliches (Senecio vulgaris)
Schwach giftig | Früher fälschlicherweise als Heilmittel geschätzt, warnt man heute eindringlich vor dem Gewöhnlichen Greiskraut. Die Pflanze enthält lebertoxische Pyrrolizidinalkaloide (PA), die sich im Körper anreichern und langfristig schwere Leberschäden verursachen können.
Greiskraut – Jakobs (Jacobaea vulgaris)
Schwach giftig | Das Jakobs-Greiskraut ist ein gefürchtetes Weideunkraut. Alle Pflanzenteile sind durch hochwirksame Pyrrolizidinalkaloide stark leberschädigend für Menschen und Tiere. Da die Toxine selbst über die intakte Haut eindringen können, ist das Pflücken ohne Handschuhe gefährlich.
H – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Hahnenfuß – Scharfer (Ranunculus acris)
Schwach giftig | Der scharfe Saft des Hahnenfußes reizt ungemein. Alle Teile, besonders die Wurzeln, sind durch Protoanemonin giftig. Eingenommen führt dies sofort zu brennenden Schmerzen im Mundraum, starkem Erbrechen und quälenden Magen-Darm-Krämpfen.
Haselwurz – Gewöhnliche (Asarum europaeum)
Giftig | Die Gewöhnliche Haselwurz ist komplett giftig und reizt die Schleimhäute stark. Bei Verzehr entstehen sofort ein heftiges Brennen in Mund und Schlund, gefolgt von massiver Übelkeit, schweren Magenschmerzen und starken Durchfällen.
Heckenkirsche – Rote (Lonicera xylosteum)
Giftig | Alle Teile der Roten Heckenkirsche enthalten Giftstoffe. Besonders die verlockenden roten Beeren verleiten Kinder oft zum Naschen, was typischerweise zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Schweißausbrüchen und Erbrechen führt, weshalb ärztlicher Rat stets empfehlenswert ist.
Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
Stark giftig | Die Herbstzeitlose ist tödlich giftig. Sie enthält das extrem gefährliche Zellgift Colchicin, das besonders in Blüten und Samen hochkonzentriert vorkommt. Eine Verwechslung, etwa mit Bärlauch, endet ohne rasche medizinische Hilfe oft letal.
Hornklee – Gewöhnlicher (Lotus corniculatus)
Schwach giftig | Der Gewöhnliche Hornklee bildet cyanogene Glykoside, die potenziell giftige Blausäure abspalten können. Auch wenn die Mengen für gesunde Erwachsene meist unbedenklich sind, sollten empfindliche Personen und Kleinkinder vom Verzehr der Pflanze zwingend absehen.
Holunder – Roter (Sambucus racemosa)
Schwach giftig | Während das gekochte Fruchtfleisch essbar ist, sind die rohen Samen, Blätter und Rinden des Roten Holunders giftig. Der Verzehr ungekochter Beeren führt rasch zu heftiger Übelkeit, Erbrechen und starken Magen-Darm-Beschwerden.
Holunder – Zwerg (Sambucus ebulus)
Giftig | Im Gegensatz zum Schwarzen Holunder ist der Zwerg-Holunder komplett giftig. Besonders die Samen in den dunklen Beeren verursachen nach dem Verzehr massives, spontanes Erbrechen, starken Durchfall und können zu gefährlichen Kreislaufstörungen führen.
I – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Igelkolben – Ästiger (Sparganium erectum)
Schwach giftig | Während die stärkereichen Wurzeln genießbar sind, ist der auffällige, stachelige Fruchtschmuck des Igelkolbens leicht giftig. Ein Verzehr der Samenstände kann zu Magenreizungen führen, weshalb sie ausschließlich als optische Zierde der Gewässer dienen.
Immergrün – Kleines (Vinca minor)
Giftig | Das Kleine Immergrün strotzt vor Toxinen. Es enthält in allen Pflanzenteilen über 40 verschiedene, starke Alkaloide, darunter Vincamin. Eine Einnahme führt schnell zu einem stark absinkenden Blutdruck, Magen-Darm-Beschwerden und gefährlichen Kreislaufproblemen.
J – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Johanniskraut – Echtes (Hypericum perforatum)
Schwach giftig | Das beliebte Heilkraut ist mit Vorsicht zu genießen, da es in allen Teilen leicht giftig ist. Der Wirkstoff Hypericin steigert die Lichtempfindlichkeit der Haut extrem, was bei Sonneneinstrahlung zu starken, verbrennungsähnlichen Hautschäden führen kann.
Jungfernrebe – Gewöhnliche (Parthenocissus vitacea)
Schwach giftig | Die Gewöhnliche Jungfernrebe, besonders ihre blauschwarzen Beeren, enthält große Mengen an reizender Oxalsäure. Werden diese Früchte konsumiert, drohen nicht nur akute Magen-Darm-Reizungen, sondern langfristig auch schwere Schädigungen der Nieren.
K – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Kreuzdorn – Purgier-Kreuzdorn (Rhamnus cathartica)
Giftig | Dieser Strauch trägt seinen abführenden Namen („Purgier“) völlig zu Recht. Sowohl die Rinde als auch die schwarzen Früchte sind giftig. Schon wenige Beeren lösen bei Kindern drastischen Durchfall, Erbrechen und schmerzhafte Magenkrämpfe aus.
Kronwicke – Bunte (Securigera varia)
Giftig | Die Bunte Kronwicke ist keineswegs harmlos. Sie produziert hochwirksame Herzglykoside, deren Toxizität mit der des Fingerhuts vergleichbar ist. Eine Vergiftung äußert sich rasch durch heftiges Erbrechen, Krämpfe und potenziell lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen.
L – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Lampionblume / Blasenkirsche (Physalis alkekengi)
Schwach giftig | Während die vollreife Beere essbar sein soll, sind alle grünen Pflanzenteile und unreifen Früchte giftig. Sie enthalten starke Bitterstoffe und Alkaloide, die den Magen-Darm-Trakt extrem reizen und schweres Erbrechen auslösen können.
Leberblümchen – Gewöhnliches (Anemone hepatica)
Schwach giftig | Die frischen Blätter und Blüten des Leberblümchens enthalten giftiges Protoanemonin. Kommt der Pflanzensaft mit Haut oder Schleimhäuten in Berührung, entstehen schmerzhafte Rötungen und Blasen, während ein Verzehr den gesamten Magen-Darm-Trakt stark reizt.
Lerchensporn – Hohler (Corydalis cava)
Giftig | Der Hohle Lerchensporn birgt in seiner Knolle und den restlichen Pflanzenteilen gefährliche Alkaloide. Eine Vergiftung blockiert die Nervenbahnen drastisch und führt von einer katastrophalen Bewegungsarmut bis hin zur völligen, lebensbedrohlichen Lähmung.
Liguster – Gewöhnlicher (Ligustrum vulgare)
Giftig | Die schwarzen Beeren dieses beliebten Heckenstrauchs sind giftig. Naschen Kinder davon, kommt es unweigerlich zu starker Übelkeit, heftigem Erbrechen, Durchfall und schweren Leibschmerzen. Bei größeren Mengen ist ärztliche Hilfe dringend geboten.
M – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Maiglöckchen (Convallaria majalis)
Stark giftig | Das Maiglöckchen trügt mit seinem lieblichen Duft, denn es ist extrem giftig. Blüten, rote Früchte und Blätter enthalten lebensgefährliche Herzglykoside. Verwechslungen mit Bärlauch enden oft fatal und führen zu Schwindel, Kreislaufkollaps und Herzstillstand.
Milchstern – Doldiger (Ornithogalum umbellatum)
Giftig | Nicht umsonst trägt dieser Milchstern regional den bedrohlichen Namen „Gärtnertod“. Besonders seine Zwiebeln sind stark giftig und können bei versehentlichem Verzehr schwere Reizungen, Herzrhythmusstörungen und lebensgefährliche Vergiftungserscheinungen hervorrufen.
Mistel – Weißbeerige (Viscum album)
Ungenießbar | Obwohl die Mistel heute nur noch als schwach giftig gilt, stellen ihre weißen Beeren eine enorme Gefahr für Kinder dar. Sie sind extrem klebrig, können im Rachen festkleben und so unbeabsichtigt zu Erstickungsanfällen führen.
N – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Nachtschatten – Bittersüßer (Solanum dulcamara)
Leicht giftig | Der Bittersüße Nachtschatten enthält in allen Pflanzenteilen toxische Steroidalkaloide. Besonders in den unreifen, grünen Beeren ist die Giftkonzentration extrem hoch und führt bei Verzehr zu Brennen im Hals, Erbrechen und starken Kreislaufbeschwerden.
Nachtschatten – Schwarzer (Solanum nigrum)
Leicht giftig | Das berüchtigte Solanin macht diesen Nachtschatten gefährlich. Besonders die noch unreifen, grünen Beeren sind giftig und rufen nach dem Verzehr Kratzen im Hals, Kopfschmerzen, Übelkeit und im schlimmsten Fall schwere Atemstörungen hervor.

Nieswurz – Grüne (Helleborus viridis)
Stark giftig | Die Grüne Nieswurz ist ein massiv toxisches Gewächs. Das Gift stimuliert zunächst motorische Hirnzentren, was zu starker Unruhe führt, und gipfelt rasch in extremen Krämpfen, Herzrhythmusstörungen und tödlichen Atemlähmungen.
O – Lexikon – Liste
Nix los bei O 😉
P – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Pestwurz – Gewöhnliche (Petasites hybridus)
Giftig | Die große Pestwurz ist keinesfalls harmlos. Sie speichert erhebliche Mengen an Pyrrolizidinalkaloiden (PA). Werden diese Giftstoffe durch regelmäßigen Verzehr oder hochdosierte Tees aufgenommen, schädigen sie die Leber irreversibel und gelten als krebserregend.
Q – Lexikon – Liste
Nix los bei Q 😉
R – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Rainfarn (Tanacetum vulgare)
Giftig | Die ätherischen Öle des Rainfarns enthalten das extrem nerventoxische Thujon. Schon Hautkontakt kann Allergien auslösen, während der innere Gebrauch großer Mengen zu schweren Leberschäden, Krämpfen und im Extremfall zum Koma führt.
S – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Scharkbockskraut (Ficaria verna)
Leicht giftig | Sobald diese Pflanze blüht, produziert sie in Blättern und Wurzeln das stark reizende Gift Protoanemonin. Nur die jungen, deutlich vor der Blüte geernteten Blätter sind unbedenklich und essbar; alle älteren Teile verursachen Übelkeit und Erbrechen.
Schierling – Gefleckter (Conium maculatum)
Stark giftig | Der Gefleckte Schierling ist eine der tödlichsten Pflanzen Europas und berühmt für den „Schierlingsbecher“. Sein hochgiftiges Pseudoalkaloid Coniin führt in minimaler Dosis zu einer bei vollem Bewusstsein eintretenden, tödlichen Atemlähmung.
Schneeball – Gewöhnlicher (Viburnum opulus)
Giftig | Rinde, Blätter und die ungekochten, roten Steinfrüchte des Schneeballs sind giftig. Obwohl die Toxizität der Früchte oft debattiert wird, führt ein roher Verzehr verlässlich zu heftiger Übelkeit, schweren Magen-Darm-Krämpfen und blutigem Durchfall.
Schneeball – Wolliger (Viburnum lantana)
Giftig | Auch wenn die reifen Früchte oft als harmlos diskutiert werden, sind Blätter, Rinde und unreife Steinfrüchte des Wolligen Schneeballs giftig. Der Verzehr der reizenden Pflanzenteile ruft schmerzhafte Entzündungen im gesamten Magen-Darm-Trakt hervor.
Schneebeere – Gewöhnliche (Symphoricarpos albus)
Giftig | Die weißen, oft von Kindern als „Knallerbsen“ zerdrückten Beeren sind giftig. Ein Verschlucken der verlockenden Früchte reizt die Schleimhäute stark und führt zu Brechdurchfall, Bauchschmerzen und einem unangenehmen Kratzen im Hals.
Schneeglöckchen – Kleines (Galanthus nivalis)
Giftig | Der unschuldige Frühlingsbote ist durch starke Amaryllidaceen-Alkaloide in allen Teilen giftig. Besonders die Zwiebel enthält eine so hohe Giftkonzentration, dass ein versehentlicher Verzehr massives Erbrechen, schweren Durchfall und extremen Speichelfluss auslöst.
Schneerose / Christrose (Helleborus niger)
Stark giftig | Die faszinierende Christrose ist durch Saponine, reizendes Protoanemonin und gefährliche Herzgifte wie Helleborin massiv giftig. Vergiftungen sind lebensbedrohlich und äußern sich durch schwere Schleimhautreizungen, Schwindel, Krämpfe und dramatische Herzrhythmusstörungen.
Schöllkraut (Chelidonium majus)
Giftig | Das Schöllkraut ist aufgrund seiner vielen Alkaloide in allen Teilen giftig. Der ätzende, orangefarbene Milchsaft kann bei Hautkontakt starke Reizungen verursachen, während ein Verschlucken zu schmerzhaften Magen-Darm-Beschwerden und blutigen Durchfällen führt.
Seidelbast – Echter (Daphne mezereum)
Stark giftig | Der Seidelbast ist hochgefährlich, da seine Gifte (Daphnetoxin, Mezerein) sogar über die unversehrte Haut eindringen können. Der Verzehr seiner leuchtend roten Beeren zerfrisst die Schleimhäute und führt unweigerlich zu massiven Nierenschäden.
Seifenkraut – Gewöhnliches (Saponaria officinalis)
Schwach giftig | Das Seifenkraut schäumt nicht nur im Wasser, sondern reizt auch stark den Magen. Aufgrund seiner hochkonzentrierten Saponine stuft man es als schwach giftig ein. Eine innere Anwendung kann schnell zu schwerem Brechreiz führen.
Spindelstrauch – Gewöhnlicher (Euonymus europaeus)
Giftig | Das sogenannte Pfaffenhütchen ist ein in allen Teilen giftiger Strauch. Der Verzehr seiner verlockenden, pink-orangen Samen löst zeitverzögert schwerste Bauchschmerzen aus und kann das Herz-Kreislauf-System bis hin zum tödlichen Kollaps belasten.
Springkraut – Drüsiges (Impatiens glandulifera)
Schwach giftig | Im rohen Zustand ist das Drüsige Springkraut leicht giftig. Die frischen Pflanzenteile enthalten starke Reizstoffe, die beim unbedachten Verzehr die Magenwände angreifen und gezielt als intensives Brechmittel wirken können.
Springkraut – Großes (Impatiens noli-tangere)
Schwach giftig | Wie alle seine Verwandten ist auch das Große Springkraut roh leicht giftig. Die reizenden Inhaltsstoffe der Blätter und Stängel führen roh verzehrt zu unangenehmer Übelkeit und heftigem Erbrechen.
Springkraut – Kleines (Impatiens parviflora)
Schwach giftig | Das frische, rohe Kleingewächs birgt Tücken: Es ist leicht giftig. Werden die rohen Pflanzenteile gegessen, reizen die enthaltenen Wirkstoffe den empfindlichen Magen-Darm-Trakt und lösen zuverlässig starken Brechreiz aus.
Stechapfel – Gemeiner (Datura stramonium)
Stark giftig | Der Stechapfel ist ein gefürchtetes und unberechenbares Halluzinogen. Alle Pflanzenteile enthalten hochgiftige Tropan-Alkaloide, die bereits in kleinsten Mengen zu schweren Wahnvorstellungen, starker Atemnot und im schlimmsten Fall zum tödlichen Koma führen.
Stechpalme – Europäische (Ilex aquifolium)
Giftig | Rote Steinfrüchte und stachelige Blätter der Stechpalme sind giftig. Besonders bei Kindern reicht schon das Verschlucken weniger Früchte aus, um heftige Übelkeit, schweren Brechdurchfall und gefährliche Rhythmusstörungen des Herzens auszulösen.
Steinklee – Gelber (Melilotus officinalis)
Schwach giftig | Der intensive Duft verrät es: Steinklee ist extrem reich an Cumarin. Wird die Pflanze stark überdosiert oder schimmelig verzehrt, hemmt das Gift die Blutgerinnung drastisch und führt zu massiven Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.
Sumpfdotterblume (Caltha palustris)
Giftig | Die leuchtend gelbe Sumpfdotterblume ist im rohen Zustand giftig. Ihr Pflanzensaft enthält starkes Protoanemonin, das die Schleimhäute verätzt. Ein unachtsamer Verzehr zieht sofort quälende Magenkrämpfe, Erbrechen und Schwindel nach sich.
T – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Tollkirsche – Schwarze (Atropa belladonna)
Stark giftig | Die Schwarze Tollkirsche ist eine der gefährlichsten Giftpflanzen Europas. Schon wenige der süßlich schmeckenden, glänzenden schwarzen Beeren führen durch hochwirksame Alkaloide zu Tobsuchtsanfällen, Herzrasen und im schlimmsten Fall zum tödlichen Atemstillstand.
Traubenkraut – Beifußblättriges (Ambrosia artemisiifolia)
Hoch allergen | Ambrosia ist ein Albtraum für Allergiker. Ihre extrem aggressiven Pollen lösen nicht nur schwersten Heuschnupfen aus, sondern können auch tief in die Lunge eindringen und schweres, chronisches Asthma verursachen.
U – Lexikon – Liste
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V – Lexikon – Liste
Nix los bei V 😉
W – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Wacholder – Gemeiner (Juniperus communis)
Giftig | Die Nadeln und unreifen Beerenzapfen des Wacholders bergen extrem reizende ätherische Öle. Eine Überdosierung des ansonsten nutzbaren Gewürzes führt zu starken Nierenschmerzen, blutigem Urin und massiven Schädigungen der Ausscheidungsorgane.
Waldmeister (Galium odoratum)
Essbar/essbare Teile / auf Menge achten | Der wunderbare Maibowlen-Duft des Waldmeisters stammt vom Cumarin, das erst beim Welken entsteht. In zu hohen Dosen aufgenommen, wirkt dieser Stoff jedoch toxisch und provoziert dröhnende Kopfschmerzen, Schwindel und Leberschäden.

Waldrebe – Gewöhnliche (Clematis vitalba)
Giftig | Die Ranken der Gewöhnlichen Waldrebe bergen ätzende Gefahren. Das in allen Teilen enthaltene Protoanemonin reizt die Haut so stark, dass sich schnell tiefe, schmerzhafte Blasen und schwer heilende Entzündungen bilden können.
Weißwurz – Vielblütige (Polygonatum multiflorum)
Leicht giftig | Das auch Salomonssiegel genannte Gewächs ist in allen Teilen giftig. Besonders die blauschwarzen Beeren verleiten zum Naschen, lösen aber durch konzentrierte Saponine schnell Erbrechen, Durchfall und Kreislaufbeschwerden aus.
Wicke – Vogel-Wicke (Vicia cracca)
Essbar/essbare Teile / auf Menge achten | Obwohl die Wicke als Wildgemüse gilt, sind roh verzehrte Früchte und Samen leicht giftig. Sie enthalten unverträgliche Aminosäuren und Blausäureglykoside, die bei rohem Genuss Magenkrämpfe, Erbrechen und schweren Durchfall nach sich ziehen.
Wicke – Zaun-Wicke (Vicia sepium)
Essbar/essbare Teile / auf Menge achten | Auch die Zaun-Wicke erfordert Vorsicht. Werden die Samen oder Hülsen roh gegessen, attackieren die darin enthaltenen Leichtgifte den Magen-Darm-Trakt und rufen anhaltende Übelkeit, schmerzhafte Blähungen und starken Durchfall hervor.
Winde – Acker-Winde (Convolvulus arvensis)
Leicht giftig | Die Acker-Winde produziert in ihren zarten Blüten und Blättern potenziell psychoaktive Alkaloide. Zusammen mit enthaltenen Harzglykosiden führt ein roher Verzehr zu starken Reizungen im Verdauungstrakt, Magenkrämpfen und einer massiv abführenden Wirkung.
Windröschen – Gelbes (Anemone ranunculoides)
Giftig | Wie sein weißer Verwandter ist das Gelbe Windröschen stark toxisch. Der Pflanzensaft enthält ätzendes Protoanemonin. Jeglicher Kontakt oder Verzehr der frischen Pflanze löst schmerzhafte Blasen auf Haut und empfindlichen Schleimhäuten aus.
Winterling (Eranthis hyemalis)
Stark giftig | Der erste Frühlingsblüher hat es in sich: Besonders sein knolliges Rhizom ist extrem giftig. Eine Vergiftung attackiert massiv das Herz, senkt den Puls gefährlich ab und führt zu rasenden Koliken, Atemnot und Sehstörungen.
Wolfsmilch – Zypressen (Euphorbia cyparissias)
Stark giftig | Die Zypressen-Wolfsmilch wehrt sich mit extrem toxischem, weißem Milchsaft. Ein winziger Tropfen auf der Haut oder im Auge verursacht schlimmste Verätzungen, während ein Verschlucken die inneren Organe massiv und lebensbedrohlich entzündet.
X – Lexikon – Liste
Nix los bei X 😉
Y – Lexikon – Liste
Nix los bei Y 😉
Z – Lexikon „Giftige & unverträgliche Wildpflanzen & Früchte“ – Liste
Zaunrübe – Rotfrüchtige (Bryonia dioica)
Giftig | Die riesige rübenartige Wurzel und die leuchtend roten Beeren dieser Kletterpflanze sind hochgiftig. Der Verzehr nur weniger Früchte löst bei Kindern rasch lebensbedrohliche Atemnot, blutiges Erbrechen und zentrale Lähmungserscheinungen aus.
Zaunwinde – Echte (Calystegia sepium)
Leicht giftig | Die schönen Kelchblüten der Zaunwinde verbergen reizende Harzglykoside. Ein unbedachter Verzehr des frischen Krauts schlägt heftig auf den Magen und löst unangenehme, langanhaltende Durchfälle und schmerzhafte Krämpfe im Darmtrakt aus.
Achtung vor giftigen Wildpflanzen und -früchten: Ein Leitfaden für sicheres Sammeln in der Natur
Die Natur ist ein prachtvoller Garten, doch nicht alles, was dort wächst, ist für unseren Teller bestimmt. Neben einer Fülle an essbaren Schätzen existieren Wildpflanzen und Früchte, deren Inhaltsstoffe für den Menschen unverträglich, toxisch oder im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sind. Die Fähigkeit, diese Arten sicher zu identifizieren und zu meiden, ist die wichtigste Grundvoraussetzung für jeden Naturbegeisterten.
Botanische Grundlagen: Die verborgene Gefahr
Giftpflanzen haben ihre Toxine nicht entwickelt, um uns zu schaden, sondern als Schutzstrategie gegen Fraßfeinde. Diese chemischen Verbindungen (wie Alkaloide, Glykoside oder Terpene) können in allen Pflanzenteilen – von der Wurzel bis zur Frucht – konzentriert sein. Ein gefährlicher Trugschluss ist die Annahme, Giftpflanzen würden durch Warnsignale wie einen bitteren Geschmack oder auffällige Farben auf sich aufmerksam machen. Arten wie der Gefleckte Schierling riechen zwar unangenehm, doch der Blaue Eisenhut (die giftigste Pflanze Europas) oder die Herbstzeitlose wirken optisch oft unbedenklich und attraktiv, bergen aber tödliche Gefahren.
Gesundheitliche Risiken und Symptomatik
Die Auswirkungen einer Vergiftung reichen von Hautreizungen bei bloßer Berührung (Kontaktgifte) bis hin zu schweren systemischen Schäden nach dem Verzehr. Typische Symptome können Übelkeit, Schwindel, Atembeschwerden, Halluzinationen oder Herzrhythmusstörungen sein. Da viele Gifte zeitversetzt wirken, wird der Zusammenhang zur Mahlzeit oft erst spät erkannt. Im Verdachtsfall sollte daher niemals abgewartet, sondern sofort der Giftnotruf oder ein Arzt kontaktiert werden.
Zwischen Heilmittel und Toxin: Die Rolle in der Medizin
Es ist eine faszinierende Tatsache der Pharmakologie, dass viele hochwirksame Medikamente ihren Ursprung in Giftpflanzen haben. Wirkstoffe aus dem Fingerhut (Digitalis) werden bei Herzinsuffizienz eingesetzt, und Extrakte der Eibe spielen eine Rolle in der Krebstherapie. Doch Vorsicht: In der Medizin werden diese Stoffe hochgradig isoliert, standardisiert und in mikroskopisch genauen Dosierungen verabreicht. Eine Selbstmedikation mit Pflanzenteilen ist lebensgefährlich, da der Wirkstoffgehalt in einer Wildpflanze je nach Standort und Jahreszeit extrem schwanken kann. Die Grenze zwischen Heilung und tödlicher Dosis ist bei diesen Arten hauchdünn und darf ausschließlich von medizinischem Fachpersonal gezogen werden.
Sicherheit und Ethik im Gelände
Die wichtigste Regel beim Sammeln lautet: „Im Zweifel nie!“ Wer sich bei der Identifikation nicht zu 100 % sicher ist, lässt die Pflanze stehen. Neben der persönlichen Sicherheit spielt auch hier die Ökologie eine Rolle: Viele Giftpflanzen sind seltene Spezialisten und stehen unter strengem Naturschutz. Respektiere ihre Rolle im Ökosystem und beobachte sie mit gebührendem Abstand und Wissen.
Fazit: Respekt statt Angst
Giftpflanzen sind kein Grund zur Panik, sondern ein Grund zur Achtsamkeit. Durch fundierte Artenkenntnis und den Respekt vor der chemischen Schlagkraft der Natur wird der Aufenthalt im Grünen zu einem sicheren Erlebnis. Informiere dich, schärfe deinen Blick und genieße die Natur mit Verstand und Verantwortung. Ich wünsche dir viel Freude an und in der Natur! Ronald
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Frühblüher & Frühlingspflanzen – Lexikon A-Z
In diesem Bereich findest du Wildpflanzen & Kräuter die du vorwiegend im Frühling finden wirst. (Von ca. Ende Februar bis Anfang Juni – wo dann der Frühsommer beginnt.)




















































































