Hornklee – Gewöhnlicher - schwach giftig

Hornklee - Gewöhnlicher (Lotus corniculatus)
Hornklee - Gewöhnlicher

Gewöhnlicher Hornklee – Erkennen, sammeln und verwenden

Bilder & Beschreibung der Pflanze sowie ihrer essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit

Hornklee (Lotus) ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). In der Gattung Hornklee gibt es etwa 150 Arten. Auf dieser Seite wird als Vertreter der, bei uns häufig zu findende, „Gewöhniche Hornklee“ beschrieben. Essbare/essbare Teile! (jedoch roh giftig)

Wildpflanzen-Steckbrief „Gewöhnlicher Hornklee“

Botanischer Name: Lotus corniculatus
Deutscher Name: Gewöhnlicher Hornklee
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Gattung: Hornklee (Lotus)
Art: Gewöhnlicher Hornklee
Weitere Synonyme/Volksnamen: Gemeiner Hornklee; Hornschotenklee; Gewöhnlicher Hornklee; Wiesen-Hornklee; Gemeiner Schotenklee; Gewöhnlicher Schotenklee;

Hauptblütezeit: Mai bis September;
Blütenfarbe: gelb;
Blütenform/Anzahl: doldige Blütenstände aus zwei- bis sieben zygomorphen Blüten;
Frucht-/Samenreife: xxx;

Vorkommen: Das Hauptverbreitungsgebiet dieser Art ist das mittlere und westliche Eurasien und das nördliche Mittelmeergebiet. In Österreich ist sie sehr häufig in allen Bundesländern.
Verbreitungsschwerpunkt: Als Standort bevorzugt die Art Wiesen, Grasplätze, Halbtrockenrasen, Gebüsche, Steinbrüche, Felsen und Wegränder. In den Alpen ist sie bis in Höhenlagen von etwa 2300 m anzutreffen.

Wuchshöhe: ca. 5cm bis 40 cm;
Typisch: Blätter 5-zählig gefiedert wobei untersten Blättchen direkt am Stängel sitzen.

Sammelgut: Blätter, Blüten, Samenschoten; ACHTUNG: Pflanze enthält Giftstoff;
Energiereiche Teile: xxx
Inhaltsstoffe: Tannine, Flavonoide, Cyanwasserstoffe, Amionosäure „Lysin“.
Nötige Ver-/Bearbeitung: kochen ohne Deckel.

Verwechslungsgefahr: Sumpf-Hornklee;

 

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Bilder & Fotos „Gewöhnlicher Hornklee“

Wildpflanzen & Wildkräuter bestimmen mit Fotos (©) von pflanzen-vielfalt.NET. Die folgenden Bilder/Fotos zeigen dir die Pflanze im Jahres- bzw. Lebensverlauf und ermöglichen eine Bestimmung über den gesamten Zeitraum.

Bestimmung/Beschreibung der Wildpflanze

Erscheinungsbild: Die krautige Pflanze erreicht Wuchshöhen zwischen 5 und 40 cm.

Blätter: Die Nebenblätter sind schief-eiförmig, spitz und fast so groß wie die Laubblätter. Die Blätter sind verkehrt eiförmig bis keilförmig. Die Blattunterseite ist bläulichgrün.

Blüte: Die doldigen Blütenstände sind zwei- bis siebenblütig und an der Basis mit drei kleinen Hochblättern versehen. Die Kelchzähne sind vor dem Blühen zusammengeneigt. Die 15 mm lange gelbe Blütenkrone ist oft außen rötlich. Das Schiffchen ist zur Spitze hin rechtwinklig aufgebogen. Ein spezieller Pumpmechanismus dient der Bestäubung der Blüten. Der Pollen wird schon im Knospenzustand entleert. Dabei bilden die keulenförmig angeschwollenen Filamente einen Kolben, der den Pollen, falls Schiffchen und Flügel von einem Insekt belastet werden, aus der Blüte herauspressen. Blütezeit ist von Mai bis September.

Früchte/Samen: Die gekrümmte Hülsenfrucht gab der Art ihren Namen.

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Heilwirkung & medizinische Nutzung

Tee aus den Blüten wirkt krampflösend und beruhigend. Er kann auch bei Schlafstörungen und nervösen Störungen Linderung verschaffen. Äußerlich nützt eine Anwendung bei Bindehautentzündung und als Gurgelwasser bei Zahnfleisch- und Rachenentzündungen. ACHTUNG: Die frische Pflanze enthält giftige Cyanwasserstoffe. Sei entweichen beim Kochen ohne Deckel.


👉 HINWEIS: Die Nutzung von Wild- und Wiesenkräutern ist ein zentraler Bestandteil der Phytotherapie und findet auch in der Homöopathie Anwendung. Auf diesen Seiten erhältst du einen fundierten Überblick über die botanischen Eigenschaften und die traditionelle Verwendung dieser Pflanzen. Für eine weiterführende Auseinandersetzung mit der Heilpflanzenkunde findest du in meiner Buchtipp-Ecke eine Auswahl an Fachliteratur.
 
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Essbarkeit & Verwendung in der Küche

ACHTUNG: Die frische Pflanze enthält giftige Cyanwasserstoffe. Sei entweichen beim Kochen ohne Deckel.

Wurzeln: xxx

Blätter und Triebspitzen: Junge Triebspitzen und Blätter (März bis April) dienen als Beigabe (sparsam verwenden) zu gekochtem Mischgemüse. Verwendung in Kleinstmengen auch roh in Salaten möglich.

Blüten: Eignen sich für Tee oder als Streudekoration

Samen(schoten): Junge Samenschoten (Juni/Juli) können in kleinen Mengen wie Bohnenschoten zubereitet werden.

Geschmack: Grüne Pflanzenteile streng (jedoch nicht bitter), Blüten erbsen- bis mandelartig.

Tauglichkeit für Grüne-Smoothies: Da die Pflanze nur verarbeitet genossen werden soll (also für rohe Verwendung ausfällt) kann der Hornklee wohl als ungeeignet für Smoothies eingestuft werden.


👉 HINWEIS: Die hier aufgeführten Anwendungen stellen lediglich einen Auszug aus der vielfältigen Nutzungshistorie dieser Pflanzen dar. Mein Ziel ist es, dir fundierte und leicht verständliche botanische Grundlagen zu vermitteln. Da ich auf dieser Seite bewusst auf Rezepturen verzichte, empfehle ich dir für die praktische kulinarische Umsetzung diese ausgewählten Wildkräuter-Kochbücher.

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Geschichtliches zu dieser Wildpflanze

Die Pflanze enthält Blausäure abspaltende (cyanogene) Verbindungen. Die gewöhnlich davon vorhandenen Mengen sind für viele Säugetiere unschädlich, aber bei Schnecken, den Hauptfeinden des frisch austreibenden Hornklees, wirken sie als Fraßgift.

Der Gewöhnliche Hornklee dient auch als Futterpflanze, Stickstoff-Lieferant und Bienenweide. Sein Nektar enthält durchschnittlich 40 % Zucker, jede einzelne Blüte produziert täglich 0,08 mg Zucker. Darüber hinaus ist der Gewöhnliche Hornklee eine wichtige Futterquelle für den Hauhechel-Bläuling.

Videobeitrag zu „Gewöhnlicher Hornklee“

Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)

Tipp: Im YouTube-Kanal von pflanzen-vielfalt.NET findest du eine Menge Videos, die die Bestimmung von vielen weiteren heimischen (essbaren) Wildkräutern, Bäumen und Sträuchern erleichtern.

Quellen und weitere Informationen

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