Schwarznuss - Bestimmen/Erkennen, sammeln und verwenden!

Steckbrief, Bilder & Beschreibung des Baumes/Strauches sowie seiner essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit.

Der Schwarznussbaum (Juglans nigra) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Walnussgewächse (Juglandaceae). Die Schwarznuss wächst im östlichen Nordamerika und in Texas und dient dort als Lieferant von Nutzholz. Ihre Früchte sind essbar. In Europa wird er als Zierbaum oder als Unterlage zum Veredeln von Walnussbäumen verwendet.  Essbar/essbare Teile!

Informationskategorien zu diesem Baum/Strauch

Baum/Strauch-Kurz-Steckbrief "Schwarznuss"

Botanischer Name: Juglans nigra

Deutscher Name: Schwarznuss

Gattung: Walnüsse (Juglans)

Familie: Walnussgewächse (Juglandaceae)

Weitere Synonyme/Volksnamen: xxx

 

Blätter: gefiederte Blätter (30-50 cm lang) mit deutlich mehr als 10 Teilblättchen;
Blüten & Blütenfarbe: Männlich: gelbgrüne Kätzchen. Weiblich: kugelige Früchte;
Hauptblütezeit: Mai;
Früchte/Samen: Kugelige Nussfrucht mit rauher, brauner bis schwarzbrauner Schale (Walnuss: grün, glatt). Die Schale ist ausgesprochen dick und lässt sich nur sehr schwer öffnen. Nüsse essbar.
Fruchtreife/Erntezeit: September/Oktober;

 

Vorkommen: Die Schwarznuss hat ihr natürliches Verbreitungsgebiet in der Osthälfte der USA. Um 1900 wurden Schwarznussbäume in den Rhein- und Donauauwäldern angesiedelt, heute bilden sie dort nennenswerte Bestände.

Verbreitungsschwerpunkt: In Europa wird er als Zierbaum oder als Unterlage für veredelte Walnussbäume verwendet.

 

Wuchsform: sommergüner Baum;
Wuchshöhe: In unseren Breiten 20 bis 20 Meter, in Nordamerika bis zu 50 Meter.
Typisch: Die gefiederten Blätter sind 30-50 cm lang und aufgeteilt auf zumeist mehr als 10 sattgrüne, lanzettenförmige und gezahnte Teilblättchen, die auf der Unterseite behaart sind.
Rinde/Borke: dunkle, tief längsfurchig;
Alter: für gewöhnlich nicht älter als 250 Jahre;

 

Sammelgut: Früchte (Nüsse)

Energiereiche Teile: Früchte

Inhaltsstoffe: Die Schwarznuss enthält Polyphenole, Gerbstoffe, Naphthochinonfarbstoffe wie Juglon und Hydrojuglon-Glykosid, ätherisches Öl, Fettsäuren und Alkane.

Prozessierung: Nüsse können roh gegessen werden

 

Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen): Echte Walnuss (diese hat weniger Fiedern.)

Eigenschaft(en) des Holzes

Die Schwarznuss gehört auch in ihrer Heimat zu den begehrtesten Laubhölzern. Das Splintholz ist weißlich bis hellbraun, das Kernholz schokoladen- bis violettbraun. Das Holz ist hart, schwer, elastisch, es schwindet nur mäßig, lässt sich mit Werkzeugen gut bearbeiten, ist aber ohne Imprägnierung nicht beständig gegen Pilz und Insektenbefall. Es ist vergleichbar mit der Walnuss, daher sehr wertvoll und wird für Deckfurniere, Möbelholz, Vertäfelungen, Parkette und als Spezialholz zum Drechseln und Schnitzen verwendet.                

Bilder/Fotos "Schwarznuss" - Bestimmungshilfen

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Beschreibung des Baumes/Strauches - Bestimmung

Eigenschaften/Merkmale: Der Schwarznussbaum ist ein (bei uns) 20 bis 30 Meter hoher Baum (in Nord-Amerika kann er bis 50 Meter hoch werden). Der Stamm ist aufrecht und oft knorrig mit einer braunen und stark gefurchten Rinde. Eine tiefe Pfahlwurzel verankert den Schwarznussbaum gut in wasser- und nährstoffreichen Böden, was ihn äußerst sturmfest macht. Gegen Spätfrost ist er dagegen sehr empfindlich, obwohl die dunkle, mit Längsfurchen versehene Borke recht dick und hart ist. 

 

Blatter: Im Grunde sind die Blätter unpaarig gefiedert, da das "Spitzen-Fiederblättchen" jedoch oft nicht bzw. nicht voll ausgebildet wird, wirken viele Blätter paarig gefiedert. Dies führt in verschiedenen Bestimmungsquellen (auch in Büchern) zu unterschiedlichen Angaben über die Fiederung. In diesem Fall ist ein sowohl- als auch die beste Beschreibung. Die Blätter sind somit unpaarig UND paarig gefiedert. 30-60cm lang, 12-24cm breit, Blättchen länglich mit gesägtem Rand. Lauboberseite glänzend dunkelgrün, Laubunterseite hellblaugrün, dekorative Herbstfärbung in gelb.

 

Blüte/Blüten: weibliche Blüten: unscheinbar, grün, kugelig. Sie erscheinen zu 2-5 in endständigen Ähren an diesjährigen Trieben; männliche Blüten: bis ca. 12 cm längliche, grüne Kätzchen. Sie erscheinen am vorjährigen Holz. Blütezeit ist April bis Mai.

Früchte/Samen: Meist fallen die Nüsse zu Boden, noch bevor sie sich aus ihrer grünen, dicken und fleischigen Ummantelung gelöst haben. Die kugelige Frucht (Nuss) hat eine gelbgrüne Außenschale, die bei längerem Liegen am Boden schwarz wird und einen Durchmesser von 4 – 6 cm hat. Die Steinfruchtschale ist tief scharfkantig gefurcht. Der Samenkern ist grundsätzlich essbar, jedoch sehr schwer zugänglich. Die Schale ist ausgesprochen hart und mit gewöhnlichen Nussknackern nicht zu knacken. (Tipp: Säge, Hammer oder Schraubstock sind mögliche Knacker ☺).

Heilwirkung & medizinische Nutzung

eDie Volksheilkunde verwendet seit langem eine Tinktur aus der Fruchtschale der Schwarzwalnuss. Diese kann gegen Parasiten, Pilzen, Hefen und Krankheitserregern eingesetzt werden.

 

✿ HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden auch Bäumen viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Bäume vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gute Literatur.

 

Meine bevorzugte Quelle für medizinisches Pflanzenwissen ist das Buch "Das große Buch der Heilpflanzen" von Apotheker M. Pahlow. In seinem Werk beschreibt Pahlow neben den Anwendungsbereichen von Schul-, Pflanzen- & Volksmedizin auch den Zugang der Homöopathie.

Essbarkeit & Verwendung in der Küche / Survival- & Outdoor Nahrung

Blätter: xxx

 

Blüten: xxx

 

Früchte: Durch den Einsatz von Spezialknackern lässt sich die harte Steinschale der Früchte öffnen. Die dabei freigesetzten Embryonen werden in den USA in der Konditorei und bei der Speiseeisherstellung eingesetzt. Der Embryo ist reich an fetten Ölen. (Tipp: Säge, Hammer oder Schraubstock sind mögliche Knacker ☺).

 

Geschmack: xxx

 

✿ HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es gute Literatur die auch Bäume küchen- und kochtechnisch behandeln.

 

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werk von Johannes "Joe" Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die "normale" Kräuterbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

Geschichtliches / Wissenswertes

Den lateinischen Namen Juglans nigra hat die Schwarznuss aus dem Farbstoff Juglon Schwarznuss-gruen-am-Baumund nigra=schwarz. Juglon ist ein natürlich vorkommender Farbstoff und gibt diesen Stoff über ihre Wurzeln in den Boden ab und behindert damit die Wurzelbildung anderer Pflanzen, wodurch sie sich Konkurrenten um Wasser und Nährstoffe fernhält. Juglon hat antibakterielle und fungitoxische Wirkung und wirkt blutungstillend ). Wie sich unter anderem bei Tierversuchen herausgestellt hat, ist Juglon auch mutagen ( erbgutverändernd ).

 

Wenn beim Schwarznussbaum Pflanzenteile absterben, setzt ein chemischer Prozess ein, der nicht nur diejenigen Teile schwarz einfärbt, sondern auch giftig auf viele Pflanzen, Pilze und Fische in der näheren Umgebung wirkt.


Die Schwarznuss ist ein eindrucksvoller Parkbaum, wenn er frei steht. Dann entwickelt er eine mächtige, runde Krone. Neuerdings wird die Schwarznuss auch forstlich kultiviert.

Videobeitrag zu "Schwarznuss" - Bestimmungshilfe

Im YouTube-Kanal von pflanzen-vielfalt.NET findest du viele weitere Bestimmungsvideos für den Schwarznussbaum/die Schwarznuss. Mit Hilfe von kurzen Videos kannst diesen Baum/Strauch über seinen gesamten Lebenszyklus kennen lernen. Außerdem findest du im Kanal Videos, die die Bestimmung von vielen weiteren heimischen (essbaren) Wildkräutern, Bäumen und Sträuchern erleichtern.

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Quellen

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