Zaunrübe – Rotfrüchtige - giftig

Zaunrübe - Rotfrüchtige (Bryonia dioica)
Zaunrübe - Rotfrüchtige

Rotfrüchtige Zaunrübe – Erkennen und Sammeln

Steckbrief, Bilder & Beschreibung der Pflanze. Diese Pflanze ist GIFTIG und NICHT für die menschliche Ernährung geeignet

Die Rotfrüchtige Zaunrübe (Bryonia dioica) ist eine auch in Mitteleuropa heimische Pflanzenart aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Die ganze Pflanze, besonders aber die reifen Früchte und die Wurzeln sind giftig/stark giftig!

Wildpflanzen-Steckbrief “Rotfrüchtige Zaunrübe”

Botanischer Name: Bryonia dioica
Deutscher Name: Rotfrüchtige Zaunrübe
Familie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Gattung: Zaunrüben (Bryonia)
Art: Rotfrüchtige Zaunrübe
Weitere Synonyme/Volksnamen: Rot-Zaunrübe, Zweihäusige Zaunrübe, Rotbeerige Zaunrübe, Rote Zaunrübe;

Hauptblütezeit: Juni bis September;
Blütenfarbe: grünlichweiß;
Blütenform/Anzahl: fünf Blütenblätter;
Frucht-/Samenreife: xxx

Vorkommen: Die Rotfrüchtige Zaunrübe ist von Europa bis nach Westasien beheimatet, ihr Areal wird als meridional bis südlich-temperat charakterisiert. In Mitteleuropa ist sie im Süden verbreitet, in Norddeutschland selten, teilweise, so auch in Dänemark, erst als Neophyt eingewandert. In Österreich ist sie im pannonischen Raum häufig, ansonsten zerstreut bis selten.
Verbreitungsschwerpunkt: Die Zaunrübe wächst in Hecken und Auwäldern auf frischen, nährstoffreichen, lockeren Lehmböden.

Wuchshöhe: ca. 200 cm bis 400 cm (rankend);
Typisch: mit Ranken kletternde, unverholzte Pflanze, rote kugelige Früchte, Stägel ist rau, Blätter borstig behaart;

Sammelgut/essbare Teile: NICHT für die menschliche Ernährung geeignet. Stark giftig!
Energiereiche Teile: xxx
Inhaltsstoffe: xxx
Nötige Ver-/Bearbeitung: xxx

Verwechslungsgefahr: mit der ebenfalls giftigen Schwarzfrüchtigen Zaunrübe (ihre Früchte sind (im reifen Zustand) schwarz);

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Bilder & Fotos “Rotfrüchtige Zaunrübe”

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Bestimmung/Beschreibung der Wildpflanze

Erscheinungsbild/Eigenschaften: Die Rotfrüchtige Zaunrübe ist eine ausdauernde Pflanze mit einer verdickten, rübenartigen Wurzel. Die kletternden Stängel sind 2 bis 4 Meter lang und verzweigt. Der Stängel ist durch spitze Knötchen und kurze Borsten rau. Die Ranken sind einfach.

Blätter: Die Blätter sind kurz gestielt, haben einen Durchmesser von bis zu 10 Zentimetern und einen fünfeckigen Umriss. Sie sind beidseitig rau behaart und bis über die Mitte handförmig fünflappig. Die Lappen sind dreieckig bis elliptisch, der mittlere ist dabei nur wenig größer als die übrigen. Der Blattrand ist ganzrandig oder leicht stumpf gezähnt.

Blüte: Die Art ist diözisch, es gibt also Einzelpflanzen mit entweder männlichen oder weiblichen Blüten. Die Blütenstiele sind drüsenhaarig. Die männlichen Blüten sind grün und 6 Millimeter lang, ihr Kelch ist halb so lang wie die Krone. Bei den weiblichen Blüten ist die Krone rund 10 Millimeter breit. Ihre Farbe ist grünlichweiß, ihre Narbe ist rauhaarig. Die Blüten produzieren Nektar. Die Blütezeit dauert von Juni bis September.

Früchte/Samen: Die Beeren sind in unreifem Zustand grün und werden dann scharlachrot. Sie sind 6 bis 7 Millimeter groß im Durchmesser und kugelig.

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Heilwirkung & medizinische Nutzung

Als Droge dient die Wurzel (Radix Bryoniae). Wirkstoffe sind: Cucurbitacine, Lectine, Triterpensäuren.

In der Volksmedizin wurde die Droge hauptsächlich als drastisches Abführmittel und als Brechmittel eingesetzt. Da es bei dieser Anwendung bei Überdosierung zu ernsten Vergiftungen kam, ist die allopathische Anwendung heute nicht mehr verantwortbar.

Aber homöopathische Zubereitungen werden auch heute noch sehr häufig eingesetzt bei akutem Fieber, bei Rheuma und Katarrhen.

ACHTUNG: Die Zaunrübe ist wirklich giftig! Hände weg von medizinischen Selbstversuchen.

👉 HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden Wild- und Wiesenkräuter viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Pflanzen vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gute Literatur.

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Essbarkeit & Verwendung in der Küche

NICHT für die menschliche Ernährung geeignet. Giftig/stark giftig!
Die bei Reife roten Beeren der Rotbeerigen sind sehr giftig: Bereits 15 von ihnen können tödlich für ein Kind sein. Auch alle anderen Bestandteile der Pflanze, Wurzeln, Ranken und Blätter, sind giftig. Das Zerreiben der Beeren auf der Haut führt zu Hautreizung und Blasenbildung.

Wurzeln: xxx

Blätter und Triebspitzen: xxx

Blütenstängel: xxx

Blüten: xxx

Samen: xxx

Geschmack: xxx

Tauglichkeit für Grüne-Smoothies: xxx

👉 HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es eine Menge gute Wildkräuter-Kochbücher.

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werke von Johannes “Joe” Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die “normale” Kräuterbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

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Geschichtliches zu dieser Wildpflanze

Die Blätter dienen als Nahrung für die Larven und Käfer des Zaunrüben-Marienkäfers.

Die Beeren werden im Herbst gern von der Sumpfmeise verspeist.

Die Rotfrüchtige Zaunrübe und die Schwarzfrüchtige Zaunrübe sind die alleinigen Nahrungspflanzen für die Zaunrüben-Sandbiene (Wildbiene des Jahres 2015). Sie ernährt sich vom Nektar der Zaunrüben-Blüten und sammelt den Pollen für ihre Brut.

Videobeitrag zu “Rotfrüchtige Zaunrübe”

Rotfrüchtige Zaunrübe (Bryonia dioica)

Im YouTube-Kanal von pflanzen-vielfalt.NET findest du Videos über die Rotfrüchtige Zaunrübe. Begleite dieses Wildkraut durch die Jahreszeiten und lerne es anhand der Blätter, Blüten und Früchte ganzjährig zu bestimmen. Auch viele weitere heimische (essbare) Wildpflanzen, Bäume und Sträucher werden für Bestimmung und Nutzung näher gebracht.

Quellen und weitere Informationen

Mitmach-Projekt “QR-Bestimmung”

Bestimmungshilfe für “NEULINGE” durch Beschriftung von Wildpflanzen & Bäumen via QR-Codes. Ist es nicht etwas schönes sein Wissen und seine Bestimmungssicherheit mit anderen zu Teilen bzw. bei anderen Neugier auf Natur zu wecken? JA? – Dann bist du beim Mitmach-Projekt “QR-Bestimmung” genau richtig. Willkommen!

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