Rote Heckenkirsche - Bestimmen/Erkennen

Steckbrief, Bilder & Beschreibung des Baumes/Strauches sowie seiner essbaren Teile und deren Nutzen für Ernährung und Gesundheit.

Die Heckenkirschen und Geißblätter (Lonicera) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae). Die etwa, je nach Autor und Auffassung, 180 Arten sind auf der Nordhalbkugel weit verbreitet. Als „Heckenkirschen“ werden vor allem die strauchig wachsenden Arten bezeichnet, bei denen die Blüten paarweise stehen. Die aus einem Blütenpaar hervorgehenden Beeren sind bei manchen Arten zu einer Doppelbeere verwachsen. Dies ist auch bei der auf dieser Seite beschriebenen "Rote Heckenkirsche" der Fall. Giftig!

Informationskategorien zu diesem Baum/Strauch

Baum/Strauch-Kurz-Steckbrief "Rote Heckenkirsche"

Botanischer Name: Lonicera xylosteum

Deutscher Name: Rote Heckenkirsche

Gattung: Heckenkirschen (Lonicera)

Familie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)

Weitere Synonyme/Volksnamen: Gewöhnliche Heckenkirsche, Gemeines Geißblatt;

 

Blüten & Blütenfarbe: 2-lippig, paarweise, sich von weiß nach gelb verfärbend, 10 - 15 mm lang;

Hauptblütezeit: Mai bis Juni;

Früchte/Samen: Beeren kugelförmig, glänzend rot, 5 - 7 mm groß, oft paarweise, GIFTIG!;

Fruchtreife/Erntezeit (Giftig): August bis September;

 

Vorkommen: Die Rote Heckenkirsche ist fast in ganz Deutschland sowie in Europa und im westlichen Asien relativ weit verbreitet.

Verbreitungsschwerpunkt: Sie kommt häufig in krautreichen Eichen- und Buchenwäldern, auch in Ulmen-, Linden- oder Nadelmischwäldern, in Hecken und im Gebüsch, auch gepflanzt an Straßenrändern vor. Sie bevorzugt nährstoffreichen, kalkhaltigen Boden an schattigen oder halbschattigen Stellen.

 

Wuchsform: Strauch;

Wuchshöhe: 1 bis 2 Meter;

Typisch: Blüten und Früchte jeweils paarweise auf einem gemeinsamen Stiel;

Rinde/Borke: Die Rinde ist sehr dünn und vollkommen glatt.

Alter: xxx

 

Sammelgut: nicht für die menschliche Ernährung geeignet! Giftig!

Energiereiche Teile: xxx

Inhaltsstoffe: In der Pflanze sind Xylostein, Xylostosidin, Saponine und cyanogene Glykoside gefunden worden.

Prozessierung: xxx

 

Verwechslungsgefahr (mit Giftpflanzen): ist selbst eine GIFTpflanze. Die "Schwarze Heckenkirsche" ähnelt in Blüte & Blattform, hat jedoch, wie der Name erahnen lässt, schwärzliche Früchte.

Eigenschaft(en) und Verwendung des Holzes

Heckenkirschen-Holz ist schwer, äußerst hart, fest, zäh und schwer zu spalten. Die Bearbeitung erfordert einen Kraftaufwand, ist aber gut und ausreichend möglich.

Verwendung des Holzes: Drechslerware, Spazierstöcke, Peitschenstiele und Pfeifenröhren; früher wurde Heckenkirsche auch als Ladestöcke benutzt.

Bilder "Rote Heckenkirsche" - Bestimmungshilfen

Beschreibung des Baumes/Strauches - Baumbestimmung

Erscheinungsbild: Die Rote Heckenkirsche ist ein sommergrüner Strauch, der Wuchshöhen von etwa 1 bis 2 Metern erreicht. Sie besitzt hohle Zweige.

 

Blätter: Die elliptischen Laubblätter sind auf Ober- und Unterseite weichhaarig.

Blüte: Die gelblichweißen Einzelblüten stehen zu zweit an einem gemeinsamen Stiel. Die beiden Fruchtknoten eines jeden Blütenpaares sind nur am Grund miteinander verwachsen. Sie blüht im Mai und Juni.

 

Früchte/Samen: Die für Menschen giftigen Beerenfrüchte sind auffallend rot gefärbt und stehen in der Regel paarweise zusammen.

Heilwirkung & medizinische Nutzung

Scheint weder in Volks- noch Schulmedizin in Verwendung.

 

✿ HINWEIS: Besonders in der Pflanzenheilkunde und Homöopathie werden auch Bäumen viele verschiedene Heil- & Anwendungsbereiche zugeschrieben. Auf meinen Seiten werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Wer sein Wissen um die Heilkräfte der Bäume vertiefen möchte, findet dazu eine Menge gut Literatur.

 

Meine bevorzugte Quelle für medizinisches Pflanzenwissen ist das Buch "Das große Buch der Heilpflanzen" von Apotheker M. Pahlow. In seinem Werk beschreibt Pahlow neben den Anwendungsbereichen von Schul-, Pflanzen- & Volksmedizin auch den Zugang der Homöopathie.

Essbarkeit & Verwendung in der Küche / Survival- & Outdoor Nahrung / Grüne-Smoothie-Tauglichkeit

Nicht für die menschliche Ernährung geeignet. Giftig! Vergiftungszentralen werden häufig wegen der roten Früchte konsultiert, obwohl diese nach neueren Untersuchungen nur schwach giftig sind. Symptome können nach Verzehr von etwa 5 Früchten auftreten. Die Wirkung geht eher auf Saponine als auf Alkaloide zurück.

 

Blätter: xxx

 

Blüten: Es gibt Berichte über Verwendung der Blüten. Ich würde jedoch davon abraten, es gibt schließlich genug anders Pflanzen die essbar sind :-)

 

Früchte: xxx

 

Geschmack: xxx

 

Grüne-Smoothie-Tauglichkeit: xxx

 

✿ HINWEIS: Natürlich gibt es viele andere Verwendungsmöglichkeiten. Auf meiner Seite werden Bäume und Sträucher in ihren Grundzügen vorgestellt und zugänglich gemacht. Rezepte fehlen sogar gänzlich. Für Küchen- und Kochbegeisterte gibt es gute Literatur die auch Bäume küchen- und kochtechnisch behandeln.

 

Wenn du dich für den Bereich Survival-/Notnahrung interessierst, möchte ich dir den Zugang und die Werk von Johannes "Joe" Vogel ans Herz legen. Dieser geht weit über die "normale" Kräuterbestimmung hinaus und zeigt eine Vollversorgung aus der Wildnis auf.

Geschichtliches / Wissenswertes

Die Art wird immer wieder bei Begrünungsmaßnahmen angepflanzt.

In früherer Zeit wurde die Pflanze teilweise als „weißes“ Besenreis zum Besenbinden genutzt. Das häufiger verwendete „schwarze“ Besenreis stammt von Betula pendula (Hänge Birke).

Die Rote Heckenkirsche ist ein Flachwurzler. Ihre Blüten werden von Hautflüglern wie z. B. von Waldhummeln bestäubt. Die Beerenfrüchte breiten sich entweder von alleine aus (Autochorie) oder müssen, um richtig keimen zu können, den Darmtrakt einiger Tiere durchlaufen (Endozoochorie). Die in den Beeren enthaltenen Samen benötigen zudem Kälte, um keimen zu können. Die Art ist gegen Auftausalze widerstandsfähig und wird nicht vom Wild verbissen.

Videobeitrag zu "Rote Heckenkirsche" - Bestimmungshilfe

Quellen

Bäume & Sträucher Online-Lexikon A-Z | Übersicht

Bäume & Sträucher Online-Lexikon A-Z | Übersicht

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