Herbstpflanzen - Übersicht

Wildpflanzen/Wildkräuter die im Herbst waschsen

Herbstpflanzen, Blumen & Kräuter – Lexikon A bis Z

Auf dieser Seite findest du Wildpflanzen & Kräuter die hauptsächlich im Herbst blühen oder ausreifen

Im Bereich „Herbstpflanzen“ findest du jene Wildkräuter, Blumen und Gehölze, die in den Monaten September und Oktober ihre Hauptblütezeit haben. Während sich viele Arten bereits auf den Winter vorbereiten, nutzen diese Spezialisten die milden Tage des Spätsommers und Herbstes für ihren großen Auftritt.

👉 Hinweis: Die Natur folgt keinem starren Uhrwerk. Das Erscheinen und Blühen der Pflanzen wird maßgeblich von geografischen und meteorologischen Faktoren beeinflusst. In geschützten Tälern verweilt der Sommer oft länger, während in hohen Lagen bereits die ersten Nachtfröste den Lebenszyklus beschleunigen können. Pflanzen an „schwierigen“ Standorten müssen oft regelrecht aufs Gas drücken, um ihre Samenreife vor dem ersten Wintereinbruch abzuschließen.

Auch der Mensch beeinflusst diesen Rhythmus: Auf gemähten Wiesen zeigen viele Arten eine sogenannte Nachblüte – sie erscheinen und blühen erneut, obwohl ihre eigentliche Zeit im Jahreslauf bereits vorüber war. Nutze die Zeitangaben daher als wertvolle Orientierung, bleibe aber aufmerksam für die individuellen Launen der Natur.

Dieser Bereich dient als Lexikon und Nachschlagewerk für die herbstliche Flora unserer Heimat. Bitte beachte, dass die Vorschaubilder lediglich der ersten Orientierung dienen. Für eine sichere Identifizierung im Gelände nutze bitte meine detaillierte „Pflanzenbestimmungshilfe“.

👉 Bitte beachte: Bewege dich achtsam und rücksichtsvoll gegenüber der Tier- und Pflanzenwelt durch die Natur. Respektiere Privateigentum und entnimm nur so viel, wie du für deinen persönlichen Bedarf benötigst. Achte besonders auf seltene Arten und schone Bestände, die an deinem Standort nur vereinzelt vorkommen.

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A – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Acker-Senf (Sinapis arvensis)
Acker-Senf

Acker-Senf (Sinapis arvensis)
Essbar/essbare Teile | Auf abgeernteten Stoppelfeldern wagt der Acker-Senf im milden Herbst oft eine zweite Blüte. Im September und Oktober lassen sich zudem seine reifen, scharfen Samen sammeln, die zerstoßen wunderbar deftige, wärmende Herbstgerichte würzen.


B – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Beifuß - Gewöhnlicher (Artemisia vulgaris)
Beifuß – Gewöhnlicher

Beifuß – Gewöhnlicher (Artemisia vulgaris)
Essbar/essbare Teile / auf Menge achten | Wenn die Tage kühler werden, reifen am Beifuß die unscheinbaren Samenstände heran. Im Spätsommer und Herbst geerntet, liefert die Pflanze jetzt ihr intensivstes, wärmendes Aroma – perfekt als traditionelles Gewürz für schwere, herbstliche Braten.

Berufkraut - Kanadisches (Erigeron canadensis)
Berufkraut – Kanadisches

Berufkraut – Kanadisches (Erigeron canadensis)
Essbar/essbare Teile | Das Kanadische Berufkraut ist ein einjähriger Pionier, der seine gelb-weißen Blüten oft bis in den Oktober hinein zeigt. In der kühler werdenden Jahreszeit bietet es letzten fliegenden Insekten Nektar und liefert herbe Blätter für Teemischungen.

Brennnessel - Große (Urtica dioica)
Brennnessel – Große

Brennnessel – Große (Urtica dioica)
Essbar/essbare Teile | Der Herbst ist die wichtigste Zeit für Brennnessel-Fans! Von September bis Oktober hängen die weiblichen Pflanzen schwer von grünen und braunen Samenrispen. Dieses regionale Superfood strotzt vor hochwertigen Fetten und Proteinen für die kalte Jahreszeit.

Buchweizen - Echter (Fagopyrum esculentum)
Buchweizen – Echter

Buchweizen – Echter (Fagopyrum esculentum)
Essbar/essbare Teile | Im frühen Herbst endet die Blütezeit des Buchweizens, und die kantigen, braunen Samen reifen heran. Als glutenfreies Pseudogetreide lassen sich diese ab September ernten, um daraus kräftigende Grütze oder nahrhaftes Mehl für herbstliche Pfannkuchen zu mahlen.


C – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Nix los bei C 😉


D – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Nix los bei D 😉


E – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Efeu - Gemeiner (Hedera helix)
Efeu – Gemeiner

Efeu – Gemeiner (Hedera helix)
Stark giftig | Der Efeu ist der König der echten Herbstblüher! Erst im September und Oktober öffnet er seine unscheinbaren, gelbgrünen Dolden. Für Bienen und Schwebfliegen ist die stark giftige Pflanze eine der wichtigsten späten Nektarquelle vor dem Wintereinbruch.

Ehrenpreis - Persischer (Veronica persica)
Ehrenpreis – Persischer

Ehrenpreis – Persischer (Veronica persica)
Essbar/essbare Teile | Solange der erste Frost auf sich warten lässt, blüht der Persische Ehrenpreis unbeirrt weiter. In milden Herbstwochen leuchten seine himmelblauen Blüten auf kahlen Äckern und bieten noch einmal zartes Grün für späte Wildkräutersalate.

Eisenkraut - Echtes (Agrostietea stoloniferae)
Eisenkraut – Echtes

Eisenkraut – Echtes (Verbena officinalis)
Essbar/essbare Teile | Das Echte Eisenkraut zeigt sich im Herbst oft besonders zäh. Bis in den Oktober hinein trotzt es kühlen Nächten und streckt seine zarten, blasslila Blütenähren in die tiefstehende Herbstsonne, während die Pflanze ihre wertvollen, herben Inhaltsstoffe konzentriert.


F – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Flockenblume - Wiesen (Centaurea jacea)
Flockenblume – Wiesen

Flockenblume – Wiesen (Centaurea jacea)
Essbar/essbare Teile | Wenn Wiesen im Spätsommer gemäht werden, startet die Wiesen-Flockenblume im September oft eine farbenfrohe Nachblüte. Gleichzeitig reifen in den älteren Blütenkörbchen nahrhafte Samen heran, die für viele heimische Vögel eine wichtige Vorwinter-Nahrung darstellen.


G – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Gänseblümchen (Bellis perennis)
Gänseblümchen

Gänseblümchen (Bellis perennis)
Essbar/essbare Teile | Das Gänseblümchen kennt keinen Feierabend. Oft blüht es nach dem herbstlichen Rasenschnitt noch einmal kräftig auf. Die frischen, jungen Blattrosetten lassen sich an frostfreien Herbsttagen hervorragend als Vitamin-C-Spender für herzhafte Kräuterquarks sammeln.

Gänsedistel - Acker (Sonchus arvensis)
Gänsedistel – Acker

Gänsedistel – Acker (Sonchus arvensis)
Essbar/essbare Teile | Im Frühherbst entlassen die Gänsedisteln ihre Samen wie kleine Fallschirme in den Herbstwind. Während die Blüten langsam vergehen, ziehen sich die Nährstoffe der Pflanze in das kriechende Rhizom zurück, das sich nun als stärkereiches Wurzelgemüse ausgraben lässt.

Gänsedistel - Gemüse (Sonchus oleraceus)
Gänsedistel – Gemüse

Gänsedistel – Gemüse (Sonchus oleraceus)
Essbar/essbare Teile | Bis in den späten Oktober hinein kann die Gemüse-Gänsedistel in geschützten Lagen weiterblühen. Wenn das Laub anderer Pflanzen welkt, bieten ihre frischen Triebspitzen noch immer eine mild-bittere Bereicherung für herbstliche Eintöpfe.

Gänsedistel - Raue-Gänsedistel (Sonchus asper)
Gänsedistel – Raue-Gänsedistel

Gänsedistel – Raue-Gänsedistel (Sonchus asper)
Essbar/essbare Teile | Bevor die ersten Fröste die Natur in die Knie zwingen, blüht die wehrhafte Raue Gänsedistel tapfer weiter. Im Herbst nutzt sie jeden Sonnenstrahl, um ihre Samenreife abzuschließen, während Insekten an wärmeren Tagen dankbar ihren Nektar anfliegen.

Gänsefuß - Bastard (Chenopodiastrum hybridum)
Gänsefuß – Bastard

Gänsefuß – Bastard (Chenopodiastrum hybridum)
Essbar/essbare Teile | Im September und Oktober liegt der Fokus beim Bastard-Gänsefuß verstärkt auf der potenziellen Ernte. Die Pflanze ist nun prall gefüllt mit stärke- und proteinreichen Samen, die sich hervorragend zu einer nahrhaften, sättigenden Wildgrütze verarbeiten lassen.

Gänsefuß - Weißer (Chenopodium album)
Gänsefuß – Weißer

Gänsefuß – Weißer (Chenopodium album)
Essbar/essbare Teile | Der Herbst macht den Weißen Gänsefuß zur wilden Quinoa-Ernte! Die großen Pflanzen hängen im September schwer von abertausenden, graugrünen Samen. Gekocht oder gemahlen liefern sie nach gründlichem Waschen Kohlenhydrate und Proteine als Vorrat für den Winter.

Goldrute - Kanadische (Solidago canadensis)
Goldrute – Kanadische

Goldrute – Kanadische (Solidago canadensis)
Essbar/essbare Teile | Die Kanadische Goldrute ist die rettende Insel im herbstlichen Blütenmangel. Im September überzieht sie Brachflächen mit einem leuchtend gelben Blütenteppich und versorgt Honigbienen und Wildinsekten mit essenziellem Nektar für deren Wintervorräte.

Greiskraut - Gewöhnliches (Senecio vulgaris)
Greiskraut – Gewöhnliches

Greiskraut – Gewöhnliches (Senecio vulgaris)
Schwach giftig | Das Gewöhnliche Greiskraut trotzt den herbstlichen Temperaturen mühelos und blüht bis tief in den November hinein. Seine weißen Samen-Pusteblumen fliegen mit den Herbststürmen davon. Wegen seiner leberschädigenden Gifte hat es in der Wildkräuterküche nichts verloren.


H – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Habichtskraut - Kleines (Hieracium pilosella)
Habichtskraut – Kleines

Habichtskraut – Kleines (Hieracium pilosella)
Essbar/essbare Teile | Wenn die große Sommerhitze vorbei ist, zeigt das Kleine Habichtskraut auf Trockenrasen oft eine zweite, leuchtend gelbe Blütephase. Seine Blattrosetten schmiegen sich nun dicht an den Boden, um die schwächer werdende Herbstsonne optimal einzufangen.

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
Herbstzeitlose

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale)
Stark giftig | Ein absolut faszinierendes, aber tödliches Herbstwunder: Die Herbstzeitlose schiebt im September und Oktober ihre zartrosa bis violetten Blüten direkt aus dem nackten Boden – völlig ohne Blätter! Ihre extreme Giftigkeit macht sie zu einer der gefährlichsten Giftpflanzen (Wirkstoff Colchicin) unserer Breiten.

Hirtentäschel - Gewöhnliches (Capsella bursa-pastoris)
Hirtentäschel – Gewöhnliches

Hirtentäschel – Gewöhnliches (Capsella bursa-pastoris)
Essbar/essbare Teile | Das Hirtentäschel lässt sich vom nahenden Winter nicht beeindrucken. Oft findet man die kleinen, weißen Blüten und scharfen Samentäschchen noch an milden Novembertagen, wo sie letzte pikante Frische-Kicks für winterliche Salate liefern.

Hohlzahn - Bunter (Galeopsis speciosa)
Hohlzahn – Bunter

Hohlzahn – Bunter (Galeopsis speciosa)
Essbar/essbare Teile | In lichten Herbstwäldern blüht der Bunte Hohlzahn oft noch bis in den Oktober hinein. Seine prächtigen, gelb-violetten Blüten bieten spät fliegenden Hummeln an sonnigen Nachmittagen eine letzte, ergiebige Nektar-Tankstelle.

Hohlzahn - Gemeiner (Galeopsis tetrahit)
Hohlzahn – Gemeiner

Hohlzahn – Gemeiner (Galeopsis tetrahit)
Essbar/essbare Teile | Auch der Gemeine Hohlzahn ist hart im Nehmen und streckt seine borstigen Stängel mutig den Herbststürmen entgegen. Bis zum ersten starken Frost findet man seine rötlichen Blüten in Waldschlägen, bevor die Pflanze abstirbt und ihre Samen verstreut.


I – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

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J – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

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K – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Knopfkraut - Behaartes (Galinsoga quadriradiata)
Knopfkraut – Behaartes

Knopfkraut – Behaartes (Galinsoga quadriradiata)
Essbar/essbare Teile | Das Knopfkraut wächst und blüht rasant bis zur allerletzten Minute. Erst der erste Nachtfrost beendet das Leben dieser wuchsfreudigen Pflanze. Bis dahin liefert sie im herbstlichen Gemüsegarten hervorragendes, mildes Grün für späte Smoothies.

Knöterich - Ampfer (Persicaria lapathifolia)
Knöterich – Ampfer

Knöterich – Ampfer (Persicaria lapathifolia)
Essbar/essbare Teile | Im frühen Herbst rötet sich oft das Laub des Ampfer-Knöterichs und zeigt eine wunderbare Herbstfärbung. An den feuchten Ufern reifen im September unzählige kleine Samen heran, die für viele überwinternde Vögel eine lebenswichtige Nahrungsquelle sind.

Kornblume (Centaurea cyanus)
Kornblume

Kornblume (Centaurea cyanus)
Essbar/essbare Teile | Auf abgemähten Stoppelfeldern wagt die Kornblume im Spätsommer und Frühherbst oft einen zweiten Auftritt. Ihre blauen Blüten leuchten vereinzelt in der tiefstehenden Herbstsonne und liefern eine späte, essbare Dekoration für deftige Wildgerichte.

Kratzdistel - Acker (Cirsium arvense)
Kratzdistel – Acker

Kratzdistel – Acker (Cirsium arvense)
Essbar/essbare Teile | Im Herbst stirbt der oberirdische Teil der Acker-Kratzdistel langsam ab, während der Wind ihre flauschigen Samen weiterträgt. Nun zieht sich die Energie in die dicken, waagerechten Wurzeln zurück, die sich als nahrhaftes Gemüse für die Vorratshaltung ausgraben lassen.

Kratzdistel - Gewöhnliche (Cirsium vulgare)
Kratzdistel – Gewöhnliche

Kratzdistel – Gewöhnliche (Cirsium vulgare)
Essbar/essbare Teile | Wenn die violetten Blüten im September verblühen, bildet die Gewöhnliche Kratzdistel Samenstände, die von Distelfinken (Stieglitzen) heiß begehrt sind. Wer die stachelige Pflanze im Spätherbst ausgräbt, findet im ersten Jahr eine extrem stärkereiche Wurzel.

Kratzdistel - Kohl (Cirsium oleraceum)
Kratzdistel – Kohl

Kratzdistel – Kohl (Cirsium oleraceum)
Essbar/essbare Teile | Im September neigt sich die Blüte der Kohl-Kratzdistel dem Ende zu. Wenn das Laub vergilbt, ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, um den kräftigen, inulinreichen Wurzelstock auszugraben, der gekocht ein wunderbar sättigendes, mildes Herbstgemüse ergibt.


L – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Labkraut - Kletten (Galium aparine)
Labkraut – Kletten

Labkraut – Kletten (Galium aparine)
Essbar/essbare Teile | Im Herbst macht das Kletten-Labkraut seinem Namen alle Ehre. Seine winzigen, kugeligen Spaltfrüchte kletten sich hartnäckig an Hosenbeine und Tierfelle, um neue Reviere zu erobern. Geröstet bieten diese kleinen Samen nun einen in der Notzeit genutzten Kaffeeersatz.

Leinkraut - Echtes (Linaria vulgaris)
Leinkraut – Echtes

Leinkraut – Echtes (Linaria vulgaris)
Essbar/essbare Teile | Wie kleine, sonnige Farbtupfer leuchten die Blüten des Echten Leinkrauts bis tief in den Oktober hinein. Dieser ausdauernde Herbstblüher trotzt trockenen Böschungen und kühlen Nächten, um Insekten in der kargen Jahreszeit wertvolle Nahrung zu spenden.


M – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Malve - Moschus-Malve (Malva moschata)
Malve – Moschus-Malve

Malve – Moschus-Malve (Malva moschata)
Essbar/essbare Teile | Im milden Herbstlicht öffnen sich die letzten rosa Blüten der Moschus-Malve. Gleichzeitig lassen sich an den Stängeln die knopfartigen, reifen Samenkapseln (Käsepappeln) finden, die ein nussiger Snack sind und sich für die Aussaat im nächsten Frühjahr sammeln lassen.

Malve - Rosen-Malve (Malva alcea)
Malve – Rosen-Malve

Malve – Rosen-Malve (Malva alcea)
Essbar/essbare Teile | Auch die Rosen-Malve beendet im Frühherbst langsam ihr prächtiges Blütenfeuerwerk. Wenn die Tage kühler werden, lohnt es sich, die wertvollen, schleimstoffreichen Wurzeln der Pflanze auszugraben, um reizlindernde Tees für die beginnende Erkältungszeit herzustellen (Volksheilkunde).

Malve - Weg-Malve (Malva neglecta)
Malve – Weg-Malve

Malve – Weg-Malve (Malva neglecta)
Essbar/essbare Teile | An schützenden Hauswänden oder Mauern blüht die Weg-Malve oft bis weit in den November. Ihre Blätter bleiben an frostfreien Tagen intakt und liefern auch im späten Herbst noch lindernde Schleimstoffe für raue Hälse und Tees.

Malve - Wilde-Malve (Malva sylvestris)
Malve – Wilde-Malve

Malve – Wilde-Malve (Malva sylvestris)
Essbar/essbare Teile | Die Wilde Malve zeigt bis in den Oktober hinein letzte violette Blüten. Der Herbst ist die ideale Zeit, um ihre tiefreichenden Wurzeln schonend zu ernten. Getrocknet und als Tee aufgegossen, sind sie ein bewährtes reizlinderndes Hausmittel bei herbstlichen Husten.

Margerite - Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
Margerite – Wiesen-Margerite

Margerite – Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare)
Essbar/essbare Teile | Nach dem zweiten Wiesenschnitt im Spätsommer starten viele Margeriten im September in eine Nachblüte. Die weißen Blütenköpfchen sind im herbstlichen Licht eine fröhliche, essbare Zierde und läuten auf Wiesen sanft das Ende des Pflanzenjahres ein.

Melde - Spreizende (Atriplex patula)
Melde – Spreizende

Melde – Spreizende (Atriplex patula)
Essbar/essbare Teile | Wie der Gänsefuß ist auch die Melde eine hervorragende herbstliche Nahrungsquelle. Im September und Oktober sind ihre Stängel dicht mit winzigen Samen besetzt. Diese lassen sich leicht abstreifen und ergeben gekocht eine gehaltvolle, sättigende Beilage.

Minze - Acker-Minze (Mentha arvensis)
Minze – Acker-Minze

Minze – Acker-Minze (Mentha arvensis)
Essbar/essbare Teile | Wenn die oberirdischen Teile der Acker-Minze im Herbst langsam welken, zieht sich das intensive Aroma in die Rhizome zurück. Gleichzeitig lassen sich späte Blätter ernten und trocknen, um sich einen erfrischenden, mentholhaltigen Vorrat für winterliche Tees anzulegen.


N – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Nachtkerze - Gemeine (Oenothera biennis)
Nachtkerze – Gemeine

Nachtkerze – Gemeine (Oenothera biennis)
Essbar/essbare Teile | Der Herbst ist die Erntezeit der Nachtkerze! An den trockenen, hohen Stängeln reifen die ölhaltigen Samen heran. Im ersten Wuchsjahr (ohne Stängel) lohnt es sich ab Oktober, die fleischigen Pfahlwurzeln („Schinkenwurz“) als gehaltvolles Herbstgemüse auszugraben.

Nachtkerze - Rotkelchige (Oenothera glazioviana)
Nachtkerze – Rotkelchige

Nachtkerze – Rotkelchige (Oenothera glazioviana)
Essbar/essbare Teile | Auch die Rotkelchige Nachtkerze verlagert ihre Kraft im Herbst in den Boden. Die im Oktober geernteten, rübenartigen Wurzeln der einjährigen Rosetten kocht man am besten wie Pastinaken in kräftiger Brühe, um sich für die kalte Jahreszeit zu stärken.

Nachtschatten - Schwarzer (Solanum nigrum)
Nachtschatten – Schwarzer

Nachtschatten – Schwarzer (Solanum nigrum)
Leicht giftig | Im September und Oktober reifen die giftigen Beeren des Schwarzen Nachtschattens und färben sich tiefschwarz. Obwohl sie für Menschen je nach Reifegrad giftig und ungenießbar bleiben, dienen die weichen Früchte spät ziehenden Vögeln als herbstliche Nahrungsquelle.

Natternkopf - Gewöhnlicher (Echium vulgare)
Natternkopf – Gewöhnlicher

Natternkopf – Gewöhnlicher (Echium vulgare)
Essbar/essbare Teile / auf Menge achten | Oft blüht der Natternkopf unbeeindruckt bis in den späten Oktober hinein. An warmen, sonnigen Herbstnachmittagen leuchten seine blauen Blüten auf Trockenwiesen und bieten hungrigen Insekten eine absolut wertvolle, späte Nektartankstelle vor der Winterstarre.


O – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

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P – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

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Q – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

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R – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

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S – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Schafgarbe - Gemeine (Achillea millefolium)
Schafgarbe – Gemeine

Schafgarbe – Gemeine (Achillea millefolium)
Essbar/essbare Teile | Die Schafgarbe zeigt auf gemähten Wiesen im Herbst oft eine kleine, zweite Blüte. Zudem treibt sie frische, grüne Blattrosetten (das sogenannte „Augenbrauenkraut“) aus dem Boden, die den ganzen Herbst über geerntet und für verdauungsfördernde Tees getrocknet werden können.

Schöllkraut (Chelidonium majus)
Schöllkraut

Schöllkraut (Chelidonium majus)
Giftig | Das robuste Schöllkraut gibt nicht so schnell auf und blüht oft ununterbrochen bis zum ersten strengen Frost. Im Herbst zieht sich die Kraft der giftigen Pflanze stark in die orangefarbene Wurzel-Rhizom-Einheit zurück, die in der traditionellen Naturheilkunde tiefe Bedeutung hat.

Seifenkraut - Gewöhnliches (Saponaria officinalis)
Seifenkraut – Gewöhnliches

Seifenkraut – Gewöhnliches (Saponaria officinalis)
Schwach giftig | An den kühler werdenden Herbstabenden verströmen die letzten Blüten des Seifenkrauts oft noch einen feinen Duft. Im Spätherbst (Oktober) ist der optimale Zeitpunkt, um die dicken, saponinreichen Wurzeln auszugraben, zu trocknen und als natürliches Waschmittel zu nutzen.

Stechapfel - Gemeiner (Datura stramonium)
Stechapfel – Gemeiner

Stechapfel – Gemeiner (Datura stramonium)
Stark giftig | Ein gefährliches Herbstschauspiel: Im September platzen die stacheligen, walnussgroßen Kapseln des Gemeinen Stechapfels auf und geben unzählige schwarze Samen frei. Achtung: Die Samen dieses wärmeliebenden Nachtschattengewächses sind hochgradig giftig und enthalten gefährliche Tropanalkaloide!

Storchschnabel - Stink (Geranium robertianum)
Storchschnabel – Stink

Storchschnabel – Stinkender (Geranium robertianum)
Essbar/essbare Teile | Wenn die Nächte kühler werden, zeigt der Stinkende Storchschnabel eine leuchtend karminrote Herbstfärbung. Seine intensiv rot leuchtenden Stängel und Blätter zieren Mauern und Waldränder und bieten trotz der Kälte oft noch letzte, vereinzelte rosa Blüten.


T – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Taubnessel - Gefleckte (Lamium maculatum)
Taubnessel – Gefleckte

Taubnessel – Gefleckte (Lamium maculatum)
Essbar/essbare Teile | Die Gefleckte Taubnessel genießt die milden, feuchten Herbsttage und präsentiert ab September oft eine üppige, zweite Blütephase. Ihre purpurroten Lippenblüten und jungen Blätter liefern nun noch einmal milde Frische für Wildkräutersalate, bevor der Frost kommt.

Taubnessel - Purpurrote (Lamium purpureum)
Taubnessel – Purpurrote

Taubnessel – Purpurrote (Lamium purpureum)
Essbar/essbare Teile | Ein echter Überlebenskünstler für die kühle Jahreszeit: Die Purpurrote Taubnessel blüht unbeirrt bis in den November oder sogar Dezember hinein. Sie bietet in der dunkleren Jahreszeit zartes, purpur überhauchtes Grün, das wunderbar pilzartig schmeckt.

Taubnessel - Weiße (Lamium album)
Taubnessel – Weiße

Taubnessel – Weiße (Lamium album)
Essbar/essbare Teile | Auch die Weiße Taubnessel legt im Spätsommer eine zweite Blüte auf! An Waldrändern leuchten ihre großen weißen Lippenblüten im Herbstlicht. Im Oktober lassen sich ihre kräftigen Wurzeln ernten oder die frischen Blätter noch einmal als mildes Herbstgemüse kochen.

Thymian - Breitblättriger / Quendel (Thymus pulegioides)
Thymian / Quendel

Thymian – Breitblättriger / Quendel (Thymus pulegioides)
Essbar/essbare Teile | Wenn die warme Herbstsonne auf Steine und Böschungen trifft, verströmt der wilde Thymian letzte ätherische Öle. Auch wenn die Blütezeit langsam endet, können seine würzigen, immergrünen Blättchen oft bis tief in den Winter geerntet werden, um deftige Gerichte zu verfeinern.

Traubenkraut - Beifußblättriges / Ragweed (Ambrosia artemisiifolia)
Traubenkraut / Ragweed

Traubenkraut – Beifußblättriges (Ambrosia artemisiifolia)
Hoch allergen | Eine hochgefährliche Pflanze für den Herbst! Genau im Spätsommer und September blüht das Ragweed auf und entlässt Milliarden unsichtbarer, hochallergener Pollen in die Herbstwinde. Für Asthmatiker und Allergiker ist diese späte Blütezeit extrem belastend.


U – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

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V – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Vergissmeinnicht - Acker (Myosotis arvensis)
Vergissmeinnicht – Acker

Vergissmeinnicht – Acker (Myosotis arvensis)
Essbar/essbare Teile / auf Menge achten | In milden Herbstwochen blüht das Acker-Vergissmeinnicht oft noch bis in den Oktober hinein tapfer weiter. Seine winzigen, himmelblauen Blüten sind ein zarter, essbarer Gruß auf herbstlichen Äckern, der ein wenig an den vergangenen Sommer erinnert.

Vogelmiere - Gewöhnliche (Stellaria media)
Vogelmiere – Gewöhnliche

Vogelmiere – Gewöhnliche (Stellaria media)
Essbar/essbare Teile | Im Herbst läuft die Vogelmiere wieder zur Höchstform auf! Sie liebt kühles, feuchtes Herbstwetter und wächst rasant über kahle Beete. Die zarten Triebe trotzen sogar leichten Frösten und versorgen uns bis in den Winter mit frischem, mildem Vitamin-C.


W – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

Wegerich - Breit-Wegerich (Plantago major)
Wegerich – Breitwegerich

Wegerich – Breitwegerich (Plantago major)
Essbar/essbare Teile | An feuchten Herbstwegen ragen die langen Ähren des Breitwegerichs empor, dicht besetzt mit kleinen, braunen Samen. Diese reifen Samen quellen in Feuchtigkeit stark auf und bieten im Herbst gesammelt ein fantastisches, ballaststoffreiches Topping für Müsli und Brot.

Wegwarte - Gewöhnliche (Cichorium intybus)
Wegwarte – Gewöhnliche

Wegwarte – Gewöhnliche (Cichorium intybus)
Essbar/essbare Teile | Die tiefblauen Blüten der Wegwarte leuchten oft bis in den kühlen Oktober. Wenn die oberirdische Pflanze im Spätherbst welkt, beginnt die Ernte: Die tiefreichenden, inulinhaltigen Pfahlwurzeln werden nun ausgegraben, geröstet und zu gesundem, bitterem Muckefuck (Kaffee) gemahlen.


X – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

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Y – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

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Z – Lexikon „Wildkräuter, Pflanzen & Blumen im Herbst“ – Liste

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Weiter im Bereich „Wildkräuter finden, sammeln & verwenden“ mit …

Wilderkäuter die auch im Winter wachsen
Winterpflanzen

Winterpflanzen – Lexikon A-Z
In diesem Bereich findest du Wildkräuter und Pflanzen bzw. deren Früchte und Samen, die du vorwiegend – oder sogar ausschließlich – im Winter finden wirst.

Die Magie des Herbstes: Eine Reise durch die Welt der Herbstpflanzen, Blumen und Kräuter

Der Herbst ist die Zeit des großen Wandels und der Vorbereitung. Während das bunte Laub die Landschaft verzaubert, vollbringt die Pflanzenwelt im Stillen logistische Meisterleistungen. In diesem Artikel erkunden wir die Strategien der Herbstpflanzen, den Rückbau wertvoller Stoffe, das Phänomen der Frostkeimer und die Bedeutung dieser Jahreszeit für unsere Ernährung.

Botanische Grundlagen: Strategien im schwindenden Licht
Herbstpflanzen haben gelernt, mit kürzer werdenden Tagen und sinkenden Temperaturen umzugehen. Sogenannte Kurztagpflanzen beginnen erst jetzt zu blühen, da der Reiz der abnehmenden Tageslänge ihre Blütenbildung aktiviert. Andere Arten konzentrieren ihre gesamte verbleibende Energie in die Ausreife der Samen und Früchte, um die Fortpflanzung vor dem ersten harten Frost zu sichern.

Energie-Logistik: Rückbau und Speicherung
Ein faszinierender Prozess ist der Rückzug der Nährstoffe. Pflanzen „recyclen“ wertvolle Stoffe wie Magnesium und Stickstoff aus ihren Blättern und lagern sie in Wurzeln, Rhizomen oder Knollen ein. Dieser Rückbau ist auch der Grund für die herbstliche Laubfärbung: Wenn das grüne Chlorophyll abgebaut wird, werden gelbe und rote Farbpigmente sichtbar. Diese eingelagerte Energie dient als „Startkapital“ für den Austrieb im nächsten Frühjahr.

Strategien der nächsten Generation: Jungpflanzen und Frostkeimer
Nicht jeder Same wartet bis zum Frühling. Wir unterscheiden im Herbst zwei spannende Taktiken:

  • Winterannuelle Pflanzen: Sie keimen bereits im Herbst und überwintern als kleine, kälteresistente Blattrosetten (z. B. das Hirtentäschel). So haben sie im Frühjahr einen Wachstumsvorsprung.
  • Kaltkeimer (Frostkeimer): Viele Samen (z. B. von Bärlauch oder Hagebutte) besitzen eine Keimhemmung. Diese wird erst durch den Frost des Winters „geknackt“. Ohne diesen Kältereiz würden sie im Frühjahr nicht austreiben – ein Schutzmechanismus, der verhindert, dass sie in einer milden Herbstwoche zu früh keimen und dann erfrieren.

Ernte, Konservierung und Gesundheit
Für uns Menschen ist der Herbst die Zeit der Vorratshaltung. Wildfrüchte wie Schlehen, Hagebutten und Sanddorn liefern nun Höchstwerte an Vitamin C und Antioxidantien, um unser Immunsystem auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Durch Techniken wie Trocknen, Fermentieren oder Einkochen machen wir diese „Apotheke der Natur“ für den Winter verfügbar. Auch in der Landwirtschaft schließt sich der Kreis: Während die Ernte eingebracht wird, wird mit der Aussaat von Wintergetreide bereits der Grundstein für das kommende Jahr gelegt.

Sicherheit beim Sammeln: Fokus auf Früchte und Wurzeln
Gerade im Herbst ist bei der Bestimmung von Wurzeln Vorsicht geboten, da die oberirdischen Pflanzenteile oft schon verwelkt sind. Sammle nur Wurzeln von Pflanzen, die du im Sommer sicher an ihrem Standort markiert oder identifiziert hast. Achte beim Wildobst auf Verwechslungen (z. B. essbarer Holunder vs. giftiger Zwergholunder) und respektiere die Bestände – viele Früchte sind wichtige Wintervorräte für Vögel und Kleinsäuger.

Fazit und abschließende Gedanken
Der Herbst lehrt uns das Loslassen und das Sammeln von Kräften. Wer die botanischen Zeichen dieser Jahreszeit versteht, entdeckt auch im scheinbaren Vergehen eine enorme Fülle an Nahrung und Wissen. Viel Freude an und in der Natur! Ronald