Schneeglöckchen – Kleines - giftig

Schneeglöckchen - Kleines (Galanthus nivalis)
Schneeglöckchen - Kleines

Kleines Schneeglöckchen – Bestimmen/Erkennen

Steckbrief, Bilder & Beschreibung der Pflanze. Diese Pflanze ist GIFTIG und NICHT für die menschliche Ernährung geeignet

Die Schneeglöckchen (Galanthus) bilden eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Die, je nach Autorenauffassung, etwa 20 Arten kommen von Mittel-, Südeuropa bis Vorderasien und den Kaukasus vor. In Mitteleuropa ist nur das “Kleine Schneeglöckchen” heimisch. Einige andere Arten treten hier stellenweise verwildert auf. Auf dieser Seite wird das “Kleine Schneeglöckchen” näher beschrieben. Das Schneeglöckchen stehen unter Naturschutz und ist für den Menschen giftig!

Wildpflanzen-Steckbrief “Kleines Schneeglöckchen”

Botanischer Name: Galanthus nivalis
Deutscher Name: Kleines Schneeglöckchen
Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Gattung: Schneeglöckchen (Galanthus)
Art: Kleines Schneeglöckchen
Weitere Synonyme/Volksnamen: Schneeglöckchen, Gemeines Schneeglöckchen, Echtes Schneeglöckchen;

Hauptblütezeit: Februar bis März; (Zum Teil beginnt sie schon im Dezember und dauert bis April.)
Blütenfarbe: weiß (innere Blütenblätter mit grünem Fleck);
Blütenform/Anzahl: glockenförmig, drei große und drei kleine Blütenblätter;
Frucht-/Samenreife: Frühsommer;

Vorkommen: Das Kleine Schneeglöckchen kommt in in Österreich, in der Schweiz, Frankreich, Italien, auf der Balkanhalbinsel, in Südwestdeutschland, im südlichen Polen und in der Westukraine vor. Im nördlichen Mitteleuropa und in Nordamerika ist Galanthus nivalis ein Neophyt.
Verbreitungsschwerpunkt: Es gedeiht auf kalhaltigen Böden am besten. In Mitteleuropa wächst es oft gesellig in Auenwäldern und feuchten Laubmischwäldern auf sickerfeuchten, nährstoffreichen, mild-mäßig sauren, humosen, tiefgründigen, lockeren Ton- und Lehmböden.

Wuchshöhe: ca. 8 bis 20 cm;
Lebensdauer: mehrjährig (ausdauernd-krautig);
Typisch: einzelne, nickende Blüte mit drei äußeren 12 bis 3 mm langen und drei inneren halb so langen Blütenblättern, innere Blütenblätter mit grünem Fleck, Hüllblatt überragt die Blüte;

Sammelgut/essbare Teile: NICHT für die menschliche Ernährung geeignet. Giftig!
Energiereiche Teile: xxx
Inhaltsstoffe: Alle Pflanzenteile, besonders die Zwiebel, enthalten giftige Alkaloide. In der Zwiebel befindet sich vorwiegend das Amaryllidaceen-Alkaloid, in anderen Pflanzenteilen Tazettin, Galantamin und Lycorin.
Nötige Ver-/Bearbeitung: xxx

Verwechslungsgefahr: mit nicht heimischen, aber bei uns stellenweise verwilderten “Verwandten”;

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Bilder & Fotos “Kleines Schneeglöckchen”

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Bestimmung/Beschreibung der Wildpflanze

Erscheinungsbild: Das Kleine Schneeglöckchen ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von meist 7 bis 15 (2 bis 18) Zentimeter erreicht. Dieser zumeist in Trupps wachsende Geophyt bildet 1,5 bis 2,5 × 1 bis 1,5 (bis 2) Zentimeter große Zwiebeln als Überdauerungsorgane aus.

Blätter: Die Laubblätter sind zu Blütezeit weit entwickelt, geringfügig kürzer bis länger als der Blütenstandsschaft, bläulichgrün oder selten blaugrün gefärbt. Die Blattspreite ist bei einer Länge von 4,5 bis 15 (26) Zentimeter und einer Breite von 0,3 bis 0,7 Zentimeter lineal bis bandförmig.

Blüte: Die Blüten stehen einzeln, nickend am Blütenstandsschaft. Die Einzelblüte ist aus einem reduzierten trugdoldigen Blütenstand abzuleiten. Es ist eine verwachsene, weißhäutige Hochblattscheide vorhanden, die aus der Verwachsung zweier Hochblätter entstanden, die man auch als Spatha bezeichnen kann und eine Länge von 2 bis 3,5 Zentimeter aufweist. Der Blütenstiel ist 1,2 bis 3 (bis 4) Zentimeter lang.

Die zwittrigen Blüten sind dreizählig. Die spreizenden, äußeren Blütenhüllblätter sind bei einer Länge von 1,5 bis 2 (2,5) und einer Breite von 0,6 bis 1,1 Zentimeter länglich bis breit verkehrt-eiförmig. Die krönchenartig zusammengeneigten, inneren Blütenhüllblätter sind bei einer Länge von 0,7 bis 1,2 und einer Breite von 0,4 bis 0,6 Zentimeter verkehrt-eiförmig oder länglich und besitzen auf der Außenseite einen nicht bis zum Grund reichenden grünen Fleck. Die äußere Blütenhüllblätter sind also etwa doppelt so lang wie inneren. Die Blütezeit reicht von Februar bis März, zum Teil beginnt sie schon im Dezember und dauert bis April.

Früchte/Samen: Die grüne, fleischige und kugelige Kapselfrucht öffnet sich loculicidal und enthält einige Samen. Die hellbraunen Samen sind bei einer Länge von 3,5 Millimeter länglich bis stumpf. Die Samen besitzen ein gekrümmtes Anhängsel (Elaiosom), welches der Verbreitung durch Ameisen dient. Als spezielle Anpassung an diese Form der Ausbreitung sinken die erschlaffenden Fruchtstandsschäfte zu Boden.

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Heilwirkung & medizinische Nutzung

Galantamin (Inhaltsstoff der Pflanze) wird als Mittel gegen Demenz genutzt und um das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit zu bremsen.

Bei Demenz kann Galanthamin Merkfähigkeit, Orientierungsvermögen und Konzentration steigern. Es ist zu beachten, dass Galantamin das Absterben der Nervenzellen nicht aufhalten kann, hingegen kann aber die Funktion der verbliebenen Zellen verbessert werden.

ACHTUNG: Das Schneeglöckehn ist giftig! Hände weg von medizinischen Selbstversuchen.

👉 HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden Wild- und Wiesenkräuter viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Pflanzen vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gute Literatur.

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Essbarkeit & Verwendung in der Küche

NICHT für die menschliche Ernährung geeignet. Giftig! Die Hauptmenge der Giftstoffe ist in den Zwiebeln. Dort sind zu 0,09 % Alkaloide vorhanden wie Galanthamin und Lycorin.

Mögliche Vergiftungssymptome: Es kommt zu vermehrtem Speichelfluss, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Gelegentlich werden Kreislaufstörungen mit Schweißausbruch und Benommenheit beobachtet. Eine kritische Dosis ist nicht bekannt.

Das Schneeglöckchen stehen außerdem unter Naturschutz!

Wurzeln: xxx

Blätter und Triebspitzen: xxx

Blütenstängel: xxx

Blüten: xxx

Samen: xxx

Geschmack: xxx

Tauglichkeit für Grüne-Smoothies: xxx

👉 HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es eine Menge gute Wildkräuter-Kochbücher.

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werke von Johannes “Joe” Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die “normale” Kräuterbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

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Geschichtliches zu dieser Wildpflanze

Das Kleine Schneeglöckchen wird verbreitet als Zierpflanze in Gärten und Parks genutzt. Besonders in alten Obstgärten und auf Kirchhöfen ist es verwildert und hat sich eingebürgert. Die Art ist seit spätestens 1568 in Kultur. Es gibt zahlreiche Sorten.

Die inneren Blütenhüllblätter duften stärker als die äußeren und dienen so der Orientierung der Bestäuber. Der Pollen rieselt auf die sich anklammernden Bienen und Falter herab. Wegen ihrer starken UV-Reflexion heben sich die Blüten auch bei Schnee für die Besucher deutlich vom Hintergrund ab. Bestäuber sind vor allem Honigbienen, die besonders am Pollen interessiert sind, sowie Schmetterlinge. Vor dem Verblühen erfolgt Selbstbestäubung.

Videobeitrag zu “Kleines Schneeglöckchen”

Kleines Schneeglöckchen (Galanthus nivalis)

Der YouTube-Kanal von pflanzen-vielfalt.NET bietet noch mehr Bestimmungsvideos für das Kleine Schneeglöckchen. Im Kanal findest du außerdem viele Videos die die Bestimmung von Wildkräutern, Pflanzen, Bäumen und Sträuchern ermöglichen/erleichtern. Weiteres ermöglichen die Videos Pflanzen bzw. ihr Aussehen im Verlauf ihrer Lebenszyklen kennen und bestimmen zu lernen.

Quellen und weitere Informationen

Mitmach-Projekt “QR-Bestimmung”

Bestimmungshilfe für “NEULINGE” durch Beschriftung von Wildpflanzen & Bäumen via QR-Codes. Ist es nicht etwas schönes sein Wissen und seine Bestimmungssicherheit mit anderen zu Teilen bzw. bei anderen Neugier auf Natur zu wecken? JA? – Dann bist du beim Mitmach-Projekt “QR-Bestimmung” genau richtig. Willkommen!

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