Gewöhnliche Schneebeere - Bestimmen

Steckbrief, Bilder & Beschreibung des Baumes/Strauches sowie seiner essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit.

Die Schneebeeren (Symphoricarpos) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Bis auf eine chinesische Art sind alle Arten in Nordamerika und Mexiko beheimatet. Es gibt etwa 16 Arten in der Gattung. Auf dieser Seite wird als ein Vertreter die "Gewöhnliche Schneebeere" vorgestellt. Giftig/ungenießbar!

Informationskategorien zu diesem Baum/Strauch

Baum/Strauch-Kurz-Steckbrief "Gewöhnliche Schneebeere"

Botanischer Name: Symphoricarpos albus

Deutscher Name: Gewöhnliche Schneebeere

Gattung: Schneebeeren (Symphoricarpos)

Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

Weitere Synonyme/Volksnamen: Knallerbse, Knallerbesenstrauch;

 

Hauptblütezeit: Juni bis September

Blüten & Blütenfarbe: Blüten klein, Einzelblüte glockenförmig, 5-6 mm lang, rosa-weiß, in end- oder achselständigen Ähren.

Früchte/Samen: Beerenfrüchte weiß bis grünlichweiß, kugelig, schwammig aufgetrieben, bleiben bis in den Winter hinein am Strauch, Einzelfrucht bis 1,7 cm lang und 1,5 cm dick. (Nicht für den menschlichen Verzehr geeignet.)

 

Vorkommen: Die Gewöhnliche Schneebeere ist in Nordamerika heimisch. Sie kommt von der Hudson Bay bis nach Alaska vor, im Süden bis Kalifornien und in östlicher Richtung bis North Carolina. Sie kommt hier in einer Vielzahl von Pflanzengesellschaften vor, vorwiegend auf warmen und/oder trockenen Standorten. In Europa ist die Art als Zierpflanze weit verbreitet und ist in weiten Teilen auch eingebürgert, fehlt jedoch im Mittelmeergebiet. In Großbritannien ist sie praktisch landesweit vertreten. In Deutschland kommt sie häufig im Umfeld von Siedlungen und Städten verwildert vor.

Verbreitungsschwerpunkt: Die Art wächst am besten auf feuchten, jedoch nicht staunassen, fruchtbaren Böden im vollen Sonnenlicht.

 

Wuchshöhe: 30 cm bis 200 cm;

Alter: xxx

Typisch: Beeren kugelig, weiß, schwammig, lassen sich leicht zerdrücken. Mit Schwung auf den Boden geschleudert platzen sie mit einem Knall (Trivialnamensgebend).

 

Sammelgut: wird als giftig eingestuft;

Energiereiche Teile: xxx

Inhaltsstoffe: xxx

Prozessierung: xxx

 

Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen): durch die typische Fruchtform schwer zu verwechseln;

Eigenschaft(en) des Holzes

Aus dem Holz wurden Pfeilschäfte und Pfeifenrohre hergestellt. Aus der heutigen Zeit konnten bei der Recherche für diese Seite, keine Verwendungsberichte über das Holz der Schneebeere gefunden werden.

Bilder "Gewöhnliche Schneebeere" - Bestimmungshilfen

Beschreibung des Baumes/Strauches - Baumbestimmung

Erscheinungsbild: Die Gewöhnliche Schneebeere ist ein sommergrüner Strauch und wird 0,3 bis 2 m hoch. Er bildet eine größere Anzahl von schlanken, zwei bis 2,5 cm dicken, leicht überhängenden Zweigen. Die Verzweigung erfolgt basiton (an der Basis des Strauchs). Die Pflanzen bilden unterirdische Spross-Ausläufer, die wenige Zentimeter unter der Erdoberfläche verlaufen und bis 60 cm lang werden. An den Enden wachsen die Schösslinge empor.


Die Rinde von jungen Ästen ist glatt und gelblich-grau, später wird sie dunkler und schuppig. Im Bastparenchym kommen Calciumoxalat-Drusen vor. Das Holz ist ringporig, das Holzparenchym ist unregelmäßig zwischen den Fasern verteilt. Die Fasern selbst besitzen spiralige Wandverdickungen.

Blätter: Die Blätter stehen gegenständig, ihre Stellung erscheint durch eine Drehung der Blattstiele jedoch zweizeilig. Sie haben einen kurzen Blattstiel, sind einfach, ganzrandig und stumpf grün. Die Länge beträgt 4 bis 6 cm, die Blattform ist eiförmig bis rundlich, am Ende sind die Blätter leicht zugespitzt, an der Basis rundlich. Der Blattstiel ist an der Oberseite rinnig, am Grund verdickt. An den jungen Schösslingen haben die Blätter ein anderes Aussehen: hier werden zunächst farblose Niederblätter, dann kleine, ganzrandige, gestielte Laubblätter, in der Mittelregion dann große, gelappte, manchmal auch grob gezähnte Blätter, am Ende des Triebes dann wieder kleine und ganzrandige.

Blüte: Die Blüten sind radiärsymmetrisch, glockenförmig und fünfzählig. Der Kelch ist schalenförmig und fünfzähnig. Die verwachsenblättrige Krone ist rötlich. Die fünf Staubblätter setzen an der Wand der Krone an und stehen hier in einem Haarkranz. An der Innenseite der Kronröhre befinden sich mehrere gekrümmte Nektarien. Der Fruchtknoten ist unterständig, hat vier Fächer und enthält zwei fertile Samenanlagen. Blütezeit ist Juni bis September.

Früchte/Samen: Die Früchte sind weiß, fast kugelrund, saftig und haben einen Durchmesser von 10 bis 15 mm. Die Frucht ist eine Steinfrucht mit zwei Kernen, wird jedoch manchmal als Beere bezeichnet. Sie reifen zwischen Juli und Oktober, und bleiben bis in den Winter hinein am Strauch. In einer Beere befinden sich zwei Samen, die rund 5 mm lang, elliptisch, leicht zusammengedrückt sind und eine harte Samenschale besitzen. Das Fruchtfleisch ist schwammig.

Heilwirkung & medizinische Nutzung

Die Indianer in Washington und Oregon aßen die Früchte frisch oder getrocknet, und nutzten sie als Haarshampoo. Früchte und Blätter wurden zerstoßen auf Wunden aufgetragen. Ein Tee aus der Rinde wurde zur Behandlung von Tuberkulose und Geschlechtskrankheiten eingesetzt.

 

✿ HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden auch Bäumen viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Bäume vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gut Literatur.

 

Meine bevorzugte Quelle für medizinisches Pflanzenwissen ist das Buch "Das große Buch der Heilpflanzen" von Apotheker M. Pahlow. In seinem Werk beschreibt Pahlow neben den Anwendungsbereichen von Schul-, Pflanzen- & Volksmedizin auch den Zugang der Homöopathie.

Essbarkeit & Verwendung in der Küche / Survival- & Outdoor Nahrung

Über die Giftigkeit der Beeren für den Menschen gibt es in der Literatur unterschiedliche Angaben. Die Giftzentrale der Universität Bonn stuft die Art als giftig ein und gibt als Symptom Brechdurchfall an. Bei kleinen Mengen (drei bis vier Beeren) kommt es meist zu keinen Symptomen, bei größeren Mengen kommen Darmbeschwerden, Fieber und Müdigkeit vor. Es gibt auch Berichte über eine Schädigung der Mund- und Magenschleimhaut. Ich habe diesen Strauch und dessen Früchte für mich als GIFTIG "abgespeichert".

 

Blätter: xxx

 

Blüten: xxx

 

Früchte: xxx

 

Geschmack: xxx

 

✿ HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es gute Literatur die auch Bäume küchen- und kochtechnisch behandeln.

 

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werk von Johannes "Joe" Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die "normale" Kräuterbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

Geschichtliches / Wissenswertes

Der „Knallerbsenstrauch“ erlangte 1999 durch Stefan Raab Berühmtheit, als dieser Ausschnitte aus der Show „Richterin Barbara Salesch“ nach einem Nachbarschaftsstreit mit der Beteiligten Regina Zindler zeigte und in seinem Lied Maschen-Draht-Zaun verwendete. In dem Streit ging es darum, dass ein Knallerbsenstrauch in einem Garten in das Nachbargrundstück reicht und entfernt werden sollte.

In Europa, aber auch Nordamerika, wird die Gewöhnliche Schneebeere häufig als Ziergehölz gepflanzt. In Großbritannien wurde sie als Deckungsgehölz für Vögel und Wild auch außerhalb von Siedlungsräumen angepflanzt.

Die Beeren enthalten Saponine und einen unbekannten, stark reizend wirkenden Wirkstoff. Daneben enthalten sie auch das Isochinolin-Alkaloid Chelidonin sowie weitere Alkaloide.

Videobeitrag zu "Gewöhnliche Schneebeere" - Bestimmungshilfe

Quellen

Bäume & Sträucher A-Z

Bäume & Sträucher A-Z | Übersicht

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