Kornblume - Bestimmen/Erkennen, sammeln und verwenden!

Bilder & Beschreibung der Pflanze sowie ihrer essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit.

Informationskategorien zu diesem Wild- & Wiesenkraut

Wildkraut-Kurz-Steckbrief "Kornblume"

Botanischer Name: Centaurea cyanus

Deutscher Name: Kornblume

Gattung: Cyanus

Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Weitere Synonyme/Volksnamen: Durch ihre auffallend hellblauen (cyanen) Blüten hat sie den Trivialnamen Zyane erhalten. Es gab und gibt eine Menge, zum Teil nur regional geltende, Synonyme. (Blaufruchtblust, Blaumütze, Kwast, Rockenblum, uvm. )

 

Hauptblütezeit: Juni bis Oktober;

Blütenfarbe: unterschiedlich blau (können jedoch auch weiß, rosa oder purpurfarben sein);

Blütenform/Anzahl: körbchenförmige Blütenstände über Blütenstandsschäften;
Frucht-/Samenreife: zwischen Juli und November;

 

Vorkommen: Die Kornblume gehört nicht zu den ursprünglich in Mitteleuropa einheimischen Pflanzen. Seit dem Neolithikum ist sie als Kulturfolger nachgewiesen, ursprünglich kommt sie aus dem östlichen Mittelmeergebiet. Sie ist vermutlich mit Saatgut aus dem Mittelmeerraum unbewusst eingeführt worden. Seitdem der Mensch Ackerbau betreibt, ist die Kornblume eine ständige Begleiterin von Getreidefeldern.

Verbreitungsschwerpunkt: Ihr gehäuftes Auftreten am Rande von Kornfeldern hat ihr bereits im Mittelalter ihren Trivialnamen verliehen. Doch auch an Schuttplätzen und recht trockenen Standorten ist die Kornblume stellenweise zu finden, wobei sie an letzteren Orten meist mit Kamille und Klatschmohn zusammen anzutreffen ist.

 

Wuchshöhe: ca. 20 cm bis 100 cm;

Typisch: Äußere Röhrenblüten im Körbchen stark vergrößert, obere Blätter nur bis zu 5 mm breit, Stängel weißfilzig;

 

Sammelgut/essbare Teile: Blüten;

Energiereiche Teile: xxx

Hauptsammelzeit: xxx

Inhaltsstoffe: Polyacetylene, Bitterstoffe;

Prozessierung: nicht nötig, kann roh verwendet werden;

 

Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen): ev. mit Blüten der Wegwarte;

Bilder "Kornblume" - Bestimmung

Beschreibung der Pflanze / Pflanzenbestimmung

Erscheinungsbild: Die Kornblume ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen zwischen 20 und 100 cm erreicht. Der aufrechte, einfache bis im oberen Bereich verzweigte Stängel ist locker filzig behaart.

Blätter: Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind mehr oder weniger locker grau filzig behaart. Bei den untersten Stängelblättern ist die Blattspreite bei einer Länge von 3 bis 10 cm linealisch-lanzettlich mit spitzem oberen Ende oder manchmal fiederspaltig. Ihr Blattrand ist einfach oder besitzt entfernt linealische Blattlappen. Die übrigen Stängelblätter sind linealisch und meist ganzrandig; meistens sind sie nach oben hin nicht deutlich kleiner, außer denen direkt unter den Blütenständen.

Blüte: In einem offenen, gerundetem bis mehr oder weniger abgeflachten zymösen Gesamtblütenstand stehen über Blütenstandsschäften die körbchenförmigen Blütenstände. Das Involucrum ist bei einer Höhe von 12 bis 16 mm glockenförmig. Die anfangs filzig behaarten und dann verkahlenden Hüllblätter sind am Rand und an den aufrechten Anhängseln trockenhäutig, dunkelbraun bis schwarz, die mit etwa 1 mm langen Zähnen gefranst sind. Die äußeren Hüllblätter liegen eng an und sind grün gefärbt und eiförmig. Die inneren Hüllblätter stehen lockerer, sind violett überlaufen und länglich. Der flache Körbchenboden besitzt keine Spreublätter. Die diskusförmigen Blütenkörbchen enthalten 25 bis 35 Röhrenblüten.

Die Röhrenblüten sind unterschiedlich blau, können aber auch weiß, rosa oder purpurfarben sein. Die am Rand der Körbchen stehenden Röhrenblüten sind steril, ihre Krone ist auffallend auf eine Länge von 20 bis 25 mm vergrößert, deutlich zygomorph mit fünf-, selten bis zu achtlappigen oberen Ende. Die im inneren des Blütenkorbes stehenden Röhrenblüten sind fertil und ihre Krone ist 10 bis 15 mm lang. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober (überwinternde Exemplare blühen bereits ab Mai).

Früchte/Samen: Die strohfarbenen oder silbergrauen, fein behaarten Achänen sind 4 bis 5 mm lang. Der Pappus besteht aus ungleichen, steifen Borsten, die mit einer Länge von 1 bis 4 mm meist kürzer als die Achäne sind. Die Achänen besitzen einen basalen Ölkörper; dies dient der Ausbreitung durch Ameisen (Myrmechorie). Die Haare des Pappus sind hygroskopisch und daher bei Trockenheit spreizend. Dadurch können sie der Windausbreitung unterliegen.  Die Fruchtreife liegt zwischen Juli und November. Die langlebigen Samen enthalten bis zu 28 % fettes Öl.

Heilwirkung & medizinische Nutzung

In der Heilkunde wird sie zur Behandlung von Kopfschmerzen, Akne, Fieber, Husten und Insektenstichen verwendet.

Obwohl der Kornblume keine direkte Heilkraft nachgewiesen werden kann, benutzt man sie oft gegen Entzündungen, Hautrötungen und Bindehautreizungen. Selten ist sie auch Bestandteil von Kosmetika.

 

✿ HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden Wild- und Wiesenkräuter viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Pflanzen vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gut Literatur.

 

Meine bevorzugte Quelle für medizinisches Pflanzenwissen ist das Buch "Das große Buch der Heilpflanzen" von Apotheker M. Pahlow. In seinem Werk beschreibt Pahlow neben den Anwendungsbereichen von Schul-, Pflanzen- & Volksmedizin auch den Zugang der Homöopathie.

Essbarkeit & Verwendung in der Küche / Survival- & Outdoor Nahrung / Grüne-Smoothie-Tauglichkeit

Wurzeln: xxx

 

Blätter und Triebspitzen: xxx

 

Blütenstängel: xxx

 

Blüten: Als Beigabe für Trockenteemischungen oder als essbare Streudekoration für vielerlei Speisen. Wo die Pflanze selten zu finden ist, sollte auf Nutzung verzichtet werden.

 

Samen: xxx

 

Geschmack: Die Blüten schmecken neutral.

 

Tauglichkeit für Grüne-Smoothies: außer einem Deko-Wert hat die Kornblume nichts für den Smoothie zu bieten.

 

✿ HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es eine Menge gute Wildkräuter-Kochbücher.

 

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werk von Johannes "Joe" Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die "normale" Kräuterbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

Geschichtliches / Wissenswertes

Entweder überwintern die Pflanzen als Frucht, keimen im Frühjahr und sterben schließlich nach der Fruchtbildung im Herbst desselben Jahres ab (sommerannuell) oder aber sie keimen bereits im Herbst, überwintern als Jungpflanzen, blühen im Frühjahr und sterben nach der Fruchtbildung ab (winterannuell). Überwinternde Exemplare blühen bereits ab Mai - die im Frühjahr keimenden etwa von Juni bis Oktober.

 

In der Imkerei ist die Kornblume aufgrund des hohen Zuckergehalts ihres Nektars (34 %) und seines hohen Zuckerwerts (bis zu 0,20 mg Zucker/Tag je Blüte) eine geschätzte Nebentracht.

Videobeitrag zu "Kornblume" - Bestimmung

Quellen

Wildpflanzen Online-Lexikon A-Z | Übersicht

Wildpflanzen & Kräuter Online-Lexikon A-Z | Übersicht

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