Gewöhnlicher Liguster - Bestimmen, sammeln und verwenden!

Bilder & Beschreibung des Baumes/Strauches sowie seiner essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit.

Die Liguster (Ligustrum), oder selten Rainweiden genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae). Es gibt etwa (je nach Autor) 40 bis 50 Ligustrum-Arten. Auf dieser Seite wird, als ein bei uns häufig gepflanzter Vertreter, der "Gewöhnliche Liguster" beschrieben. Giftig!

Informationskategorien zu diesem Baum/Strauch

Baum/Strauch-Kurz-Steckbrief "Gewöhnlicher Liguster"

Botanischer Name: Ligustrum vulgare

Deutscher Name: Gewöhnliche Liguster

Familie: Lippenblütlerartige (Lamiales)

Weitere Synonyme/Volksnamen: Gemeiner Liguster, Rainweide, Beinholz, Tintenbeerstrauch, Tintenbeertraube, Zaunriegel, Hartriegel;

 

Hauptblütezeit: Juni bis Juli;

Blütenfarbe: weiß;

Früchte/Samen: Lang haftende, schwarze, kugelige Beeren, schwach giftig.

 

Vorkommen: Der Gewöhnliche Liguster ist die einzige in Europa heimische Art der Gattung Liguster (Ligustrum) und kommt in Mittel- und Südeuropa sowie in den Kaukasusländern vor.

Verbreitungsschwerpunkt: Er wächst gern auf sommerwarmen, mäßig trockenen, kalkhaltigen Ton- oder Lehmböden.

 

Wuchshöhe: 1 bis 5 Meter;

Typisch: Blätter sind ledrig und gegenständig. Die schwaren Beerenfrüchte sind innen grün.

 

Sammelgut/essbare Teile: ALLE TEILE GIFTIG - NICHT für den menschlichen Verzehr geeignet!

Energiereiche Teile: xxx

Hauptsammelzeit: xxx

Inhaltsstoffe: xxx

Prozessierung: xxx

 

Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen): xxx

Eigenschaft(en) des Holzes

Das außerordentlich harte Holz des gewöhnlichen Ligusters zeichnet sich durch einen violett gefärbten Kern aus. Es ist glatt, zäh und fest und eignet sich für Drechsler- und Schnitzarbeiten sowie zur Herstellung von Werkzeuggriffen. Früher verwendete man es für Pflöcke für Schuhmacher und Rebstangen für den Weinbau. Die biegsamen jungen Zweige benutzte man zu Korbarbeiten.

Bilder "Gewöhnlicher Liguster"

Beschreibung des Baumes/Strauches - Bestimmung

Der Gewöhnliche Liguster wächst als laubabwerfender oder halbimmergrüner Strauch, der Wuchshöhen von 1 bis 5 Meter erreicht. In milden Klimalagen, wie sie beispielsweise in Südeuropa vorherrschen, fallen die Blätter erst zum Laubaustrieb im nächsten Frühjahr ab.

Der Gewöhnliche Liguster wächst als reich verzweigter Strauch. Er besitzt aufrecht wachsende, biegsame Zweige, seine Kurztriebe sind häufig quirlig angeordnet. Junge Zweige besitzen eine olivgrünbräunlich gefärbte Rinde, die kahl oder zur Spitze fein kurz behaart sein kann. Die graubraune, kahle Rinde älterer Zweige ist mit hellen Lentizellen besetzt.

Die gegenständig oder in dreizähligen Wirteln angeordneten Laubblätter sind kurz gestielt (1 bis 3 mm). Die einfache, etwas ledrige Blattspreite ist bei einer Länge von 2,5 bis 8 cm und einer Breite von 0,8 bis 2 cm breit lanzettförmig bis elliptisch. Die breiteste Stelle des Blattes befindet sich ungefähr in der Mitte - im Gegensatz zum Ovalblättrigen Liguster, bei dem sie deutlich näher am Blattspreitengrund liegt. Die Blätter sind unbehaart. Im Herbst geht die gewöhnlich dunkelgrün gehaltene Blattfärbung häufig ins Violette über.

Die Blüten stehen in länglichen, pyramidenförmigen, rispigen Blütenständen an den Spitzen des Neuaustriebs. Die duftenden, zwittrigen Blüten sind vierzählig mit doppelter Blütenhülle. Die vier Kelchblätter sind 1,5 mm lang verwachsen mit 1,5 bis 2 mm langen Kelchlappen. Die vier weißen bis cremefarbenen Kronblätter sind zu einer 1 bis 2 mm langen Kronröhre verwachsen, die in vier 3 mm langen Kronlappen endet. Am Grund der Kronröhre wird Nektar abgeschieden. Die zwei Staubblätter besitzen etwa 2 mm lange Staubfäden, ragen etwas aus der Kronröhre heraus und übergipfeln die zweilappige Narbe. Zwei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen Fruchtknoten verwachsen.

Die befruchteten Blüten wachsen zu eiförmigen bis kugeligen, glänzend schwarzen Beeren heran. Die außen intensiv schwarze Farbe der zweisamigen Beeren beruht auf einer hohen Anthocyankonzentration.

Heilwirkung & medizinische Nutzung

Die Blätter des Gemeinen Ligusters verwendete man früher bei Mund- und Racheninfektionen. Die Droge ist heute nicht mehr im Gebrauch.

 

HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden auch Bäumen viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Bäume vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gut Literatur.

 

Meine bevorzugte Quelle für medizinisches Pflanzenwissen ist das Buch "Das große Buch der Heilpflanzen" von Apotheker M. Pahlow. In seinem Werk beschreibt Pahlow neben den Anwendungsbereichen von Schul-, Pflanzen- & Volksmedizin auch den Zugang der Homöopathie.

Essbarkeit & Verwendung in der Küche / Survival- & Outdoor Nahrung / Grüne-Smoothie-Tauglichkeit

Die Beeren des Liguster sind giftig, der Verzehr kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Leibschmerzen führen. Die Wirkung tritt sicher ein, wenn eine größere Menge gegessen wurde. In den Blättern ist das Glucosid Syringin enthalten, wodurch sie ebenfalls giftig sind. Hautkontakt beim Schneiden der Pflanze kann zu Hautreizungen, dem sogenannten Liguster-Ekzem, führen.

Als giftige Inhaltsstoffe des Ligusters werden mindestens die drei Glykoside Ligustrosid und Oleuropein und Syringin genannt.

 

Blätter: xxx

 

Blüten: xxx

 

Früchte: xxx

 

Geschmack: xxx

 

Grüne-Smoothie-Tauglichkeit: xxx

 

HINWEIS: Naturlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es gute Literatur die auch Bäume küchen- und kochtechnisch behandeln.

Geschichtliches / Wissenswertes

Man kultiviert diese Strauch-Art, wie auch mehrere japanische Ligustrum-Arten, in Gärten zur Anlage von Hecken. Dazu werden meist wintergrüne Sorten wie 'Atrovirens' verwendet. Liguster ist sehr schnittfest und wird daher auch gerne für Formhecken verwendet.

Die reifen Beeren des Gemeinen Ligusters wurden nach Frosteinwirkung auch als Farbstoff verwendet. Auf Wolle bildet sich ein tiefblauer Farbton. Dabei wurde mit Eisen- oder Aluminiumsalzen oder mit Soda vorgebeizt. In dieser Funktion wurden die Beeren bereits im Oberdeutschen Färbebüchlein aus dem 15. Jahrhundert erwähnt (Cgm.317, Bayerische Staatsbibliothek München). Neben den reifen Beeren werden aber auch die Blätter, die gelben Zweige und die Rinde zum Färben verwendet.

Der rote bis blaue Saft der Ligusterbeeren wurde auch zum Malen verwendet. Der rote Farbton wurde durch Zusatz von Sulfaten, der purpurne durch Hinzufügen von Urin, der blaue durch Mischen mit Kalk und Pottasche erreicht. Regional wurde der Beerensaft auch zum Färben von Wein benutzt.

Videobeitrag zu "Gewöhnlicher Liguster"

Quellen

Bäume & Sträucher Online-Lexikon A-Z | Übersicht

Bäume & Sträucher Online-Lexikon A-Z | Übersicht

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