Gewöhnliche Trauben-Kirsche - Bestimmen, sammeln und verwenden!

Steckbrief, Bilder & Beschreibung des Baumes/Strauches sowie seiner essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit.

Die Gewöhnliche Traubenkirsche ist eine Pflanzenart aus der Gattung Prunus (die mehr als 200 Arten von Bäumen und Sträuchern umfasst) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Essbar/essbare Teile!

Informationskategorien zu diesem Baum/Strauch

Baum/Strauch-Kurz-Steckbrief "Gewöhnliche Traubenkirsche"

Botanischer Name: Prunus padus

Deutscher Name: Gewöhnliche Traubenkirsche

Gattung: Prunus

Familie: Rosengewächse (Rosaceae)

Weitere Synonyme/Volksnamen: Ahlkirsche, Sumpfkirsche, Elsenkirsche; (Einige weitere, stark regional begrenzte, Volksnamen.)

 

Hauptblütezeit: April bis Mai;

Blütenfarbe: weiß;

Früchte/Samen: Steinfrucht kugelig, etwa erbsengroß, glänzend schwarz-rot, von charakteristischem Geruch und bittersüßem Geschmack. Eßbar. Trägt Früchte ab Juli.

 

Vorkommen: Das Verbreitungsgebiet der Gewöhnlichen Traubenkirsche erstreckt sich über Europa (außer Mittelmeergebiet und Balkanhalbinsel) bis nach Nordasien und nach Japan.

Verbreitungsschwerpunkt: Oft in Auwäldern. Die Traubenkirsche meidet trockene und kalkreiche Böden, leicht kalkiger Boden wird aber meistens toleriert.

Wuchshöhe: bis zu 15 Meter;

 

Alter: xxx

Typisch: Die weißen, angenehm duftenden Blüten befinden sich zu vielen an bis zu 15 cm langen, hängenden Trauben.

 

Sammelgut/essbare Teile: Blüten, Blätter, Früchte;

Energiereiche Teile: Früchte;

Inhaltsstoffe: xxx

Prozessierung: xxx

 

Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen): xxx

Eigenschaft(en) des Holzes

Kirschholz ist mittelschwer und gilt als fest und zäh. Es verfügt über gute Elastizitäts- und Festigkeitseigenschaften. Es neigt zum Schwinden, weist aber nach der Trocknung ein gutes Stehvermögen auf. Es ist nicht witterungsbeständig. Beim Kontakt mit Eisen und schwächer beim Kontakt mit Kupfer oder Messing können Verfärbungen auftreten.

Das Holz läßt sich leicht und sauber bearbeiten.
Es ist gut zu schneiden, zu hobeln, zu profilieren und auch zu messern und zu schnitzen. Gedämpft läßt es sich sehr gut biegen. Das beizen, färben und polieren bereitet keine Schwierigkeiten. Verbindungen mit Schrauben oder Nägeln und Verleimungen sind problemlos.

Anwendungen: Innenausbau, Decken- und Wandbekleidungen, Türen, Treppen, Einbaumöbel, Schnitz- und Drechslerarbeiten, Gebrauchs- oder Ziergegenstände, Musikinstrumentenbau;

Bilder "Gewöhnliche Traubenkirsche" - Bestimmungshilfen

Beschreibung des Baumes/Strauches - Bestimmung

Die Gewöhnliche Traubenkirsche ist ein bis zu 15 Meter hoher dichter Baum oder auch ein bis zu 10 Meter hoher Strauch mit unterirdischen Ausläufern. Die Rinde ist dunkelgrau; bei Verletzung der Rinde verströmt das Holz einen unangenehmen, scharfen Geruch. In Rinde und Samen ist das cyanogene Glykosid Amygdalin enthalten, welches in Verbindung mit Wasser Blausäure abspalten kann.

Die Knospen sind zugespitzt. Die 6–14 cm langen Laubblätter sind verkehrt-eiförmig oder elliptisch geformt, feinbehaart und am Rand gesägt. Die Blattnervatur reicht nicht bis zum Blattrand, woran die Blätter leicht von der Späten Traubenkirsche (Prunus serotina) zu unterscheiden sind. Der Blattstiel hat an der Spitze zwei grüne Drüsen. Die Herbstfärbung ist gelbrot.

 

Die Blüten sitzen an der Sprossbasis einzeln in der Achsel des Tragblattes, während sie zum akropetalen Ende in einen traubenförmigen Blütenstand übergehen. Hier sind die Tragblätter reduziert und fehlen. Die fünfzählige, radiär-symmetrische Blüte besteht aus grünen, zu einem Kelch verwachsenen Kelchblättern und weißen, freien Kronblättern. Das Androeceum besteht aus vielen Staubblättern, das Gynoeceum aus, für Kirschen typisch, einem Fruchtblatt. Der Fruchtknoten steht mittelständig in einem Becher, gebildet aus den Blütenblättern, sowie den angewachsenen Staubblättern.

Die Blütezeit reicht von April bis Juni. Die weißen Blüten stehen in aufrechten oder hängenden Trauben und haben einen starken, honigartigen Geruch.

Die erbsengroße runzelige Steinfrucht ist zuerst rot und dann schwarz. Sie reift im Spätsommer und schmeckt bitter. Sie wird gerne von Vögeln verzehrt, die für die Verbreitung der Samen sorgen. Das herb-bitter schmeckende Fruchtfleisch ist ungiftig. Der runzelige Kern enthält giftige Blausäureglykoside.

Heilwirkung & medizinische Nutzung

Das Fruchfleisch soll fiebersenkend wirken und bei Rheumabeschwerden helfen. Ein Tee aus der Rinde bereitet soll Linderung bei juckenden Hauterkrankungen und Ekzemen schaffen.

 

✿ HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden auch Bäumen viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Bäume vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gut Literatur.

 

Meine bevorzugte Quelle für medizinisches Pflanzenwissen ist das Buch "Das große Buch der Heilpflanzen" von Apotheker M. Pahlow. In seinem Werk beschreibt Pahlow neben den Anwendungsbereichen von Schul-, Pflanzen- & Volksmedizin auch den Zugang der Homöopathie.

Essbarkeit & Verwendung in der Küche / Survival- & Outdoor Nahrung / Grüne-Smoothie-Tauglichkeit

Blätter: Die jüngsten Blätter nutzt man im April (in kleinsten Mengen) als Aroma für verschiedene Saucen. Getrocknete Blätter können als Teebeigabe genutzt werden.

 

Blüten: Sie lassen sich kandieren oder, getrocknet, Teemischungen beigeben.

 

Früchte: Die im Juni bis September zu erntenden Früchte dienen frisch als Nascherei, für Fruchtsäfte, Gelees und Marmeladen. Aber auch zu Kompott, Spiritousen, Weinen und Essig werden sie verarbeitet. Man kann die Früchte auch für eine Teebereitung trocknen.

 

Geschmack: Die Früchte schmecken fruchtig sauer und süß. Die Blätter erinnern entfernt an Mandeln.

 

✿ HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es gute Literatur die auch Bäume küchen- und kochtechnisch behandeln.

 

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werk von Johannes "Joe" Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die "normale" Kräuterbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

Geschichtliches / Wissenswertes

Von Obstgärtnern wird die Traubenkirsche nicht sehr geschätzt, weil sie hin und wieder von der Traubenkirschen-Gespinstmotte massiv befallen wird und der Irrtum, diese würden auf Obstbäume überwechseln, sehr verbreitet ist.

Wegen ihres relativ großen Wasserbedarfs steht sie gerne an Bächen und Flüssen.

Videobeitrag zu "Gewöhnliche Traubenkirsche" - Bestimmungshilfe

Quellen

Bäume & Sträucher Online-Lexikon A-Z | Übersicht

Bäume & Sträucher Online-Lexikon A-Z | Übersicht

ALLE beschriebenen Bäume & Sträucher auf einen Blick. Die Detail-Seiten bieten Steckbrief, Info essbar oder giftig?, Verwendung in Medizin/Heilkunde, Text-, Bilder- & Video-Bestimmungs-Hilfe, ...