Berg-Ulme - Bestimmen/Erkennen, sammeln und verwenden!

Bilder & Beschreibung des Baumes/Strauches sowie seiner essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit.

Die Ulmen (Ulmus), auch Rüster, Rusten oder Effe genannt, bilden eine Pflanzengattung in der Familie der Ulmengewächse (Ulmaceae). In Mitteleuropa finden sich die drei Arten Flatterulme, Feldulme und Bergulme. Das Ulmensterben droht die mitteleuropäischen Ulmen-Arten auszurotten. Auf dieser Seite wird als ein Vertreter die "Berg-Ulme" beschrieben. Essbar/essbare Teile!

Informationskategorien zu diesem Baum/Strauch

Baum/Strauch-Kurz-Steckbrief "Berg-Ulme"

Botanischer Name: Ulmus glabra

Deutscher Name: Berg-Ulme

Familie: Ulmengewächse (Ulmaceae)

Weitere Synonyme/Volksnamen: xxx

 

Hauptblütezeit: März bis April

Blütenfarbe: gelb-grünlich mit rötlichen Perigonblatt (Blatt der Blütenhülle)

Früchte/Samen: Nußfrucht im Zentrum des Flügels, breit-eiförmig bis rund, 1,6-2,3 cm groß. Reifen bereits zum Beginn des Laubaustriebes (ab Mai).

 

Vorkommen: Die Bergulme ist fast über ganz Europa verbreitet, von Mittelspanien, Italien und Südosteuropa bis Südskandinavien, von den Britischen Inseln bis zum Ural. Sie ist vom Tiefland bis in eine Höhenlage von 1300 Metern anzutreffen.

Verbreitungsschwerpunkt: Die Berg-Ulme kommt zerstreut in Schluchtwäldern und schattigen Hangwäldern vor. Sie bevorzugt sickerfeuchte, nährstoff- und basenreiche, auch bewegte Lehm- und Tonböden.

 

Wuchshöhe: 30 bis 35 Meter (selten bis 40 Meter)

Alter: 400-500 Jahre (Einzelexemplare 1000 bis 1500 Jahre)

Typisch: Die Nüsschen (Samenfrüchte) sind ringsum von einem flachen, grünen Hautsaum umgeben, der bereits vor dem Blattaustrieb als Fotosyntheseorgan dient.

 

Sammelgut: Blätter, Früchte, (Kambium).

Energiereiche Teile: xxx

Hauptsammelzeit: Blätter von März bis April, Früchte von April bis Mai;

Inhaltsstoffe: Hoher Gehalt an Schleim, und Gerbstoffen, Flavonoide

Prozessierung: xxx

 

Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen): mit anderen Ulmen-Arten

Eigenschaft(en) des Holzes

Das Holz der Ulme ist hartes und schwer. Es ist fest, dabei relativ elastisch und zäh. Es schwindet nur gering. Nach der Trocknung weist es ein gutes Stehvermögen auf. Die natürliche Dauerhaftigkeit ist gering.

 

Das Holz ist durch die hohe Festigkeit etwas erschwert zu bearbeiten. Scharfe Werkzeuge sollten verwendet werden. Es ist leicht zu messern, gut zu drechseln, aber schlecht zu spalten. Die Oberflächenbehandlung ist hingegen ohne Schwierigkeiten zu bewerkstelligen.

 

Anwendungen: Möbel, Schnitz- und Drechselwaren, Musikinstrumente, Treppen, Parkett, Vertäfelungen, Gewehrschäfte

Bilder "Berg-Ulme" - Bestimmungshilfe

Beschreibung des Baumes/Strauches - Bestimmung

Die Bergulme wächst als sommergrüner Baum, sie erreicht Wuchshöhen von bis zu 40 Meter und Stammdurchmesser von bis zu 3 Meter. Ihre Knospen sind groß und behaart, ebenso die jüngeren Zweige. Die Laubblätter der Bergulme sind, wie bei allen mitteleuropäischen Ulmenarten, asymmetrisch, veränderlich, 8 bis 20 cm lang, größere Blätter sind oft dreispitzig, sie sind in der Mitte am breitesten, häufig mit 13 bis 20 Nervenpaaren, oberseits eher rau, unterseits kurzhaarig.

 

Die Blütezeit reicht von März bis April. Die Blüten stehen ungestielt an blattlosen Kurztrieben in kleinen knäueligen trugdoldigen Blütenständen. Die zwittrigen Blüten besitzen ein fünfspaltiges, meist rotes Perigon (Blatt der Blütenhülle).

 

Die Fruchtreife von April bis Mai. Der oft länger grün bleibende Samen liegt in der Mitte der Frucht, umgeben von einem Flügel.

Heilwirkung & medizinische Nutzung

Die Anwendung erfolgt nur noch selten volksmedizinisch bei Durchfall und Entzündungen in den Verdauungsorganen. Außerdem äußerlich bei rheumatischen Beschwerden, Hämorrhoiden, zur Wundheilung und bei Ekzemen. Auch für Gurgelwasser kann die Berg-Ulme genutzt werden. In der Homöopathie bei Schmerzen in den Hand und Fußgelenken.

 

✿ HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden auch Bäumen viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Bäume vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gut Literatur.

 

Meine bevorzugte Quelle für medizinisches Pflanzenwissen ist das Buch "Das große Buch der Heilpflanzen" von Apotheker M. Pahlow. In seinem Werk beschreibt Pahlow neben den Anwendungsbereichen von Schul-, Pflanzen- & Volksmedizin auch den Zugang der Homöopathie.

Essbarkeit & Verwendung in der Küche

Blätter: Die jungen Blätter können von März bis April (solange die Blattfasern noch nicht zu zäh sind) roh gegessen oder für Salate genutzt werden. Etwa im Mai werden die Blätter getrocknet und als Tee genutzt.

 

Blüten: xxx

 

Wurzeln: xxx

 

Früchte: Die flachen, noch unreifen sehr jungen Früchte sind fast papierartig und können von April bis Mai roh gegessen werden.

 

Geschmack: Der Geschmack frischer, sehr junger Blätter ist salatartig, jedoch bissfester. Die Samen sind weich und haben nur wenig Aroma.

Geschichtliches / Wissenswertes

Die nach ihrem hellen Holz auch Weiß-Rüster genannte Art ist ein charakteristischer Begleiter im Buchewald.

Videobeitrag zu "Berg-Ulme"

Quellen

Bäume & Sträucher A-Z

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