Behaartes Knopfkraut - Erkennen, sammeln und verwenden!

Steckbrief, Bilder & Beschreibung der Pflanze sowie ihrer essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit.

Die Knopfkräuter (Galinsoga), umgangssprachlich auch Franzosenkräuter genannt, sind eine Pflanzengattung in der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Je nach Autorenauffassung gibt es 10 bis mehr als 33 Galinsoga-Arten. Auf dieser Seite wird als ein Vertreter das "Behaarte Knopfkraut" beschrieben. Essbar/essbare Teile!

Informationskategorien zu diesem Wild- & Wiesenkraut

Wildkraut-Kurz-Steckbrief "Behaartes Knopfkraut"

Botanischer Name: Galinsoga ciliata

Deutscher Name: Behaartes Knopfkraut

Gattung: Knopfkräuter (Galinsoga)

Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Weitere Synonyme/Volksnamen: Behaartes Franzosenkraut, Rauhes Knopfkraut, Zottiges Franzosenkraut, Bewimpertes Knopfkraut;

 

Hauptblütezeit: Juni bis Oktober;

Blütenfarbe: weiß;

Blütenform/Anzahl: Körbchen mit vier bis fünf Zungenblüten;
Frucht-/Samenreife: xxx;

 

Vorkommen: Ursprünglich stammt die Art aus Südamerika. Sie ist heute aber weltweit verbreitet.

Verbreitungsschwerpunkt: Das Behaarte Knopfkraut ist ein typisches „Unkraut“. Es wächst gerne an lehmigen, stickstoffreichen Stellen wie in Gärten, an Äckern oder an offenerdigen Straßenrändern. Es ist meist überall häufig.

 

Wuchshöhe: ca. 20 cm bis 80 cm;

Typisch: Zwischen den dreizipfeligen Zungenblüten gibt es am Körbchenrand große Lücken, Stängel abstehend behaart.

 

Sammelgut/essbare Teile: Samen, Kraut (mit Ausnahme zu zäher Stängel);

Energiereiche Teile: Samen;

Inhaltsstoffe: Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium, Vitamin A & C, Mangan;

Nötige Ver-/Bearbeitung: kann roh verwendet werden (Rohkost-Tauglich);

 

Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen): anderen Knopfkräutern (besonders mit dem Kleinblütigen Knopfkraut. Das Kleinblütige Knopfkraut hat kahle Stängel - gleicht sonst jedoch dem Behaarten Knopfkraut bis auf's Haar ☺ und kann genau wie dieses verwendet werden);

Bilder "Behaartes Knopfkraut" - Bestimmung

Beschreibung der Pflanze / Pflanzenbestimmung

Erscheinungsbild: Es handelt sich um einjährige krautige Pflanzen, die Wuchshöhen von meist um die 20-80 cm erreichen. Im Einzelfall können die Pflanzen aber auch noch größer werden. Die Wurzel ist dünn, spindelförmig und reich verzweigt.

Stängel & Blätter: Die Stängel sind aufrecht und meist vom Grunde an reich verzweigt. Sie sind rundlich, im unteren Teil abgerundet schwach vierkantig und besonders im oberen Teil abstehend borstig behaart. Die gegenständigen Blätter sind dunkelgrün, ungeteilt, am Rand recht grob gezähnt, und abstehend borstig behaart. Sie sind zugespitzt eiförmig und haben einen mehrere Zentimeter langen Stiel.

Blüten: Die Blütenköpfchen haben einen Durchmesser von gut 5 mm. Die meist vier bis fünf weißen Zungenblüten sind ungefähr halb so lang wie der Durchmesser des gelben Köpfchens oder etwas länger. Sie sind etwa so breit wie lang und am Vorderrand gezähnelt.

 

Früchte/Samen: Der Pappus der Scheibenblüten ist etwa 1/2 bis 2/3 so lang wie die Achänen. Er besteht aus 18-20 weißlichen, breiten, am Rand gefransten Schuppen, die alle oder zum Teil in eine kurze Granne auslaufen.

Heilwirkung & medizinische Nutzung

In der Phytotherapie wird Tinktur gegen Krebsleiden eingesetzt. Der Pflanzensaft kann äußerlich zur Wundbehandlung genutzt werden. Die Homöopathie nutzt die Pflanze gegen grippale Infekte.

 

✿ HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden Wild- und Wiesenkräuter viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Pflanzen vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gut Literatur.

 

Meine bevorzugte Quelle für medizinisches Pflanzenwissen ist das Buch "Das große Buch der Heilpflanzen" von Apotheker M. Pahlow. In seinem Werk beschreibt Pahlow neben den Anwendungsbereichen von Schul-, Pflanzen- & Volksmedizin auch den Zugang der Homöopathie.

Essbarkeit & Verwendung in der Küche / Survival- & Outdoor Nahrung / Grüne-Smoothie-Tauglichkeit

Blätter, Triebspitzen, Blütenknospen, Blüten: Die ganzen Pflanze (ausgenommen schon sehr zäh gewordener Stängel) lässt sich - von etwas Juni bis September - zu Spinat, Eintöpfen, Kräutersuppen, u.ä. verarbeiten. Die Pflanzenteile ergeben jedoch auch roh eine hervorragende Salatgrundlage.

 

Geschmack: erinnert an frischen Schnittsalat.

 

Tauglichkeit für Grüne Smoothies: Die Pflanze ist mild/neutral und kann deshalb, ähnlich wie das Grün der fast immer verfügbaren Pflanzen Brennnessel, Labkraut und Vogelmiere, auch in großer Menge Einzug in den Smoothie halten.

 

✿ HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Pflanzen in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es eine Menge gute Wildkräuter-Kochbücher.

 

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werk von Johannes "Joe" Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die "normale" Kräuterbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

Geschichtliches / Wissenswertes

Je nach Auffassung gibt es 10 bis mehr als 33 Galinsoga-Arten. Zwei sehr ähnliche Arten kommen weltweit und auch in Mitteleuropa als Neophyten vor, sie sind oft auch bei Gärtnern unbeliebte „Unkräuter“: Behaartes Knopfkraut (auf dieser Seite beschrieben) und Kleinblütiges Knopfkraut (diese hat kahle Stängel).

Videobeitrag zu "Behaartes Knopfkraut" - Bestimmung

Quellen

Wildpflanzen Online-Lexikon A-Z | Übersicht

Wildpflanzen & Kräuter Online-Lexikon A-Z | Übersicht

ALLE beschriebenen Pflanzen (Wild- & Wiesenkräuter) auf einen Blick. Die Detail-Seiten bieten Steckbrief, Info essbar oder giftig?, Verwendung in Ernährung/Heilkunde, Video für Bestimmung, ...