Storchschnabel – Wiesen - essbar

Storchschnabel - Wiesen (Geranium pratense)
Storchschnabel - Wiesen

Wiesen-Storchschnabel- Bestimmen, sammeln und verwenden

Steckbrief, Bilder & Beschreibung der Pflanze sowie ihrer essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit

Die Storchschnäbel oder Geranien sind mit (je nach Autor) 380 bis 430 Arten die artenreichste Gattung der Pflanzenfamilie der Storchschnabelgewächse (Geraniaceae). Sie sind auf allen Kontinenten verbreitet. Auf dieser Seite wird, als ein bei uns wild wachsender Vertreter, der “Wiesen-Storchschnabel” beschrieben. Essbar/essbare Teile!

Wildpflanzen-Steckbrief “Wiesen-Storchschnabel”

Botanischer Name: Geranium pratense
Deutscher Name: Wiesen-Storchschnabel
Familie: Storchschnabelgewächse (Geraniaceae)
Gattung: Storchschnäbel (Geranium)
Art: Wiesen-Storchschnabel
Weitere Synonyme/Volksnamen: Wiesen-Storchenschnabel;

Hauptblütezeit: Juni bis August;
Blütenfarbe: hellblau bis blauviolett;

Vorkommen: Der Wiesen-Storchschnabel kommt in Europa und Asien in der meridionalen bis borealen Klimazone vor.
Verbreitungsschwerpunkt: Er hat sein Hauptvorkommen auf nährstoffreichen, meist kalkhaltigen Frischwiesen und -weiden, sein Nebenvorkommen in nährstoffreichen Stauden- und ausdauernden Unkrautfluren.

Wuchshöhe: ca. 20 cm bis 60 cm (Einzelexemplare bis 80 cm);
Typisch: 2,5 cm bis 4 cm breite, hellblaue bis blauviolette Blüten, Blätter handförmig siebenteilig;

Sammelgut/essbare Teile: Blätter, Blüten, Samen;
Energiereiche Teile: xxx
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide, ätherisches Öl;
Nötige Ver-/Bearbeitung: kann roh verwendet werden (Rohkost-Tauglich);

Verwechslungsgefahr: mit anderen Storchschnäbeln. Achtung: Blätter ähneln jenen des stark giftigen Gelben Eisenhuts.

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Bilder & Fotos “Wiesen-Storchschnabel”

Wildpflanzen & Wildkräuter bestimmen mit Fotos (©) von pflanzen-vielfalt.NET. Die folgenden Bilder/Fotos zeigen dir die Pflanze im Jahres- bzw. Lebensverlauf und ermöglichen eine Bestimmung über den gesamten Zeitraum.

Bestimmung/Beschreibung der Wildpflanze

Erscheinungsbild: Der Wiesen-Storchschnabel ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 20 bis 80 Zentimeter erreicht. Es handelt sich um einen sommergrünen Hemikryptophyt. Am Stängel und an den Blattstielen befinden sich abwärts gerichtete Haare, insbesondere der obere Teil sowie die Blütenstiele sind drüsig behaart.

Blätter: Die gegenständigen Laubblätter sind gestielt. Die Blattspreiten sind tief handförmig geteilt, ihre sieben Abschnitte sind fiederspaltig und tief gesägt. Nebenblätter sind vorhanden.

Blüte: Die Blüten sind paarweise angeordnet. Die Blütenstiele sind nach dem Verblühen abwärts gebogen, zuletzt oft wieder aufgerichtet. Die zwittrige Blüte ist radiärsymmetrisch und fünfzählig. Die fünf grünen Kelchblätter sind (0,7 bis) meist 1 bis 1,2 cm lang. Die fünf hell blauvioletten Kronblätter sind und 15 bis 22 Millimeter lang. Es sind zwei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden. Die Staubfäden sind am Grund abrupt dreieckig auf meist 1,5 bis 2 mm verbreitert. Fünf Fruchtblätter sind zu einem oberständigen Fruchtknoten verwachsen. Die Griffel sind 5 bis 8 mm lang. Die Lebensdauer der Blüten beträgt 2 Tage. Bestäuber sind besonders Bienen und Schwebfliegen, seltener Falter. Die Blütezeit reicht von Juni bis August.

Früchte/Samen: Die Frucht ist 3 bis 3,7 cm lang. Die Fruchtklappen sind dicht drüsenhaarig. Die Früchte sind Austrocknungsstreuer. Der Samen liegt lose im becherförmigen unteren Teil des Fruchtfachs. Sein vorzeitiges Herausfallen wird durch Vorsprünge oder Haare verhindert. Lösen sich dann die Fruchtfächer plötzlich von der Mittelsäule ab, werden die Samen katapultartig bis über 2 m fortgeschleudert. Dazu erfolgt Menschenausbreitung durch Verschleppung mit dem Mahdgut.

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Heilwirkung & medizinische Nutzung

Früher wurde der Wiesen-Storchschnabel bei leichten Durchfallerkrankungen, zur Stimmungsaufhellung und bei Magen-Darm-Entzündungen verwendet. Darüber hinaus bei Leber- und Gallenerkrankungen. Der Pflanze werden auch hormonartige Wirkungen nachgesagt.

👉 HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden Wild- und Wiesenkräuter viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Pflanzen vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gute Literatur.

Meine bevorzugte Quelle für medizinisches Pflanzenwissen ist das Buch “Das große Buch der Heilpflanzen” von Apotheker M. Pahlow. In seinem Werk beschreibt Pahlow neben den Anwendungsbereichen von Schul-, Pflanzen- & Volksmedizin auch den Zugang der Homöopathie.

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Essbarkeit & Verwendung in der Küche

Wurzeln: xxx

Blätter: Von April bis Juli werden die Blätter roh für Salate und Kräuteraufstriche verwendet. Erwärmt finden sie Einzug in Gemüsefüllungen, Aufläufe und Suppen. Aber auch eine Verwendung in Eintöpfen, Bratlingen und Eierspeisen wird beschrieben.

Blütenstängel: xxx

Blüten: Die schönen großen Blüten finde frische wie getrocknet Einsatz als essbare Dekoration.

Samen: Etwa von August bis September könne die Samen geerntet werden. Werde sie schonend getrocknet kann aus ihnen junge Keimlinge gezogen werden. So bringen sie auch im Winter frisches Grün für Salate, Smoothies und Brotbelag.

Geschmack: Die Pflanze schmeckt unauffällig mild. Roh genossen spürt man den zarten Haarflaum.

Tauglichkeit für Grüne-Smoothies: Die Pflanze ist mild/neutral und kann deshalb, ähnlich wie das Grün der fast immer verfügbaren Pflanzen Brennnessel, Labkraut und Vogelmiere, auch in großer Menge Einzug in den Smoothie halten.

👉 HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es eine Menge gute Wildkräuter-Kochbücher.

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werke von Johannes “Joe” Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die “normale” Kräuterbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

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Geschichtliches zu dieser Wildpflanze

Zur Verwendung von Storchschnabelarten in abergläubischen Praktiken hat vor allem die auffällige Form der Frucht beigetragen. Frauen, die sich vergeblich Kinder wünschten, wurde empfohlen, die Storchschnabel-Wurzel als Amulett um den Hals zu tragen.

Videobeitrag zu “Wiesen-Storchschnabel”

Wiesen-Storchschnabel (Geranium pratense)

👉 Tipp: Im YouTube-Kanal von pflanzen-vielfalt.NET findest du eine Menge Videos, die die Bestimmung von vielen weiteren heimischen (essbaren) Wildkräutern, Bäumen und Sträuchern erleichtern.

Quellen und weitere Informationen

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Bestimmungshilfe für “NEULINGE” durch Beschriftung von Wildpflanzen & Bäumen via QR-Codes. Ist es nicht etwas schönes sein Wissen und seine Bestimmungssicherheit mit anderen zu Teilen bzw. bei anderen Neugier auf Natur zu wecken? JA? – Dann bist du beim Mitmach-Projekt “QR-Bestimmung” genau richtig. Willkommen!

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